ProCurand
: Bedarfsgerecht und transparent

Die beiden Einrichtungen in Neuenhagen werden derzeit aufgefrischt. Dafür sorgt auch ein neues Führungstrio: Kerstin Schenk, Ines Kühnel und Doreen Hausmann.
Von
Tim Johnschker
Neuenhagen
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  • ProCurand erneuert zwei Einrichtungen in Neuenhagen mit neuem Führungstrio seit 15. Juni.
  • Neuer Haupteingang, Rezeption und ein öffentliches Café sind geplant – Eröffnung zum 1. Oktober.
  • Interne Umstrukturierung: drei Bereiche werden zusammengeführt, PeBeM wird eingeführt.
  • Digitalisierung schreitet voran, MDE-Geräte steuern Aufgaben und dokumentieren Daten.
  • Aktuell vier freie Plätze im Seniorenstift, Kurzzeitpflege ab Mitte September wieder verfügbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

  • Ines Kühnel (von links), Kerstin Schenk und Doreen Hausmann.

    Ines Kühnel (von links), Kerstin Schenk und Doreen Hausmann.

    Tim Johnschker
  • Einrichtungsleiterin Kerstin Schenk

    Einrichtungsleiterin Kerstin Schenk

    Tim Johnschker
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„Diese Tür muss tagsüber offen sein“, forderte Kerstin Schenk gleich am Anfang und meinte die Gartenpforte zum Parkplatz hin. Seit 15. Juni ist sie die Einrichtungsleiterin des ProCurand Seniorenstifts an der Hauptstraße 30. Gemeinsam mit den beiden neuen Pflegedienstleiterinnen Ines Kühnel und Doreen Hausmann will sie für frischen Wind in Neuenhagen sorgen. Die erfahrene Pflegefachwirtin ist bereits seit über zwanzig Jahren in dieser Branche tätig, davon siebzehn Jahre in Führungspositionen. Bei ProCurand begann sie 2003 als Pflegefachkraft und arbeitete drei Jahre in der Wohnbereichsleitung Strausberg: „So schließt sich jetzt auch für mich ein Kreis“, sagt die 55-Jährige. „Im Seniorenstift Neuenhagen ist derzeit vieles im Umbruch. Das möchte ich gemeinsam mit den Mitarbeitenden aktiv gestalten. Ich wünsche mir, dass die Pflege am Standort Neuenhagen alle zufriedenstellt: Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter. Niemand soll Angst vor einem Heim haben, sondern dieses Vertrauen ‚Hier sind meine Eltern in guten Händen‘ verspüren. Und unseren Mitarbeitenden wünsche ich, dass sie für sich sagen können: Genauso habe ich mir meine Arbeit in der Pflege immer vorgestellt“.

62 vollstationäre Pflegeplätze und zwei Kurzzeitpflegeplätze gibt es im Seniorenstift an der Hauptstraße 30. Und in der Seniorenresidenz an der Ebereschenallee 13-15 sind es 34 Plätze. Dort ist Doreen Hausmann jetzt die Pflegedienstleiterin: „Ein kleines, aber feines Haus“, findet sie.

Rund 80 Mitarbeitende sind in beiden Neuenhagener Standorten beschäftigt: Von der examinierten Pflegefachkraft bis hin zum Haustechniker und Reinigungspersonal. Veränderungen gibt es jetzt vor allem im größeren Seniorenstift: „Wir verlegen den Haupteingang von der jetzigen Tür in den Gartenbereich hinter dem Parkplatz. Dort empfängt dann eine Rezeption Bewohner und Gäste, wo man auch kleine Kosmetikartikel und Naschereien kaufen kann. Gegenüber bauen wir den jetzigen Betreuungsraum in ein kleines Café um, das dann auch öffentlich zugänglich ist“, erklärt Kerstin Schenk. „Es soll Freitag, Sonnabend, Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Auch die Anwohner sind uns herzlich willkommen. Wir planen die Eröffnung zum 1. Oktober. Einen Namen für unser Café haben wir allerdings noch nicht“, schmunzelt die Einrichtungsleiterin.

  • Blick auf das Seniorenstift Neuenhagen, aktuell von der Hauptstraße aus.

    Blick auf das Seniorenstift Neuenhagen, aktuell von der Hauptstraße aus.

    Tim Johnschker
  • Die Gartenseite des Seniorenstifts an der Hauptstraße 30

    Die Gartenseite des Seniorenstifts an der Hauptstraße 30

    Tim Johnschker
  • Hier wird der neue Haupteingang mit Café und Rezeption eingerichtet.

    Hier wird der neue Haupteingang mit Café und Rezeption eingerichtet.

    Tim Johnschker
  • Blick auf die Seniorenresidenz an der Neuenhagener Ebereschenallee 13-15

    Blick auf die Seniorenresidenz an der Neuenhagener Ebereschenallee 13-15

    Tim Johnschker
  • Haupteingang Ebereschenallee

    Haupteingang Ebereschenallee

    Tim Johnschker
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„Der Schriftzug über dem jetzigen Eingang kommt dann weg, die Fahnenmasten und die Abfalltonnen werden auch umgesetzt und es kommen neue Markisen für unseren Außenbereich ran“. Doch nicht nur äußerlich gibt es Neuerungen, sondern auch intern: „Im Juli haben wir ein Sommerfest gemeinsam mit Angehörigen, Bewohnern und Mitarbeitern gefeiert“, erzählt Pflegedienstleiterin Ines Kühnel. „Das kam hier so gut an, dass wir in diesem Jahr noch weitere Veranstaltungen planen und künftig immer regelmäßig die Angehörigen dazu einladen. Das ist ja hier ein Minikosmos, wo das Miteinander besonders wichtig ist. Wir wollen hier das Zusammengehörigkeitsgefühl einfach weiter fördern.“

Und Kerstin Schenk hat bereits Angehörige, die ein Hobby haben gebeten, sich aktiv einzubringen: „Egal, ob jemand eine Skatrunde aufmacht oder ein kleines Konzert gibt, weil er ein Musikinstrument spielt, wir wollen hier eine Miteinanderkultur gemeinsam leben“. Schließlich laute ja das bewährte ProCurand-Motto „Wir pflegen Lebensfreude“. Damit das unter sich ständig wandelnden Bedingungen weiterhin gut funktioniert, sind auch Anpassungen der Strukturen im Seniorenstift vorgesehen. Bis Jahresende sollen die bisher drei Lebensbereiche zu einem Ganzen zusammengeführt werden. Statt drei Dienstzimmer gibt es künftig ein Dienstzimmer und ein Medikamentenzimmer. Und das Personalbemessungsverfahren nach „PeBeM“ wird schrittweise eingeführt: „Bisher machten alle hier alles“, erklärt Kerstin Schenk. „In Zukunft wird die jeweilige Fachqualifikation bedarfsgerecht und ganz gezielt dort eingesetzt, wo sie tatsächlich nötig ist. Ins Medikamentenzimmer haben dann nur noch ausgebildete Fachkräfte Zutritt, um dort stets die richtigen Medikamente zu bestellen, zu dosieren und aufzuteilen.“

Angestrebt wird auch, dass alle Pflegenden vom Helfer bis zur Fachkraft tatsächlich jeden Bewohner und jede Bewohnerin persönlich kennen.

„Das ist natürlich nicht einfach“, weiß auch Kerstin Schenk. „Aber dabei kann uns die Digitalisierung im Haus gute Dienste leisten. Derzeit werden unsere Mitarbeitenden an MDE-Geräten geschult, die für jeden Bewohner exakte Aufgaben vorgeben. Darin kann man sofort wichtige Informationen wie den aktuellen Blutdruck erfassen, sodass nichts wie in einer Zettelwirtschaft verloren geht.“

Wichtig sei bei ProCurand, dass alle pflegerischen Maßnahmen immer exakt auf den individuellen Bedarf ausgerichtet sind. „Wir orientieren uns jetzt in den Häusern an der ambulanten Pflege“, verrät Doreen Hausmann. „Alle Bewohner sind bei uns wie bei einer Tour ganz genau erfasst. Nur dass unsere Touren nicht mit dem Auto abzufahren sind, sondern gelaufen werden.“

Momentan sind in der Seniorenresidenz Ebereschenallee zwar alle vollstationären Plätze belegt, aber im Seniorenstift an der Hauptstraße gibt es noch vier freie Plätze. Ab Mitte September sind hier auch wieder freie Kapazitäten bei der Kurzzeitpflege verfügbar. Gesucht wird übrigens für beide Neuenhagener Standorte auch noch eine externe Logopädin oder ein Logopäde.