Opel Frontera
: Alter Name, neues Auto

Einst ein Geländewagen, nun ein SUV, das voll- oder teilelektrisch unterwegs ist: Opel hat wieder einen Frontera im Angebot. Auf die Reaktion der Kunden darf man gespannt sein. Denn die Blitz-Marke hat auf Bezahlbarkeit geachtet.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Opel Frontera

Name reanimiert: Der neue Opel Frontera.

Hajo Zenker
  • Opel bringt den Frontera als SUV zurück, voll- oder teilelektrisch.
  • Einstiegspreis: 28.990 Euro für die elektrische Variante, 23.900 Euro für den Hybrid.
  • Der Elektro-Frontera hat 113 PS und 305 km Reichweite.
  • Der Hybrid kombiniert Verbrenner und Elektro, mit bis zu 136 PS.
  • Neue Version mit 400 km Reichweite kommt nächstes Jahr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Jahr 1991 war es, da brachte Opel mit dem Frontera einen Geländewagen mit Allradantrieb auf den Markt. Von ihm gab es zwei Generationen, 2004 war Schluss. Zwei Jahrzehnte später lässt die Blitz-Marke den Namen wieder aufleben, diesmal als familienfreundliches SUV, nun ganz oder teilweise elektrisch über die Vorderräder angetrieben. Von der Größe her reiht es sich bei Opel zwischen Mokka und Grandland ein. Im Gegensatz zu anderen deutschen Marken hat Opel mit einem Einstiegspreis von 28.990 Euro für die vollelektrische Variante des 4,39 Meter langen Kompakt-SUV auf Bezahlbarkeit geachtet. Wobei man anmerken sollte, dass das natürlich auch mit der Integration in den Stellantis-Konzern - technische Verwandtschaft mit dem Citroën C3, Produktion in der Slowakei - zu tun hat. Trotzdem: Das ist der richtige Weg, will man Elektromobilität attraktiver machen. Preislich noch attraktiver allerdings ist der Frontera als Hybrid, denn der startet mit 23.900 Euro und ist zudem gegen 800 Euro Aufpreis als Siebensitzer zu bekommen.

Ab Werk hat man etwa LED-Scheinwerfer, Klimaanlage sowie Assistenten für das Halten der Spur und das Erkennen von Verkehrszeichen sowie Müdigkeit des Fahrers an Bord. Wer sich mit dieser Basisausstattung bescheidet, bekommt den Frontera übrigens nur mit Stahlfelgen, die allerdings Retro-Charme haben.

Der Innenraum wirkt modern, die verbaute Hartplastik stört nicht wirklich. Dass man allerdings wie früher den Zündschlüssel noch wirklich ins Schloss stecken muss, wirkt etwas aus der Zeit gefallen. Den Touchscreen gibt es nur gegen Aufpreis, sonst kann man sein Smartphone mit dem Wagen koppeln. Man sitzt gut in beiden Reihen (hier macht sich das Größenwachstum im Vergleich zum Crossland, den der Frontera ablöst, bemerkbar), für das Gepäck gibt es ordentliche 460 Liter (natürlich nur, wenn man dort nicht zwei Sitze für den Nachwuchs ausklappt).

Der Elektro-Frontera bringt es auf 113 PS, 125 Newtonmeter maximales Drehmoment und 305 Kilometer Reichweite. Das ist nicht gerade gewaltig und hat natürlich mit der Idee einen preiswerten Stromers zu tun. Die Kraftentfaltung ist jedenfalls nicht so heftig wie bei vielen anderen Elektroautos. Man kann in 12,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen, bei 140 km/h wird abgeregelt. Für das normale Familienleben ist das ausreichend, für Urlaubsreisen eher nicht (hier kommt noch das eher langsame Nachladen hinzu). Im kommenden Jahr soll es dann aber noch eine Variante mit 400 Kilometern Reichweite geben.

Hybrid oder reiner Stromer?

Die Kombination aus 1,2-Liter-Dreizylinder-Verbrenner und Elektrounterstützung bringt es auf 100 PS oder 136 PS, jeweils mit 28 Strom-PS zusätzlich. Was übrigens für mehr Power als beim reinen Stromer sorgt, mit einem Spurt auf 100 in 11,0 beziehungsweise 9,0 Sekunden. Wobei anzumerken ist, dass bei forschem Tritt aufs Gaspedal der Ottomotor auch beim größeren Hybrid schon recht rau klingt. Das Fahrwerk ist harmonisch abgestimmt, die Lenkung präzise.

Alles in allem macht die Marke, die nun für jedes Modell eine vollelektrische Variante anbietet, mit dem Frontera ein interessantes Angebot. Wie viele Käufer den Wagen mit dem Blitz auch wirklich vollelektrisch ordern, muss sich aber noch zeigen.