„Tatort“-Vorschau
: Wie wird der neue Köln-Krimi?

Am Sonntag, 20. September 2026, läuft der „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“ im Ersten. Hier erfahrt ihr schon jetzt, ob sich das Einschalten lohnt.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
Köln
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Am 20. September 2026 ermitteln die Kölner Kommissare im „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“.

Am 20. September 2026 ermitteln die Kölner Kommissare im „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“.

WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Am 20. September 2026 steht mit dem „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“ wieder ein neuer Fall im ARD-Programm. Der Sonntagskrimi im Ersten führt das Kölner Ermittlerduo Ballauf und Schenk auf die Spur eines Überlebenstrainers – allerdings wegen der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zehn Minuten später als gewohnt.

Hier erfahrt ihr, ob sich das Einschalten am Sonntagabend lohnt, worum es genau geht und wer mitspielt.

Darum geht es im „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“

Bombenalarm in Köln: Der Fund eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg versetzt die Domstadt an einem Wochenende in helle Aufregung. Die wird in diesem „Tatort“ zwar mehr behauptet als gezeigt, doch das ist kein Problem – das eigentliche Drama spielt sich in diesem Sonntagskrimi ohnehin unter der Erde ab.

Dort hat der Survival-Spezialist Moritz Zechmann in einem im Kalten Krieg gebauten Atomschutzbunker ein paar Leute um sich versammelt, die gegen eine Gebühr von satten 2.000 Euro von ihm lernen wollen, wie das mit dem Überleben nach einem Atomschlag so funktioniert. Unter ihnen auch Elara Schmidtke, die auf der Suche nach ihrem Bruder ist. Was sie nicht weiß: Mats ist ermordet worden, seine Leiche wurde am Morgen mit durchgeschnittener Kehle in einem Park gefunden.

Während die Kommissare Freddy Schenk und Max Ballauf versuchen, ihren 96. Fall zu klären, kommt es in der klaustrophobischen Enge des Bunkers zwischen reichlich albernen Überlebensspielchen und etwas langatmigen Gesprächen zu sozialen Spannungen, und die Situation unter den freiwillig Eingeschlossenen droht zu eskalieren.

Wie ist die Kritik zum „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“?

Leider tritt die Handlung, die sich die Drehbuchautoren Eva und Volker Zahn ausgedacht haben, gerade in den unterirdischen Szenen im Halbdunkel öfter mal auf der Stelle, was den Sonntagskrimi „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“ zu einer etwas zähen Angelegenheit macht.

Spannender sind da schon die Ermittlungen über der Erde, die Ballauf und Schenk auf die Spur von Elara Schmidtkes Cousine Birgit Heitkamp und Moritz Zechmanns Frau Nina führen und ein düsteres Geheimnis offenlegen.

Das bringt dem „Tatort“ insgesamt zwei von vier Pistolen ein: Eher was für echte Fans.

„Tatort“-Dreh im Zivilschutzbunker

Gedreht wurde der von Regisseur Marcus Weiler inszenierte „Tatort“ unter anderem im ehemaligen Zivilschutzbunker Köln-Kalk, der 1979 gebaut wurde und in dem im Falle eines Atomkrieges fast 2.500 Menschen Schutz und Vorräte für 14 Tage finden sollten.

„Es war sehr beklemmend, sehr kalt und dunkel“, erinnert sich Klaus J. Behrendt an die Dreharbeiten. Dietmar Bär zweifelt den Sinn derartiger Anlagen an: „Sehr reiche Menschen können sich Schutzbunker bauen, in denen man lange überleben kann. Wenn dann die letzte Büchse geöffnet und die letzte Flasche Wasser geleert ist, müssen auch diese Menschen aus ihrem Schutzbunker herauskommen und die Luke öffnen. Und verglühen dann erst. Ich glaube, diese Zeit kann man sich sparen.“

Das ist die Besetzung im „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“

Neben den bekannten Hauptdarstellern sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Klaus J. Behrendt als Max Ballauf
  • Dietmar Bär als Freddy Schenk
  • Joe Bausch als Dr. Roth
  • Roland Riebeling als Norbert Jütte
  • Tinka Fürst als Natalie Förster
  • Katrin Wichmann als Nina Zechmann
  • Ann-Kathrin Kramer als Birgit Heitkamp
  • Paul Ahrens als Mats Zechmann
  • Dominik Flade als Julian Verhage
  • Denis Marshall Ölmez als Marco Ritter
  • Bastian von Bömches als Linus Makris

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Sonntag, 20. September 2026, um 20:25 Uhr
  • Montag, 21. September 2026, um 23:45 Uhr

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Seit dieser Saison stehen die neuen Sonntagskrimis sogar immer schon ab freitags online zur Verfügung. Dort könnt ihr sie in der Regel bis zu sechs Monate kostenlos streamen.