Wer besser hört hat höhere Chancen auf den Sieg. Turtle Beach wird nicht müde, dies zu betonen und dabei auf seine zweifellos leistungsstarken Gaming-Headsets zu verweisen. Nun verbauen die Audio-Spezialisten siegversprechenden Sound in einen Game-Controller und packen noch weitere Features hinzu, die das Gewinnen einfach leichter machen sollen.

Siegen nur mit Kabel

In den Genuss des Recon Controllers kommen dabei jene, die eine XBox der neuesten Generation Series X/S - wohl eher wenige Spieler derzeit noch - oder aber eine XboxOne ihr eigen nennen. Und auch die PC-Gemeinde darf sich freuen, da das Zubehör für Microsofts Konsole meistens kompatibel zum normalen Rechner ist.
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Egal bei welcher Hardware der Controller zum Einsatz kommt, Kabel ist Pflicht. Nur unter Anwendung der mitgelieferten Drei-Meter-Strippe kann das Pad in Betrieb genommen werden. Auch wenn die Verbindung wirklich lang ausfällt und Dank USB-A auf C nicht nur abstöpselbar ist und damit, wenn gewollt, auch anderweitig Verwendung findet, die meisten Konsolen-Gamer werden wohl etwas befremdlich auf die wired Variante schauen. PC-Zocker hingegen weniger, denn die schwören auf eine feste Verbindung zum CPU, um möglichst jedem noch so kleinen Lag aus dem Wege zu gehen.

Direkter Headset-Kontakt

Da Turtle Beach, wie eingangs erwähnt, die Features all seiner Hardware - bisher Headsets - dem möglichen Sieg unterordnet, ist die Verbindungsvariante aber nur konsequent. Bei Rennspielen oder Jump’n’Run mag eine Eingabeverzögerung, sei sie auch noch so klein, eher keine Rolle spielen. Wer sich aber in Shooter-Gefilde wagt und dann vielleicht auch noch MMO, der will nicht als Erster ins Gras beißen, nur weil der Schuss einen Tick zu spät losging. Aber, der eigentliche Grund liegt höchstwahrscheinlich woanders. Denn der gesamte obere Bereich des Recon Controllers ist den Audioeinstellungen des Headsets gewidmet. Lautstärke Spiel und Chat, Mik-Monitoring, Muting - also alles, was wir auch von den Gaming-Headsets der Company aus Valhalla - nein, nicht das der Nordmänner, sondern in New York - kennen, funktioniert nur bei jenen Lauschern, die via 3.5-mm-Klinke direkt an das Pad angeschlossen werden und von dem auch Strom bekommen können. Insofern ist die verkabelte Variante natürlich auch die, die keine Frage nach der Energiezufuhr und Lebensdauer aufkommen lässt. Also, ohne direkten Headset-Kontakt zum Controller bleibt dieser ein fast ganz normaler.

Feintuning für Analog-Sticks

Als solcher ist er deutlich leichter als das Original von Microsoft und noch einmal schlanker als deren Pro-Variante. Mit dieser wiederum aber hat der Recon die rutschfesten und verstärken Auflagen an den Handkontaktflächen gemein. An der Unterseite finden sich zudem zwei universell belegbare Action-Tasten, beim Pro gibt es derer vier. In den Griffen werkeln zwei Motore, die ein wunderbares Feedback in Sachen Bewegung geben. Seien es die Curbs im aktuellen F1 2021 oder der Zusammenstoß der Kicker beim neuen FIFA 22, der Spieler bekommt die Kräfte, die dort wirken, live mit. Während das vor allem mit Spielgefühl und Realitätsdarstellung zu tun hat, soll der Pro-Aim-Focus-Mode den Gamer dann auf die Siegstraße begleiten. Denn mit Hilfe dieser Einstellungsoption lässt sich die Intensität der Analogsticks feintunen. So kann der Reaktionsgrad erhöht oder abgesenkt werden, ähnlich den dpi-Veränderungen bei der Maus, die dann langsamer oder schneller über den Bildschirm flitzt. Das kommt vor allem zur Anwendung, wenn auf lange Distanz gesteuert werden soll, wo geringe Abweichungen bei der Stickbewegung deutlich größere Fehler in der Entfernung verursachen.

Günstig mit Zusatzoptionen

Der ganze Rest ist dann ein ziemlich normaler XBox-Controller, dessen Knöpfe vielleicht nicht so smooth wie beim deutlich teureren Pro reagieren. Allerdings ist das Eingabegerät auch etwas kleiner, was ein Teil der Gamer durchaus als angenehmer empfinden dürfte. Apropos: Das sollte auch für den Preis gelten: Immerhin rangiert der Recon knapp einen Zehner unter dem Original-Pad, das keinerlei Audio- und Tuning-Optionen bietet. Zum im Umfang ähnlichen Pro-Controller indes ist die Lücke groß, denn der kostet mal eben das Dreifache.

Turtle Beach Recon Controller

System: XBox Series X/S; One
Verbindung: USB-A auf C, drei Meter
Audio: 3.5-MM-Klinke, Chat-Game-Mik-Monitoring einstellbar
Force-Feddback: Dual-Motore
Personalisierung: Zwei frei belegbare Action-Tasten Rückseite, Intensität der Analog-Sticks (Pro Aim Focus Mode)
Preis: ca. 45 Euro