UPDATE: Der 1. FC Union Berlin hat eine starke Hinrunde in der Fußball-Bundesliga gespielt und liegt auf Tabellenplatz sieben. Der Blick geht also erneut in Richtung der internationalen Startplätze. Spannend wird es jetzt auch auf dem Transfermarkt – der erste Neuzugang der Eisernen steht bereits fest, als Ersatz für einen fast sicheren Abgang. Es gibt aber auch einen neuen Corona-Fall im Team. So sieht die aktuelle Kaderplanung von Union Berlin für die Rückrunde aus.

Union Berlin – die ersten Abgänge in der Winterpause

Cedric Teuchert (24) verlässt den 1. FC Union Union Berlin nach anderthalb Jahren und wechselt zum Zweitligisten Hannover 96. Nach einer guten Saison 2020/21 kam der Stürmer kam in der laufenden Spielzeit wettbewerbsübergreifend elfmal zum Einsatz. „Die letzten anderthalb Jahre in Berlin waren sportlich nicht immer leicht für mich, dennoch habe ich mich bei Union sehr wohl gefühlt", erklärt Teuchert.
Dazu kommt jetzt auch definitiv Tymoteusz Puchacz (22). Der polnische WM-Teilnehmer musste sich in der Hinrunde ebenfalls mit einer Nebenrolle begnügen. Er kam lediglich auf sieben Einsätze in der Conference League. In der Bundesliga durfte Puchacz dagegen noch gar nicht ran. In 15 der 17 Spiele stand er nicht mal im Kader der Eisernen.
Der Verteidiger hat auf der linken Seite das Duell gegen Konkurrent Nico Gießelmann verloren und wird, um Spielpraxis zu sammeln, wie schon vermutet bis Saisonende an den türkischen Tabellenführer Trabzonspor Kulübü ausgeliehen und soll laut Manager Oliver Ruhnert im Sommer wieder in die Wuhlheide zurückkehren.
Tymoteusz Puchacz (l.) von Union Berlin kam wie hier gegen Maccabi Haifa nur in der Conference League zum Einsatz.
Tymoteusz Puchacz (l.) von Union Berlin kam wie hier gegen Maccabi Haifa nur in der Conference League zum Einsatz.
© Foto: Matthias Koch/dpa

Union Berlin – der erste Leistungsträger geht

Innenverteidiger Marvin Friedrich wird den 1. FC Union verlassen. Der 26-Jährige wechselt  bereits in der Winterpause zu Borussia Mönchengladbach – als Ersatz für den spätestens im Sommer - womöglich zu Inter Mailand - die Fohlen verlassenden Nationalspieler Matthias Ginter. „Der Weggang von Marvin Friedrich ist sportlich und menschlich natürlich ein großer Verlust, dennoch war es Marvins Wunsch, diesen Schritt jetzt gehen zu können“, sagte Unions Geschäftsführer Profifußball Oliver Ruhnert
Friedrich war vor vier Jahren vom FC Augsburg zu Union gewechselt und mit den Eisernen gut ein Jahr später in die Bundesliga aufgestiegen. Er hatte maßgeblichen Anteil am sportlichen Aufschwung, der die Köpenicker bis in den Europacup führte. Er bestritt 78 von 86 möglichen Liga-Spielen im Abwehrzentrum.
„Ich habe mich von Beginn an bei Union sehr wohl gefühlt. Hier bin ich Stammspieler geworden und habe es zusammen mit dem gesamten Verein in die Bundesliga und nach Europa geschafft“, sagte Friedrich. „Die letzten Jahre waren unbeschreiblich und werden für immer unvergessen bleiben“, betonte der gebürtige Kasseler. Friedrichs Vertrag bei Union wäre in diesem Sommer ausgelaufen, durch den sofortigen Wechsel wird noch eine Ablösesumme in unbekannter Höhe fällig. Pikant: Am 22. Januar tritt Union bei der Borussia an.
 Der Vertrag  von Marvin Friedrich (r.) bei Union Berlin läuft im Sommer aus. Oder doch nicht?
Der Vertrag von Marvin Friedrich (r.) bei Union Berlin läuft im Sommer aus. Oder doch nicht?
© Foto: Julius Frick via www.imago-images.de

Union Berlin – der erste Neuzugang

Für einen Abgang von Martvin Friedrich noch im Winter spricht der erste Neuzugang für die Rückrunde. Innenverteidiger Dominique Heintz vom Liga-Rivalen SC Freiburg wurde unter Vertrag genommen. Der 28-Jährige hat in dreieinhalb Jahren 90 Bundesligaspiele für Freiburg absolviert. Zuvor gab der ehemalige U19-, U20- und U21-Nationalspieler 2012 sein Bundesligadebüt beim 1. FC Kaiserslautern, ehe er 2015 zum 1. FC Köln wechselte. In seinen bisherigen 181 Bundesligapartien erzielte Heintz vier Tore.
Dominique Heintz (r.) wechselt vom Liga-Konkurrenten SC Freiburg zu Union Berlin.
Dominique Heintz (r.) wechselt vom Liga-Konkurrenten SC Freiburg zu Union Berlin.
© Foto: Eibner-Pressefoto / Beaut.Sports / Hubbs

Union Berlin – die heißeste Personalie

Aktuell ist der Verkauf von Toptorschütze Taiwo Awoniyi (24) zwar kein Thema bei Union Berlin. Aber spätestens im Sommer könnte daraus eine ganz heiße Personalie werden, weil der Stürmer eine tolle Entwicklung genommen hat. In 27 Pflichtspielen erzielte er 14 Treffer für die Eisernen. Union zahlte 6,5 Millionen Euro an den FC Liverpool.
Inzwischen hat Awoniyi seinen Marktwert laut transfermarkt.de auf acht Millionen Euro erhöht. Im Sommer könnte der Nigerianer deshalb zum Rekord-Transfer für Union Berlin werden. Bisher hält Robert Andrich (6,5 Millionen Euro/Bayer Leverkusen) den Bestwert. Ab 9. Januar ist Awoniyi mit Nigeria beim Afrika-Cup im Einsatz. Allerdings gibt es große Sorgen wegen der Corona-Pandemie und der Situation vor Ort in Kamerun.
Wie lange ist Taiwo Awoniyi zu halten? Der Toptorjäger von Union Berlin könnte auch zum Toptransfer der Eisernen werden.
Wie lange ist Taiwo Awoniyi zu halten? Der Toptorjäger von Union Berlin könnte auch zum Toptransfer der Eisernen werden.
© Foto: Andreas Gora/dpa
 

Union Berlin – der (zu) große Kader

Zusammengestellt wurde der 31-Mann-Kader im Sommer für die Dreifachbelastung Bundesliga, DFB-Pokal und Conference League. Von der europäischen Bühne haben sich die Köpenicker inzwischen verabschiedet – mit Dominique Heintz kam aber jetzt sogar Spieler Nummer 32 hinzu. Zu viel für die restlichen 17 Bundesliga-Partien sowie maximal vier DFB-Pokal-Spiele? Manager Oliver Ruhnert betont: Wir spielen noch in zwei Wettbewerben. 27 Spieler wäre eine ideale Kadergrößer.“ Das bedeutet: Es dürfte im Januar einige Abgänge geben.
Oliver Ruhnert (r.) ist Manager bei Union Berlin und zuständig für die Kaderplanung.
Oliver Ruhnert (r.) ist Manager bei Union Berlin und zuständig für die Kaderplanung.
© Foto: Swen Pförtner/dpa

Union Berlin – die möglichen Abgänge

Innenverteidiger Rick van Drongelen (23) steht ganz oben auf der Liste der möglichen Abgänge. Er wollte nach seinen Verletzungssorgen beim Hamburger SV in dieser Saison in Berlin-Köpenick eigentlich zurück zu gewohnter Leistungsstärke finden. Doch die Bilanz des Neuzugangs ist enttäuschend: van Drongelen stand lediglich fünf Mal im 18er-Kader, zum Einsatz kam der Niederländer in der Bundesliga aber noch nicht. Zudem hat er mit Dominique Heintz vom SC Freiburg nun einen neuen Konkurrenten bekommen. Intern hat man sich darauf verständigt, dass van Drongelen in der Rückrunde ausgeliehen werden soll, um Wettkampfpraxis zu sammeln.
Rick van Drongelen kam bislang nicht über die Rolle des Ersatzmannes bei Union Berlin hinaus.
Rick van Drongelen kam bislang nicht über die Rolle des Ersatzmannes bei Union Berlin hinaus.
© Foto: Matthias Koch
In der Hinrunde ebenfalls kaum eine Rolle spielten Torhüter Jakob Busk (28) sowie Pawel Wszolek (29), Keita Endo (24), Suleiman Abdullahi (25) und Anthony Ujah (31). Nach Informationen des Portals „90min“ hat Werder Bremen sein Interesse an Ujah signalisiert. Der Stürmer spielte bereits von 2015 bis 2016 bei den Norddeutschen. Sein Vertrag beim 1. FC Union läuft im Sommer aus. Allerdings: Zumindest im Januar wird der Stürmer noch als Alternative für den beim Afrika-Cup weilenden Awoniyi gebraucht.

Union Berlin – der Blick auf den Sommer

In der Sommer-Transferperiode wird es vor allem mit Blick auf die Innenverteidigung spannend. Ob Marvin Friedrich bleibt, muss sich erst noch zeigen. Der Innenverteidiger hatte zuletzt keinen Hehl daraus gemacht, dass er sich durchaus eine Luftveränderung vorstellen kann. Der Vertrag von Robin Knoche (29) läuft in jedem Fall aus. Zudem endet die Leihe von Timo Baumgartl (25/PSV Eindhoven). Das Trio hatte zuletzt die gut funktionierende Dreierkette gebildet. Im Sommer enden die Verträge von weiteren Stammspielern: Andreas Luthe (34), Nico Gießelmann (30), Grischa Prömel (26) und Max Kruse (33).
Robin Knoche (l.) bildet derzeit gemeinsam mit Marvin Friedrich und Timo Baumgartl die Dreierkette in der Abwehr von Union Berlin.
Robin Knoche (l.) bildet derzeit gemeinsam mit Marvin Friedrich und Timo Baumgartl die Dreierkette in der Abwehr von Union Berlin.
© Foto: Arne Dedert/dpa

Union Berlin – jetzt steht im DFB-Pokal das Stadtderby an

Union Berlin ist pünktlich am Neujahrstag in die Vorbereitung auf die Rückrunde gestartet. Am 8. Januar ging es in der Fußball-Bundesliga weiter mit einem 2:2  bei Bayer Leverkusen. Gefühlter Höhepunkt für viele Fans dürfte im Jahr 2022 das Pokalderby bei Hertha BSC sein. Im Achtelfinale treffen die beiden Hauptstadt-Clubs am 19. Januar im Olympiastadion aufeinander.