Vergleich mit Israel
: Özil will Aufhebung von Fußball-Sanktionen gegen Russland

Ein Veteranenspiel zwischen Başakşehir FK aus Istanbul und Zenit St. Petersburg. Auftritt Mesut Özil. Der Weltmeister von 2014 sorgt mit Aussagen für Aufsehen.
Von
red/dpa
Istanbul
Jetzt in der App anhören
Mesut Özil: Fußball, UEFA Euro 2024, EM, Niederlande - Türkei, Finalrunde, Viertelfinale, Olympiastadion Berlin, Mesut Özil (hinten M), ehemaliger deutscher Nationalspieler, steht auf der Tribüne hinter Recep Tayyip Erdogan (vorne 2.v.r), Präsident der Türkei, und dessen Frau Emine Erdogan (vorne 2.v.l). (zu dpa: «Özil will Aufhebung von Fußball-Sanktionen gegen Russland»)

Mesut Özil (hinten Mitte) ist ehemaliger deutscher Nationalspieler.

Marcus Brandt/dpa
  • Mesut Özil fordert die Aufhebung der Fußball-Sanktionen gegen Russland.
  • Anlass war ein Veteranenspiel Başakşehir FK gegen Zenit St. Petersburg, Endstand 3:2.
  • Er kritisiert die FIFA: gegen israelische Teams gebe es keine Sanktionen, gegen russische schon.
  • Özil berief sich auf Fußball als verbindende Kraft und appellierte an Gleichbehandlung.
  • Hintergrund aus dem Artikel: FIFA und UEFA schlossen russische Teams nach dem Ukraine-Angriff aus.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat sich für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Der 38-Jährige äußerte sich bereits am Mittwoch am Rande eines Veteranenspiels zwischen Başakşehir FK aus Istanbul und Zenit St. Petersburg (3:2) und formulierte im Zusammenhang mit Israel einen politischen Appell.

„Ich möchte Folgendes sagen: Fußball hat immer schon Frieden gebracht. Solange wir dort nicht auf Rasse oder Religion achten, hat die Sportwelt die Menschen stets zusammengehalten. Wie bekannt ist und wie ihr wisst, hat die FIFA keine Sanktionen gegen israelische Mannschaften verhängt, aber gegen russische Mannschaften schon“, sagte Özil, Weltmeister von 2014, der zum Ende seiner Karriere für Başakşehir FK auflief.

Özils Solidarität mit Palästina

„Hier möchte ich an, ja wie sagt man, die FIFA appellieren. Hoffentlich hören sie auf, mit zweierlei Maß zu messen und behandeln alle gleich. Deshalb danke ich euch allen für diese Organisation“, sagte der frühere Profi von Schalke 04, Werder Bremen, Real Madrid und des FC Arsenal weiter.

Özil hatte in der Vergangenheit mehrfach mit politischen Statements für Aufsehen gesorgt. Vor zwei Jahren zum Beispiel postete er auf Instagram eine Karte von Israel, auf der der Name des Landes durchgestrichen war. Stattdessen stand darunter das Wort „Palestine“, also Palästina.

Ausschluss russischer Teams

Infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine im März 2022 hatten der Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA entschieden, sämtliche russischen Mannschaften von internationalen Wettbewerben auszuschließen.

Am 7. Oktober 2023 hatte die Hamas Israel angegriffen und damit den Gaza-Krieg ausgelöst. Israel reagierte darauf mit einer massiven Militäroperation, die ebenfalls Kritik ausgelöst hat.