Gastronomie: Sushi und Mochi-Eis in Müllrose

Freut sich auf ihre Gäste: Phuong Anh Nguyen ist Inhaberin des neues Restaurants „Kaizumi“ in Müllrose. Die Gaststätte wurde mit viel Aufwand gestaltet.
Frank GronebergVietnamesische und japanische Speisen, Tigerrollen und Mochi-Eis, Nudelsuppen und frisches Sushi in vielen Variationen – das neue Restaurant mitten in Müllrose erweitert die Vielfalt der gastronomischen Angebote im Erholungsort. Neben deutscher, europäischer und mexikanischer Küche hält nun auch die asiatische Küche Einzug.
Am Freitag, 12. Juni, werden die ersten Gäste im neuen Restaurant „Kaizumi“ direkt am Markt erwartet. Dort, wo im Frühjahr die Trattoria „Da Gino“ über Nacht geschlossen worden war, freut sich jetzt Phuong Anh Nguyen auf die Müllroser Bürger und Besucher der Stadt.
Die Vietnamesin, die seit 18 Jahren in der Gastronomie tätig ist, hatte erst Mitte Mai ein asiatisches Restaurant in Eberswalde eröffnet. Kurz zuvor war sie mit ihrem Mann und den Kindern von Berlin, wo sie mehrere Jahre lang eine Gaststätte geführt hatte, nach Eberswalde umgezogen. Inhaber des Berliner Restaurants sind nun ihre Eltern.
Räume haben sofort gefallen
Warum Müllrose? Über Immobilienanzeigen war Phuong Anh Nguyen auf das leer stehende Restaurant am Markt, das vielen Menschen noch unter dem Namen „Zur Linde“ bekannt ist, gestoßen. „Müllrose ist sehr schön, die Stadt gefällt mir, vor allem der See“, sagt sie. „Im Sommer kommen sicher viele Menschen hierher.“ Sie hätte zwar auch nach Frankfurt gehen können, aber: „Dort gibt es schon mehrere asiatische Restaurants.“
Die Räume in der Gaststätte Markt 1 hätten ihr sofort gefallen, erzählt die Gastronomin. Auch wenn der Investitionsbedarf im Restaurant, das vollständig ausgeräumt war, hoch sein würde. „Wir haben hier alles neu gemacht“, bestätigt sie. „Die Fußböden sind neu, die Küche, alle Möbel, die Beleuchtung. Auch die sanitären Anlagen haben wir erneuert.“
Vor allem aber hat die neue Betreiberin viel Arbeit und Geld in die Ausgestaltung der Gasträume gesteckt. Zwei separate Gasträume gibt es im neuen „Kaizumi“. Der größere wird dominiert von einem für vietnamesische Restaurants fast schon typischen Baum mit rosa Kirschblüten und von japanisch anmutenden, goldfarbenen Deckenleuchten. Am Eingang steht ein Tresen, hinter dem ein riesiges Weinregal thront.
Dieses Weinregal, das bis zur Decke reicht und sich oben wie eine offene Muschel wölbt, sei extra für das Restaurant angefertigt worden, sagt Phuong Anh Nguyen. Es ist 6,50 Meter lang. Entsprechend umfangreich ist die Weinkarte der Gaststätte, auf der sich außerdem Sekt und Champagner finden.
Wandbilder mit Motiven japanischer und vietnamesischer Landschaften und Häuser, dezent beleuchtet, sorgen zusätzlich für eine ganz besondere Atmosphäre. Letzteres gilt auch für den kleineren Gastraum, der für Familienfeiern und andere Festlichkeiten gemietet werden kann. Dort fallen ein großflächiges Wandbild und mehrere weiße Hängeleuchten sofort ins Auge. Diese habe sie in Vietnam herstellen lassen, verrät Phuong Anh Nguyen
Der Restaurantname „Kaizumi“ bedeute in der japanischen Sprache etwa so viel wie „harmonische Schönheit“, erklärt die Gastronomin. Harmonische Schönheit – damit lässt sich die Gestaltung des Restaurants treffend beschreiben. Ein Ort, an dem die Besucher sich wohlfühlen sollen.
Was wird den Gästen im „Kaizumi“ geboten? „Wir bieten vietnamesische Küche, japanische Gerichte und Sushi an“, fasst die Inhaberin kurz zusammen. Dazu gehören typische Suppen und Nudelgerichte, Maki, Nigiri und Reisgerichte genauso wie Wan Tan, Bowls, Frühlings- und Sommerrollen und die erwähnte Mochi-Eiskrem.
„Wir haben viele Gerichte mit gebratenem Lachs“, nennt Phuong Anh Nguyen ein Beispiel. Die (buchstäblich) heiße Platte mit Reis und Gemüse werde wahlweise mit Ente, Rind oder mit Riesengarnelen angerichtet. Und auch an Menschen, die kein Fleisch essen, sei gedacht: Gebratene Nudeln oder Reis gebe es nicht nur mit Hähnchen, Ente, Rindfleisch oder Garnelen, sondern auch mit Tofu.
Eine Spezialität ist das „Pineapple Beef“, eine Mischung aus Ananas und Rindfleisch. Wer das in Müllrose bestellt, bekommt ein in Streifen geschnittenes Rinderhüftsteak zusammen mit Zwiebeln und anderem Gemüse in einer aufgeschnittenen Ananas serviert.
Besonders groß ist auf der Speisekarte die Auswahl an Sushi. „Das Sushi wird jeden Tag mit frischem Fisch zubereitet“, versichert die Restaurantchefin. Vornehmlich werden dafür Lachs, Thunfisch und Aal verarbeitet. Sushi gibt es aber auch in Variationen für Vegetarier – mit Avocado, Kürbis, Rettich oder Gurke.
Wer kocht im „Kaizumi“? „Ich habe einen sehr guten Koch, mit dem arbeite ich bereits seit 15 Jahren zusammen“, sagt Phuong Anh Nguyen. Insgesamt drei Mitarbeiter werde sie in der Küche haben, dazu kämen mehrere Servicekräfte. „Wir werden sechs bis sieben Personen sein.“
Eröffnet wird das „Kaizumi“, in dem alle Speisen auch zum Mitnehmen angeboten werden, am 12. Juni um 11.30 Uhr. Ab dann sind Gäste täglich außer dienstags (Ruhetag) von 11.30 Uhr bis um 22 Uhr willkommen. Und nur am Wochenende gibt es etwas ganz Besonderes fürs Auge: Dann wird das Sushi mit einem Nebel aus Trockeneis serviert.
Was ist eigentlich Mochi-Eis?
Mochi-Eis ist eine Süßspeise aus Japan: außen eine weiche Hülle aus Mochi-Teig, innen eine kleine Kugel Eis. Mochi besteht aus Klebreis beziehungsweise aus Reismehl von speziellem Rundkornreis. Traditionell ist Mochi in Japan zunächst kein Eis-Dessert, sondern eine Süßspeise aus gestampftem Reis. Die Kombination mit Eis ist eine neuere, international verbreitete Variante. (Quelle: lebensmittellexikon.de – erstellt mithilfe einer KI)
