Union Berlin: Trennung von Michael Parensen wegen unterschiedlicher Vorstellungen

Abschied nach 15 gemeinsamen Jahren: Union Berlin und der Technische Direktor Michael Parensen trennen sich.
Tom WellerWer genau hingeschaut hin, der konnte es bereits am Samstag beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen Bayer Leverkusen (0:1) erkennen. Denn der gewohnte Platz von Michael Parensen direkt neben der Spielerbank der Eisernen blieb leer. Normalerweise sitzt der Technische Direktor dort immer neben Sportchef Oliver Ruhnert.
Am Sonntag gab Union Berlin die Trennung von Michael Parensen bekannt. Nach insgesamt 15 Jahren, darunter mehr als zehn als Spieler, werde der 37-Jährige den Club verlassen, teilte der Verein mit. „Wir alle können stolz auf das sein, was wir gemeinsam in dieser Zeit erreicht haben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht die gleichen Ideen zur Fortsetzung unseres Weges haben. Wichtig ist aber, das zu erkennen und zu respektieren“, äußerte Union-Präsident Dirk Zingler in der Mitteilung.
Michael Parensen und der Traum vom Aufstieg
Hinter Michael Parensen und Union Berlin liegt ein langer gemeinsamer Weg. 2009 stieß der Defensivspieler als damals 22-Jähriger zu den Eisernen. Zehn Jahre später erfüllt sich für Parensen und den FCU ein Traum: Als damals dienstältester Profi und Zweitliga-Rekordspieler schaffte er am 27. Mai 2019 den Aufstieg in die Bundesliga. Dort steuerte der Mittelfeldakteuer zehn Einsätze und ein Tor zum Klassenerhalt bei, bevor er seine Spielerkarriere nach 249 Einsätzen und acht Toren für Union beendete.
Parensen hatte nach dem Ende seiner Profi-Laufbahn 2020 zunächst als Hospitant mehrere Abteilungen durchlaufen und unterstützte danach Sport-Geschäftsführer Oliver Ruhnert. Nach dem Abschluss des Management-Lehrgangs beim DFB folgte im Sommer 2022 die Berufung zum Technischen Direktor der Profiabteilung der Männer, wo er seitdem den technisch-administrativen Bereich verantwortete.
Immer wieder wurde Parensen auch als potenzieller Nachfolger von Oliver Ruhnert gehandelt. Diese Pläne sind seit Sonntag endgültig vom Tisch. Ruhnert: „Michael hat sich nach seiner Zeit als Spieler schnell in sein neues Aufgabengebiet eingearbeitet. Er hat in den letzten Jahren neue Impulse gesetzt, interessante Ideen eingebracht und sicher auch selbst viel gelernt. Wenn er das fortsetzt, wird er seinen Weg im Fußball weitergehen.“ (mit dpa)

