Union Berlin Transfer: Abschied von Sheraldo Becker – Ruhnert buhlt um Torjäger aus der Schweiz

Beim 1. FC Union Berlin steht offenbar er Abschied von Angreifer Sheraldo Becker bevor. Sportchef Oliver Ruhnert ist auf der Suche nach Verstärkungen für die Offensive der Eisernen. Dafür gibt es verschiedene Kandidaten.
Matthias Koch/Soeren Stache/dpaBeim 1. FC Union Berlin steht der Abgang von Sheraldo Becker bevor – die Eisernen müssen für den Abstiegskampf in der Bundesliga die Offensive verstärken. Nachdem zuletzt schon die Leihe von David Fofana beendet worden war, sind zwei Stellen in vorderster Front vakant. Nun hat der 1. FC Union offenbar einen konkreten Angreifer im Visier.
Union-Präsident Dirk Zingler hatte zum Jahreswechsel betont: „Wir werden Veränderungen im Kader erleben. Wir werden uns neu aufstellen müssen, wir werden neu starten müssen.“
Für Unions Sportchef Oliver Ruhnert bedeutet das in die diesen Tagen also reichlich Arbeit. Nachdem mit dem Transfer von Kevin Vogt die Defensive schon im Spiel beim SC Freiburg erfolgreich stabilisiert wurde, benötigen die Unioner nun noch mehr Torgefahr.
Die wird allem Anschein nach im Stadion an der Alten Försterei wohl nicht mehr von Sheraldo Becker ausgehen. Der Stürmer steht spanischen Medienberichten zufolge kurz vor einem Wechsel zum spanischen Erstligisten Real Sociedad. Der Club aus San Sebastián im Baskenland sei sich mit den Eisernen und dem Star aus Surinam schon so gut wie einig, berichteten die Sportzeitung „AS“, „Marca“ und „Mundo Deportivo“.
Fünf Millionen Euro Ablöse im Gespräch
Die Basken wollten demnach fünf Millionen Euro für den Transfer zahlen. Villareal, der andere spanische Club mit Interesse an Becker, sei aus dem Rennen, weil er den 28-Jährigen erst zum Sommer und dann ablösefrei habe verpflichten wollen, schrieb „Mundo Deportivo“ am Dienstag. Eine offizielle Bestätigung durch den spanischen Club gab es für die Berichte zunächst nicht.
Becker wurde schon im Sommer mit einem Wechsel in Verbindung gebracht, blieb dann aber in Köpenick. In der vergangenen Saison war der 28-Jährige Unions bester Torschütze auf dem Weg zur Champions-League-Qualifikation. In dieser Spielzeit tat sich Becker wie der Rest seiner Mannschaft schwer und erzielte bislang erst drei Pflichtspieltore.
Mögliche Kandidaten für die Becker-Nachfolge bei Union Berlin
Bei den Spekulationen um mögliche Nachfolger für Becker wird immer wieder der Belgier Yorbe Vertessen (23/PSV Einhoven) genannt. Aber auch Angreifer Toni Martinez (26/FC Porto) oder Enis Bardhi (28/Trabzonspor) werden gehandelt.
Zudem wird eine mögliche Rückholaktion von Petar Musa diskutiert. Der Kroate würde in Berlin mit Trainer Nenad Bjelica und Verteidiger Josip Vuranovic auf zwei Landsleute treffen. Von Februar 2021 bis Juni 2021 hatte der Mittelstürmer bereits 14 Pflichtspiele für die Eisernen bestritten. Er war damals auf Leihbasis von Slavia Prag gekommen.
Die Transferperiode läuft noch bis zum 1. Februar. Der 1. FC Union gerät dabei aber etwas unter Zeitdruck. Bereits am Freitag steht das Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 an. Und am kommenden Mittwoch müssen die Berliner zum Nachholspiel beim FC Bayern München antreten. Auch das Heimspiel gegen den SV Darmstadt am 28. Januar findet noch vor Ende der Transferphase statt.
Als heißester Kandidat gilt inzwischen allerdings Chris Bedia vom FC Servette in der Schweiz. Dort führt der Ivorer die Torschützenliste der 1. Liga mit zehn Treffern an. Transferexperte Fabrizio Romano vermeldete, dass die Berliner ein Angebot für den Transfer des 27-Jährigen abgegeben haben. Nun könnte es ganz schnell gehen.(mit dpa)

