Prozess um Social-Media-Sucht
: Meta stimmt milliardenschwerem Vergleich mit US-Bundesstaaten zu

Mehrere US-Bundesstaaten werfen dem Meta-Konzern vor, Kinder absichtlich an Facebook und Instagram gebunden zu haben. Meta weist das zurück. Kurz nach Prozessbeginn kommt es zu einem Vergleich.
Von
dpa
USA
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FILES-US-TECHNOLOGY-POLITICS-AI: (FILES) Mark Zuckerberg, CEO of Meta, looks on during the US Senate Judiciary Committee hearing "Big Tech and the Online Child Sexual Exploitation Crisis" in Washington, DC, on January 31, 2024. Meta chief executive Mark Zuckerberg on August 10, 2026, called for lower barriers for open source AI, as his company introduced a new model that can run on a personal computer. The launch comes amid debate in the United States on whether access to the technology should be more restricted, and on local pushback against the buildout of data centers that power it. (Photo by Brendan SMIALOWSKI / AFP)

Schlechte Nachrichten für Marc Zuckerberg, den Gründer von Meta (Archivbild).

BRENDAN SMIALOWSKI/afp
  • Meta zahlt knapp 16,7 Milliarden US-Dollar im Streit um Social-Media-Sucht bei Kindern.
  • Der Facebook-Mutterkonzern einigte sich mit klagenden US-Bundesstaaten – es gibt ein Gerichtsdokument.
  • Die Summe und die Einigung gehen aus dem Dokument hervor.
  • Schlechte Nachrichten für Marc Zuckerberg laut Bericht, Archivbild wird erwähnt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In einem Prozess um Social-Media-Sucht von Kindern hat der Facebook-Mutterkonzern Meta einer Zahlung von insgesamt knapp 16,7 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Darauf einigte er sich mit den klagenden US-Bundesstaaten, wie aus einem entsprechenden Gerichtsdokument hervorgeht. Die Summe teilt sich auf die überwiegende Mehrheit der US-Bundesstaaten, mehrere US-Territorien und den Hauptstadtbezirk District of Columbia auf. Durch die Einigung hätten die Parteien vereinbart, die Klage ohne weitere gerichtliche Auseinandersetzung beizulegen.

Mehrere US-Bundesstaaten hatten dem Unternehmen vorgeworfen, Kinder bewusst zu einer ausufernden Nutzung von Facebook und Instagram verleitet zu haben. Zugleich habe Meta Risiken vor Eltern und der Öffentlichkeit verborgen. Der Konzern wies damals wie auch jetzt bei der Einigung die Vorwürfe zurück.

Der Prozess vor Geschworenen im kalifornischen Oakland begann vergangene Woche Dienstag mit den Eröffnungsplädoyers. Die von Kalifornien angeführten Bundesstaaten strebten Geldstrafen sowie Auflagen zur Änderung des Geschäftsmodells an.

Meta gab vor einigen Monaten in einem Gerichtsdokument an, die von den Bundesstaaten geforderten Strafen könnten sich auf 1,4 Billionen Dollar (aktuell 1,2 Billionen Euro) belaufen und damit die Existenz des Unternehmens bedrohen. Anwälten der Klägerseite zufolge könnte es eher um einen Betrag von etwa 200 Milliarden Dollar gehen. Meta nannte die Vorwürfe unbegründet und die finanziellen Forderungen unangemessen.

Serie von Rückschlägen für Meta

Meta hatte zuletzt mehrere empfindliche Niederlagen vor US-Gerichten einstecken müssen. So soll der Konzern nach einer Gerichtsentscheidung im Bundesstaat New Mexico mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Hilfen an Kinder zahlen, die durch Nutzung sozialer Medien Schaden genommen haben.

Zudem müssen in dem Bundesstaat zusätzliche Einschränkungen für Nutzer im Alter unter 18 Jahren eingeführt werden: Unter anderem sollen sie bei Facebook und Instagram maximal 90 Stunden pro Monat verbringen können. Meta will in Berufung gehen.

Im März verloren Meta und die Google-Videoplattform YouTube einen potenziell wegweisenden Prozess um das Suchtpotenzial von Online-Diensten. Geschworene in Los Angeles kamen zu dem Schluss, dass die Plattformen fahrlässig handelten und Nutzer ungenügend über Risiken informierten. Auch dieses Urteil wollen die Unternehmen kippen.