Berlin
: Stiftung Warentest: Mehr als 60 Euro pro Jahr für das Girokonto sind zu viel

Stiftung Warentest setzt nach einem Girokonto-Test die Kostengrenze für günstige Konten bei 60 Euro im Jahr. Wer mehr zahlt, sollte einen Wechsel prüfen.
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red/afp
Berlin
ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Bankkunde hebt am 08.11.2011 in Hamburg mit seiner Girokarte Bargeld von einem Geldautomaten ab. Foto: Angelika Warmuth dpa (zu dpa "Das Girokonto für alle kommt: Hilfe für Obdachlose und Asylbewerber" vom 15.08.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Stiftung Warentest zieht die Kostengrenze für ein günstiges Girokonto nach einem Test hunderter Angebote bei 60 Euro (Symbolfoto).

dpa
  • Stiftung Warentest setzt die Grenze für günstige Girokonten bei 60 Euro pro Jahr.
  • Wer darüber liegt, soll laut Heike Nicodemus einen Konto- oder Bankwechsel prüfen.
  • Grundlage ist ein Test von Preisen und Bedingungen bei mehr als 750 Angeboten.
  • Annahme: durchschnittliche Nutzung mit Online-Banking und zwei Bargeldabhebungen im Monat.
  • Analoges Banking bleibt möglich – verursacht aber Zusatzkosten wie Schalterüberweisungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Stiftung Warentest zieht die Kostengrenze für ein günstiges Girokonto nach einem Test hunderter Angebote bei 60 Euro. „Generell sollte niemand mehr als 60 Euro im Jahr für sein Girokonto zahlen“, erklärte Heike Nicodemus, Finanzexpertin der Stiftung, am Montag. „Wer mit allen Kosten, die für die Kontonutzung jährlich anfallen, über diese Grenze kommt, sollte über einen Konto- oder Bankwechsel nachdenken.“

Die Warentester analysierten nach eigenen Angaben die Preise und Bedingungen von mehr als 750 Angeboten. Als Maßstab wurde eine durchschnittliche Kontonutzung angenommen: ein Kunde, der Online-Banking nutzt und zwei Mal im Monat Bargeld abhebt.

Zusätzliche Kosten durch analoges Banking

Jede vierte Bank bietet demnach mindestens ein Konto an, bei dem durch diese Nutzung Kosten von weniger als 60 Euro im Jahr anfallen. Bei ausschließlicher Online-Kontoführung gibt es auch zwölf gänzlich kostenlose Angebote. Bei 20 weiteren Konten lassen sich Gebühren vermeiden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden, etwa wenn monatlich ein Mindestbetrag auf das Konto eingezahlt wird.

Analoges Banking ohne Computer oder Smartphone ist den Testern zufolge bei den meisten Banken weiterhin möglich. Allerdings entstehen dann zusätzliche Kosten, etwa für Überweisungen am Schalter und Papierkontoauszüge. Wer auf Online-Banking verzichtet, sollte daher die Preise gründlicher vergleichen.