Gegner des VfB Stuttgart: Darum steht die TSG Hoffenheim im Landesduell unter Druck

Christian Ilzer winkt ins Publikum: Der Trainer der TSG Hoffenheim will gegen den VfB die ersten Punkte der Saison holen.
THOMAS KIENZLE/afp- TSG Hoffenheim startet mit zwei 2:3-Niederlagen gegen Köln und Dortmund.
- Wiederkehrende Muster: Führung verspielt, Chancen liegen gelassen, hinten anfällig.
- Im Mai gegen den VfB trotz 3:1 und Überzahl nur 3:3 – verpasste Königsklasse.
- Nächstes Spiel gegen den VfB am Samstag um 15.30 Uhr in Sinsheim.
- Tim Lemperle: „Entweder 3:0 machen oder sauberer verteidigen“ – Potenzial sei vorhanden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ergebnis und Erlebnis wiederholen sich bei der TSG Hoffenheim. 2:3 am ersten Spieltag beim 1. FC Köln verloren, 2:3 am zweiten gegen Borussia Dortmund, das ist die Auftaktbilanz der Kraichgauer in diese Bundesliga-Saison. Es läuft also noch nicht für das Team von Trainer Christian Ilzer, der die TSG in der vergangenen Saison mit erfrischendem, kühnem Fußball ja fast in die Champions League geführt hat. Und genau hier lässt sich nun vor dem dritten Spieltag der neuen Runde elegant der Bogen spannen zur entscheidenden Phase der alten Saison.
Denn die TSG empfängt an diesem Samstag den VfB Stuttgart zum Landesduell (15.30 Uhr). Kenner wissen: Hoffenheim verspielte in der Vorsaison gegen diesen Gegner in einem flirrenden Fußballspiel in der Sinsheimer Arena an der A 6 den Einzug in die Königsklasse – und das genau mit jenen fatalen Verhaltensmustern, die nun zum Saisonauftakt wieder zu beobachten waren im Hoffenheimer Spiel.
Hoffenheim-Spektakel im Mai gegen den VfB
Anfang Mai dieses Jahres, am drittletzten Spieltag, war die TSG dem in diesem Spiel taumelnden VfB turmhoch überlegen. Das Ilzer-Team führte mit 3:1, machte aber trotz einer Vielzahl an Topchancen den berühmten Deckel nicht drauf. Am Ende hieß es 3:3, und das auch noch in Überzahl nach Rot gegen VfB-Kapitän Atakan Karazor Mitte der zweiten Hälfte. Der VfB jubelte am Ende, die TSG-Profis konnten es nicht fassen und standen im Kreis, als Ilzer die obligatorische Ansprache noch auf dem Platz hielt.
Auch dieses Muster behält Ilzer mit seiner Mannschaft in der neuen Runde bei. Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt hat er nun womöglich ähnliche Worte an sein Team gerichtet (oder richten müssen). Denn die Bilder glichen sich: Wie im Mai gegen den VfB dominierte die TSG jetzt auch ein paar Monate später in Köln und gegen den BVB das Geschehen klar. Beide Male führten die Kraichgauer wieder. Der vermaledeite Deckel in diesen Spielen schien abermals nur darauf zu warten, bis ihn ein Hoffenheimer Profi endlich draufmachte.
Allein: es passierte nicht. Alles blieb offen. Der Deckel flog davon, zum Gegner, der ihn am Ende wieder draufmachte. Und so scheppert es nun auch übergeordnet schon ein bisschen bei der TSG, nach den beiden bitteren Auftaktniederlagen. Denn das Problem ist ja nicht nur der Chancenwucher vorne, sondern auch die Gegentorflut hinten. Ja, genau: wie damals im Mai, beim 3:3 gegen den VfB.
Drei Gegentore pro Spiel sind zu viel, klar. Weshalb Offensivmann Tim Lemperle nach dem 2:3 gegen den BVB auch verbal im Angriffsmodus war. „Entweder müssen wir das 3:0 machen oder sauberer verteidigen, es ist wahrscheinlich eine Mischung aus beidem“, sagte er. Und weiter: „An der grundsätzlichen Qualität mangelt es nicht – ich glaube, wir haben mega Potenzial in der Mannschaft. Aber Fußball ist ein Ergebnissport, von Potenzial können wir uns nichts kaufen.“
Gegen den VfB soll nun der Befreiungsschlag her. Lemperle sagt: „Man hat gesehen, dass wir gut Fußball spielen können. Wenn wir da dranbleiben, werden wir Erfolge holen.“


