Opel
: Erschwingliches Hybrid-Angebot für geringeren Verbrauch

Wer noch wenig Vertrauen in die Reichweite rein elektrischer Fahrzeuge hat, Plug-in-Hybride zu teuer findet und trotzdem keinen reinen Verbrenner mehr fahren will, hat eine Alternative, ganz neu bei Opel für Corsa und Grandland.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Elektrisch unterstützt: Auch der Opel Corsa wird nun als Hybrid angeboten.

Opel

Das Verbrenner-Ende ist in Europa politisch vorgezeichnet, der E-Auto-Absatz schwächelt hierzulande nach dem Aus für die Umweltprämien wieder etwas. Die Hersteller müssen und wollen trotzdem runter mit dem CO2-Ausstoß ihrer Modelle. Eine Möglichkeit: Elektromobilität light.

Soll heißen: Statt der reinen Stromer eine Kombination von Verbrenner und Elektroantrieb, die im Gegensatz zum Plug-in (also mit Stecker) nicht zu viel Aufpreis kostet, aber trotzdem Sprit und damit Emissionen spart.

Opel, nach eigenem Bekunden zwar auf dem Weg zur Elektromarke, aber die Wünsche der real existierenden Kunden im Blick, bietet für Corsa und Grandland nun solche Hybrid-Antriebe an. Unter der Haube steckt ein für diesen Antrieb extra ausgelegter 1,2 Liter-Dreizylinder-Benziner mit 100 PS beziehungsweise 136 PS. Der Verbrenner wird dann von einem 28 PS starken Elektromotor unterstützt. Die Schaltung übernimmt ein Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Da nicht von außen Strom zugeführt werden kann, kommt es auf die Rekuperation (also die beim Bremsen erzeugte Energie) an, die von Opel fest voreingestellt ist und gut funktioniert, so dass der Elektromotor dem Verbrenner stets schnell zur Seite springen kann. Laut Opel spart man im Vergleich zum reinen Verbrenner einen Liter Super auf 100 Kilometer. Wir kamen bei ersten Testfahrten tatsächlich jeweils auf Verbrauchswerte von knapp unter fünf Litern Super auf 100 Kilometer.

Das System funktioniert einwandfrei. Zwar kündet beim Beschleunigen der kernige Klang vom Dreizylinder, sonst aber geht es entspannt-souverän zu. Das Paket stimmt. Die Preisliste beginnt beim in Saragossa gefertigten Corsa bei 26.100 Euro. Das sind rund 1500 Euro mehr als beim reinen Verbrenner. Wobei Opel darauf hinweist, dass man weniger Kfz-Steuer zahlen und seltener tanken muss. Der Grandland Hybrid aus Eisenach ist ab 36.120 Euro bestellbar.

Für alle, die noch wenig Vertrauen in die Reichweite rein elektrischer Fahrzeuge und/oder Probleme mit der Ladeinfrastruktur haben und für die auch Plug-in-Hybride, etwa wegen des Preises, keine Option sind, sind die neuen Hybride von Opel, die man übrigens nun auch in Modellen von Schwestermarken im Stellantis-Konzern wie Peugeot und Citroen finden wird, wirklich eine Überlegung wert.