Fußball
: Flick neuer Trainer des FC Barcelona - Ulmer Marcus Sorg soll Co-Trainer werden

Hansi Flick ist neuer Trainer des FC Barcelona. Den Katalanen ist vor allem seine glorreiche Zeit beim FC Bayern in Erinnerung geblieben. Zu seinem neuen Club nimmt er wohl zwei alte Bekannte mit.
Von
Leonie Maschke
Barcelona
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Deutschland — Kolumbien: ARCHIV - 20.06.2023, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen: Fußball: Länderspiele, Deutschland - Kolumbien, Veltins Arena. Bundestrainer Hansi Flick (r) und Assistenztrainer Marcus Sorg beim Singen der Hymne vor dem Spiel. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen.WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. (zu dpa: «Medien: Flick schon in Barcelona - Sorg und Tapalovic im Trainerteam») Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Hans Flick wird der neue Trainer des FC Barcelona. Der Ulmer Marcus Sorg (links) könnte einer seiner Co-Trainer werden, wie ein Zeitungsbericht vermeldet.

Federico Gambarini/dpa

Nach seinem missglückten Engagement als Bundestrainer will Hansi Flick beim ruhmreichen FC Barcelona an alte Erfolge anknüpfen. Nach einem beispiellosen Hin und Her um den ehemaligen Barça-Coach Xavi haben die Katalanen den 59-Jährigen als neuen Trainer verpflichtet. Flick erhält in Barcelona einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026, wie der Club am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte es monatelang immer wieder Spekulationen um Barcelona als Wunschziel Flicks gegeben.

Seine erste Botschaft richtete Flick in einem Video auf Katalanisch an die „Culers“ genannten Barça-Fans: „Culers, es ist unsere Zeit. Força Barça“, sagte Flick.

Den hochverschuldeten Club soll er nun zu neuem Ruhm führen. Sein gescheitertes Engagement als Bundestrainer mit dem Vorrunden-Aus bei der WM in Katar dürfte den Katalanen dabei jedoch kaum als Referenz gedient haben. In Erinnerung ist ihnen vielmehr Flicks erfolgreiche Zeit beim FC Bayern geblieben: in etwas mehr als eineinhalb Jahren als Chefcoach hatte Flick von Ende 2019 bis zum Sommer 2021 etliche Titel mit den Münchnern abgeräumt. Auf dem Weg zum Champions-League-Sieg 2020 gab es im Viertelfinale damals einen denkwürdigen 8:2-Erfolg gegen Barcelona.

Wird der Ulmer Marcus Sorg Co-Trainer?

Laut eines Zeitungsberichts soll Flick auch zwei alte Bekannte mit zum FC Barcelona bringen. Wie die „Mundo Deportivo“ schreibt, nimmt der ehemalige Bundestrainer Toni Tapalovic und Marcus Sorg für sein Trainerteam mit. Tapalovic arbeitete während Flicks erfolgreicher Ära beim FC Bayern als Torwarttrainer des Clubs. Der 1965 in Ulm geborene Sorg hatte dem 59–Jährigen während seiner Zeit beim Deutschen Fußball–Bund (DFB) assistiert.

Sorg hatte seine Fußball-Karriere beim TSG Söflingen begonnen und wechselte mit 12 Jahren zum SSV Ulm 1846 Fußball. Dort erlebte er 1984/1985 den Aufstieg des Vereins in die 2. Bundesliga als Spieler mit. Später wechselte er zu den Amateuren des VfB Stuttgarts sowie zum TSF Ditzingen und VfR Mannheim. Seine Trainer-Karriere begann er 1999 bei den Stuttgarter Kickers. Weitere Stationen waren der TSF Ditzingen, der Heidenheimer SB und der SSV Ulm 1846, bevor es zum SC Freiburg ging. Zur Saison 2012/13 übernahm Sorg die U17-Mannschaft des FC Bayern München, anschließend, von 2013 bis 2016, war er für die deutsche U19-Mannschaft zuständig. Bis 2023 war er Co-Trainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft.

Monatelanges Chaos vor Flicks Verpflichtung

Flicks Verpflichtung ging ein monatelanges Chaos voraus. Barcelonas Club-Legende Xavi hatte im Januar seinen Rücktritt nach dem Ende dieser Saison angekündigt. Bereits zu dieser Zeit wurde Flick als möglicher Nachfolger gehandelt. Im April folgte dann die erste Kehrtwende, als sich Xavi, Präsident Joan Laporta und Sportdirektor Deco auf eine weitere Zusammenarbeit bis mindestens 2025 verständigten. Dann wurde dem 44-Jährigen am vergangenen Freitag aber doch das Aus mitgeteilt, weil Xavis öffentliche Aussagen zu der Finanzsituation des Clubs und der fehlenden internationalen Konkurrenzfähigkeit seines Kaders die Barça-Führung massiv verärgert haben sollen.

Stattdessen übernimmt nun Flick. Dessen Berater Pini Zahavi pflegt einen guten Draht zu Präsident Laporta, auch deshalb waren schon zuvor immer mal wieder Spekulationen um ein Engagement aufgetaucht.

Mit Material von dpa.