FIFA-Präsident in der Kritik
: Auch Österreich entzieht Infantino die Unterstützung

Der ÖFB stellt sich gegen eine weitere Amtszeit von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Damit wächst der Widerstand in Europa gegen den Schweizer.
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red/sid
Köln
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FILES-SPORT-FBL-FIFA-INFANTINO-ELECTION: (FILES) FIFA President Gianni Infantino makes a speech during the 74th FIFA Congress in Bangkok on May 17, 2024. Gianni Infantino will stand in next the March 2027 FIFA presidential election, despite the backlash over his now-abandoned plan to bring private investment into the World Cup, football's global governing body announced September 6, 2026. (Photo by Manan VATSYAYANA / AFP)

Der ÖFB verweigert FIFA-Präsident Gianni Infantino die Unterstützung für eine weitere Amtszeit (Archivfoto).

MANAN VATSYAYANA/afp
  • ÖFB entzieht Gianni Infantino die Unterstützung für eine weitere Amtszeit.
  • Begründung: Entwicklungen der letzten Wochen und Monate und veränderte Rahmenbedingungen.
  • Österreich schließt sich Frankreich, Italien und England an – der Widerstand in Europa wächst.
  • UEFA bereitete Strafanzeige gegen den Schweizer wegen krimineller Misswirtschaft vor.
  • Wahl ist im kommenden März – bei Kandidatur soll ein Gegenkandidat ins Rennen gehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auch der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat sich gegen eine Wiederwahl von FIFA-Präsident Gianni Infantino ausgesprochen. Grundlage für diese Entscheidung seien „die Entwicklungen der letzten Wochen und Monate und die damit deutlich veränderten Rahmenbedingungen“, teilte der Aufsichtsrat des ÖFB nach einer Sitzung am Freitag mit. Damit schließt sich Österreich einer Reihe anderer europäischer Länder an, unter anderem Frankreich, Italien oder England hatten Infantino öffentlich die Unterstützung entzogen.

Infantino strebt ungeachtet des Scheiterns des WM-Investorendeals und der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt eine weitere Amtszeit an, gewählt wird im kommenden März. Die UEFA hatte zuletzt eine Strafanzeige gegen den Schweizer „wegen krimineller Misswirtschaft“ vorbereitet. „Die Vorwürfe wurden bislang weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet“, heißt es in der ÖFB-Mitteilung weiter.

Sollte Infantino wie angekündigt kandidieren, wird die UEFA mit großer Sicherheit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll machte noch einmal deutlich, dass der ÖFB „felsenfest“ hinter der gemeinsamen Linie der UEFA stehe. „Ein geschlossenes Vorgehen der europäischen Verbände sendet ein starkes Signal der Verantwortung für den Sport und des Zusammenhalts“, so der ÖFB.