Gernot Döllner bei Trump
: „Guter Stil sieht anders aus“ – Özdemir kritisiert Audi-Chef

Gernot Döllner verkündet bei einer Wahlkampfveranstaltung von Trump den Bau eines Audi-Werks in den USA. Ministerpräsident Özdemir kritisiert dies deutlich – und fordert Antworten für Neckarsulm.
Von
dpa
Stuttgart
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Bundesrat: Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht in einer Sitzung vom Bundesrat. (zu dpa: «Özdemir in «permanenten Gesprächen» zu AfD-Verbotsverfahren»)

Cem Özdemir fordert Antworten für Neckarsulm (Archivbild).

Christophe Gateau/dpa
  • Audi-Chef Döllner kündigte bei Trumps Wahlkampf ein neues Werk in Georgia an.
  • Özdemir kritisierte den Auftritt und sprach von „erheblichem Störgefühl“.
  • Er forderte Perspektiven für Neckarsulm mit über 15.000 Beschäftigten.
  • Das Werk in Georgia soll rund 4.500 Arbeitsplätze bringen – Trump wurde gedankt.
  • Özdemir warnte vor Trumps Zollpolitik und warb für bessere Investitionsbedingungen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hat den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump mitten im US-Wahlkampf scharf kritisiert. Der Auftritt hinterlasse nicht nur bei ihm „ein erhebliches Störgefühl“, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Guter Stil sieht anders aus.“

Zugleich mahnte Özdemir, die Bedingungen für Investitionen hierzulande zu verbessern: „Gleichzeitig müssen wir uns in Deutschland fragen, warum Milliardeninvestitionen in den USA attraktiver sind als bei uns.“ Der Regierungschef forderte Perspektiven für den Audi-Standort Neckarsulm. „Wer viel Geld in Georgia investiert, muss auch sagen, wie es in Neckarsulm weitergehen kann“, so Özdemir.

Milliarden für ein neues US-Werk

Hintergrund ist der geplante Bau eines neuen Audi-Werks im US-Bundesstaat Georgia mit rund 4.500 Arbeitsplätzen. Döllner hatte das milliardenschwere Vorhaben bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump angekündigt und Trump für dessen Unterstützung gedankt. 

Das Audi-Werk in Neckarsulm mit über 15.000 Beschäftigten steht indes wegen der VW-Krise und Sparplänen auf der Kippe. Bis Ende Juni 2027 soll der Standort ein neues Konzept vorlegen. 

Özdemir warf Trump vor, mit seiner Handelspolitik gezielt die europäische Wirtschaft zu schwächen. „Mit seiner übergriffigen Zollpolitik will Trump Arbeitsplätze und Investitionen aus Europa in die USA ziehen“, betonte er. „Dagegen hilft nur eins: Europa, Deutschland und Baden-Württemberg wieder so stark zu machen, dass Unternehmen hier gerne investieren wollen!“