Union Berlin: Luxus pur im Kampf um Klassenerhalt in der Bundesliga

Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga: Trainer Nenad Bjelica und Co-Trainerin Marie Louise Eta bereiten Union Berlin auf das Auswärtsspiel am Sonntag in Mönchengladbach vor.
Imago/Oliver BehrendtDer Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga ist bekanntlich vor allem Kopfsache. Diese Erkenntnis ist nicht neu und natürlich auch beim 1. FC Union Berlin bekannt.
Vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach am Sonntag (28. April) um 15.30 Uhr haben sich die Eisernen aus Köpenick deshalb demonstrativ auf eine positive Sichtweise geeinigt. Die aktuelle Situation sei „Luxus“ betonen Trainer Nenad Bjelica und Kapitän Christopher Trimmel unisono.
Optimismus bei Union Berlin
In Zahlen ausgedrückt sieht dieser Luxus so aus: Union Berlin liegt vor dem 31. Spieltag auf Tabellenplatz 14. Der Abstand auf den Relegationsrang 16 beträgt zwei Punkte. In den nächsten drei Partien trifft der FCU auf direkte Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt. Nach dem Spiel in Mönchengladbach geht es zu Hause gegen den VfL Bochum und auswärts gegen den 1. FC Köln. Am letzten Spieltag gastiert dann der SC Freiburg im Stadion An der Alten Försterei.
„Wir haben uns natürlich vier Spiele vor Schluss eine bessere Situation gewünscht. Trotzdem sehen wir diese Situation positiv“, versichert Trainer Nenad Bjelica. Der größte Luxus sei es, ergänzt Kapitän Trimmel, „dass wir es wirklich in der eigenen Hand haben. Es ist schon eine Luxussituation, wenn man bedenkt, wie viele Spiele wir in dieser Saison verloren haben“.
In der Tat geht es jetzt einzig und allein darum, die Berg- und Talfahrt inklusive des Abenteuers Champions League ohne den Totalschaden namens Abstieg in die 2. Liga zu Ende zu bringen. 19 Niederlagen hat das abgeschlagene Schlusslicht Darmstadt 98 in dieser Spielzeit schon kassiert. Mit 17 Niederlagen folgt auf Rang zwei der 1. FC Union. Zudem blieben die Eisernen in 16 Spielen ohne eigenen Torerfolg.
Man muss also eine gehörige Portion Optimismus aufbringen, um in dieser durchaus schwierigen Lage die positiven Dinge konsequent in den Vordergrund zu rücken. Genau das ist die Strategie von Mannschaft und Trainer in diesen Tagen. Der Fokus richtet sich statt auf die negativen Dinge in erster Linie auf die positiven Aspekte.
Keine Experimente bei Union Berlin
Dazu zählt zweifellos auch die Tatsache, dass es vor dem Spiel in Mönchengladbach aktuell keine großen Verletzungssorgen im Kader gibt. Auch das ist laut Bjelica Luxus. „Es steht nahezu die gesamte Mannschaft zur Verfügung. Alle sind körperlich top beieinander, jeder Spieler will sich für die Startelf empfehlen“, erklärt Bjelica: „Das ist unser Luxus.“
Dabei gab der Kroate zwei Tage vor dem Spiel auch schon einen gewissen Einblick in seine Personalpläne für die letzten vier Partien. Es sei nicht die Zeit für personelle Experimente, ließ Nenad Bjelica durchblicken. „Es gibt keine Gründe, jetzt die Mannschaft umzukrempeln. Das wäre auch nicht ich. Den Spielern, die zuletzt zum Stammpersonal gehörten haben, schenke ich weiter das Vertrauen.“

