Wintersport Skispringen: Max Unglaube gewinnt den Deutschlandpokal trotz gebrochenem Zeh

Max Unglaube vom WSV 1923 Bad Freienwalde ist beim Deutschlandpokal der Spezialspringer in Berchtesgarden Erster geworden.
Günter Grützner- Max Unglaube gewinnt trotz gebrochenem Zeh den Deutschlandpokal im Skispringen in Berchtesgaden.
- Mit einem Sprung über 96,5 Meter holt er sich das Blaue Trikot des Pokalführenden.
- Alvine Holz erreicht Platz 3 in der Jugend 17 und verkürzt den Abstand zur Spitze deutlich.
- Alex Reiter und Björn Kupke folgen Unglaube am zweiten Wettkampftag auf Platz 2 und 3.
- Nächste Station für die Athleten: der Nordcup in Bad Freienwalde.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie so oft kommt nach einer verpatzten Generalprobe eine geglückte Premiere. So könnte man das erste Auftreten von Alvine Holz und Max Unglaube beim Deutschlandpokal der Spezialspringer im Bayrischen Berchtesgaden beschreiben.
Dieser vom Deutschen Skiverband durchgeführte Pokalwettbewerb der Altersklassen Jugend 16 bis Junioren, also bis zum Jahrgang 2000, soll den besten deutschen Skispringern die Gelegenheit geben, gegenseitig ihre Leistungen zu vergleichen. Und am Freitag beim Training waren sowohl Max als auch Alvine mit ihren Leistungen nicht zufrieden.
Skispringerin Alvine Holz holt Platz Drei in Berchtesgarden
Max war zwar im Training den weitesten Sprung gesprungen, aber das reichte ihm nicht. Und Alvine verriet ihre Trainingsweite lieber nicht. „Immer bin ich hinter den ersten zwei“, war ihr Kommentar. Ihre Springerkollegin munterte sie auf: „Du verringerst den Abstand zu uns immer weiter!“
Auch nach dem offiziellen Probesprung waren beide noch unzufrieden. Im ersten Wertungsdurchgang erreichte Alvine Holz dann die drittbeste Weite mit 70 Metern, aber Klara Lebelt war 77 Meter, Selina Kölle sogar 78,5 Meter gesprungen; wieder nur hinter den Beiden. Im entscheidenden zweiten Durchgang wollte sie es den Beiden zeigen. Und tatsächlich, mit 75,5 Metern schlug sie die beiden, die „nur“ 74,5 bzw. 73,5 Meter von der K90 — Schanze am Kälberstein vorlegten. Insgesamt blieb es für Alvine zwar bei Platz Drei, aber sie konnte den Abstand auf nur 10,2 Punkte zu Platz 2 verringern.

Alvine Holz vom WSV 1923 Bad Freienwalde ist beim Deutschlandpokal der Spezialspringer Dritte geworden.
Günter GrütznerMax Unglaube belegt Platz Zwei beim Spezialspringen in Bayern
Max Unglaube erreichte zwar im ersten Durchgang mit 89 Metern die zweitbeste Weite. Aber der Schock eines 99–Meter–Sprunges seines Trainingspartners aus Oberstdorf, Alex Reiter, saß doch tief im Unterbewusstsein.
Also auch für Max galt es anzugreifen, wenngleich auch zehn Meter nur schwer aufzuholen waren. Im zweiten Wertungsdurchgang bezwang Max Unglaube dann die gesamte Konkurrenz mit einem Sprung von 93,5 Metern. Aber das reichte nicht ganz, um den Vorsprung von Alex Reiter aufzuholen. Mit 7,5 Punkten Rückstand belegte er Platz 2. Dritter wurde Lasse Deimel.
Die Leistung von Max ist umso höher einzuordnen, wenn man weiß, dass er mit einer gebrochenen Zehe an den Start gegangen ist, die er sich beim Fußballspielen geholt hat.
Max Unglaube bringt Deutschlandpokal aus Berchtesgarden mit nach Bad Freienwalde
Für Max Unglaube war am zweiten Wettkampftag die Frage, ob er trotz gebrochenem Zeh noch einmal so gut wie am Vortag abschließen konnte. Im Probedurchgang und auch im ersten Wertungsdurchgang gelang ihm das nicht. Mit 93 Metern beendete er diesen nur auf Platz 3. So hing alles am zweiten Wertungsdurchgang. Und hier gelang Max wirklich alles, perfekter Absprung, perfekte Landung und 96,5 Meter.
Das reichte, um mit 1,5 Punkten Vorsprung Sieger des Deutschlandpokals am Sonntag vor Alex Reiter, dem Sieger des Vortages, und Björn Kupke zu werden. So konnte er auch das begehrte blaue Trikot des Pokalführenden übernehmen. Alvine Holz belegt in der Pokalwertung der Jugend 17 weiblich den dritten Platz.
Nun geht es nächste Woche zum Nordcup in die Sparkassen Ski Arena im Papengrund nach Bad Freienwalde

