Wer wird Millionär?: „Das ist jetzt peinlich, oder?“ - Wissenslücke bei Jauch

Quiz-Moderator Günther Jauch (Archivbild)
Foto: RTL / Stefan Gregorowius/Wer wird Millionär ?Eigentlich ging es bei „Wer wird Millionär?“ gerade um eine 8.000-Euro-Frage. Doch plötzlich wurde eine Menstruationstasse zum eigentlichen Gesprächsthema im Studio. Moderator Günther Jauch musste dabei eine überraschende Wissenslücke eingestehen – und bekam prompt einen frechen Hinweis aus der eigenen Redaktion.
In der „Wer wird Millionär?“-Ausgabe vom 7. September 2026 nimmt Carsten Floß aus Betzdorf gegenüber von Günther Jauch Platz. Der Friseur kämpft sich im Quiz bis zur 8.000-Euro-Frage vor – und steht dort zunächst vor einem Problem.
Die Frage lautet: Lise Meitner wurde vor 100 Jahren Deutschlands erste Professorin für …?
A) Physik
B) Architektur
C) Wirtschaft
D) Psychologie
Floß ist sich nicht sicher und greift zum Telefonjoker. Er ruft seinen Bekannten Enno Horstmann an, der selbst bereits Erfahrung mit Quizshows gesammelt hat.
Horstmann braucht nicht lange: Die richtige Antwort ist A) Physik.
Doch wenige Sekunden später interessiert sich im Studio kaum noch jemand für Lise Meitner.
„Jetzt weißt du ja auch meinen Namen“
Beim Abschied von seinem Telefonjoker lässt Floß nämlich einen Satz fallen, der Günther Jauch sofort hellhörig macht.
„Jetzt weißt du ja auch meinen Namen und ich bin nicht mehr die Tasse“, sagt der Kandidat zu seinem Bekannten.
Jauch schaut irritiert. Was bitte soll das bedeuten?
Floß liefert die Erklärung: Er habe gemeinsam mit Horstmann schon einmal an einem Quiz teilgenommen. Dort mussten die Kandidaten unter anderem Drogerieprodukte erkennen. Floß identifizierte damals korrekt eine Menstruationstasse.
Für seinen Bekannten war damit offenbar ein neuer Spitzname geboren. Seitdem habe Horstmann ihn schlicht „die Menstruationstasse“ genannt.
Doch während das Publikum längst verstanden hat, worum es geht, bleibt bei Günther Jauch noch eine entscheidende Frage offen.
Jauch fragt: „Was ist eine Menstruationstasse?“
Der Moderator gibt offen zu, mit dem Begriff nichts anfangen zu können.
„Was ist eine Menstruationstasse?“, fragt Jauch.
Floß hat sofort einen Vorschlag: „Wollen Sie das Publikum mal fragen? Vielleicht hat jemand sogar eine mit.“
Das Studio lacht.
Nun wird es Jauch selbst etwas unangenehm. „Das ist jetzt peinlich, oder? Dass ich das nicht weiß?“, fragt er.
Der Moderator beginnt daraufhin, einzelne Zuschauer anzusprechen. Doch auch im Publikum scheint das Wissen über das Produkt keineswegs überall vorhanden zu sein.
Schließlich wendet sich Jauch an seine Redaktion. „Jetzt ihr hier im Kölner Keller, zeigt mal, was ihr könnt“, fordert er die Kollegen hinter den Kulissen auf und deutet auf seinen Bildschirm. Dort erwartet er offenbar eine schnelle Erklärung.
„Ich entschuldige mich für diese Bildungslücke“, schiebt Jauch noch hinterher.
Redaktion schickt Jauch einen frechen Hinweis
Während Carsten Floß seine Antwort auf die eigentliche Quizfrage einloggt – selbstverständlich korrekt –, erscheint schließlich eine Nachricht auf Jauchs Bildschirm.
Der Moderator liest sie und schüttelt den Kopf. „Das sind solche Kollegenschweine. Wissen Sie, was da jetzt steht?“
Dann wird eingeblendet, was ihm die Redaktion empfohlen hat: „Suchen Sie sich Fachpersonal im Publikum, am besten eine Frau.“
Jauch will darauf allerdings nicht eingehen.
„Das frage ich jetzt mal nicht“, entscheidet er. Stattdessen wolle er versuchen, sich die Funktionsweise vielleicht selbst zu erschließen.
Damit ist die Menstruationstasse vorerst vom Tisch.
Am Ende bekommt Jauch doch noch seine Erklärung
Für Carsten Floß nimmt der Abend unterdessen eine weniger erfreuliche Wendung. Nachdem er bei der 16.000-Euro-Frage zu viel riskiert, fällt er zurück und verlässt „Wer wird Millionär?“ schließlich mit 500 Euro.
Danach nimmt Viviane Clarin auf dem Ratestuhl Platz.
Und die sorgt dafür, dass zumindest eine Frage des Abends nicht unbeantwortet bleibt: Sie erklärt Günther Jauch schließlich, was eine Menstruationstasse ist: ein kleiner, meist aus medizinischem Silikon gefertigter Becher, der während der Periode in die Vagina eingesetzt wird und dort das Menstruationsblut auffängt. Anders als Tampons oder Binden wird die Tasse nach dem Entleeren gereinigt und kann wiederverwendet werden.
So wurde aus einer Frage über die Physikerin Lise Meitner unerwartet eine kleine Nachhilfestunde für Deutschlands bekanntesten Quizmoderator.
