Sonderveröffentlichung: Offen für alle sozialen Fragen

Abendstimmung auf dem Arche-Hof: So soll bald auch das Jubiläum am Freitagabend, 18. September, gefeiert werden.
ArcheSchon gewusst? Noch bis 1992 wurde die „Alte Dorfschule“ am Neuenhagener Dorfanger tatsächlich als Schule genutzt, und zwar als Haus 2 der damals zehnklassigen Goethe-Schule. Doch mit dem Wechsel zur Grundschule nach bundesdeutschem Muster war das Haus überflüssig, stand fortan leer und verfiel.
Das änderte sich erst 1995, als der Internationale Bund (IB Berlin-Brandenburg gGmbH) eine Nutzungsvereinbarung für die „Alte Dorfschule“ mit der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin unterschrieb.
„Nun macht euch mal die Datsche hübsch“, soll der damalige Bürgermeister dies kommentiert haben, und es gelang ganz offensichtlich auch mit viel Eigenleistung, Herzblut und Liebe. Nach monatelangen Bauarbeiten eröffnete das „Arche“ genannte soziokulturelle Zentrum dann am 13. September 1996 in neuem Glanz.
„Die Arche ist von Anbeginn ein offenes Haus für alle Altersgruppen, für Menschen mit und ohne Handicaps“, erklärt Stephen Ruebsam, seit Mai 2025 Leiter des Mehrgenerationenhauses an der Carl-Schmäcke-Straße 33. Offen sind auch die verschiedenen Beratungsangebote im Haus, wie etwa das Eltern-Kind-Zentrum. Es richtet sich an junge Eltern aus dem gesamten Landkreis und bietet Hilfe an, beispielsweise mit einer mobilen Wochenbettbegleitung, die alleinstehenden jungen Müttern zur Seite steht. Es gibt auch ein Krabbelcafé, Kindersportgruppen und Beratungen zur frühkindlichen Bildung. Die Arche ist darüber hinaus ein ständiges Begegnungszentrum für Menschen mit Behinderungen, unterstützt Familien bei der Pflege von Angehörigen, fängt Trauernde auf und steht Senioren zum Beispiel als monatliches Tanzcafé offen.

Dieses Jahr drei Tage: Weihnachtsmarktan der Arche.
Arche„Die Arche ist ein Netzwerkort, in dem Vereine und Kreativkurse ihren festen Platz haben und auch Tagungen oder Seminare stattfinden. Gehalten hat sich bis heute unsere Treppenhaus-Galerie, in der jetzt mittlerweile die 93. Ausstellung besichtigt werden kann. Hinzu kommen Feste, die wir gemeinsam mit der Gemeinde veranstalten, wie das Maifest oder den Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr erstmals über drei Tage, vom 27. bis 29. November, stattfindet. Und natürlich ist die Arche auch ein Veranstaltungszentrum für Konzerte und Open-Air-Events.“
Sieben fest angestellte Beschäftigte und drei Teilzeitkräfte halten die „Arche“ derzeit am Laufen. Hinzu kommen rund 25 Ehrenamtliche für Events und Hilfe in Familien, wobei diese nicht völlig umsonst arbeiten, sondern über Ehrenamtsverträge ihren Aufwand auch etwas entschädigt bekommen.
Für die Zukunft wünscht sich der Einrichtungsleiter, dass die Arche in dieser vielschichtigen und offenen Art erhalten bleibt: „Im September 2027 läuft unser Pachtvertrag aus, und dann entscheiden die Gemeindevertreter politisch, wie es hier weitergeht. Wir möchten, dass alle Neuenhagener wissen, dass wir so weitermachen und ein für alle offenes Haus, auch für die kleinen Dinge wie unsere Kindermalkurse, bleiben möchten.“
Denn das mache die Arche Neuenhagen erst so einzigartig im Ort, findet Stephen Ruebsam.
Grund genug, demnächst die zurückliegenden 30 Jahre auch gemeinsam mit möglichst vielen Gästen zu feiern. Am Freitag, dem 18. September, steigt dazu nach einem kleinen Festakt für geladene Gäste ab 19 Uhr das „After Week Open Air“ mit DJ Ilja aus Altlandsberg zum Feiern für alle, bei freiem Eintritt.
Weitere Informationen online unter Arche-Neuenhagen.de
