Probefahrt: Der Audi A5 im Autotest

Elegante Alternative: Audi A5 Sportback
MOZ/Hajo ZenkerAudi liegt in diesem Jahr bisher auf dem Heimatmarkt bei den Neuzulassungen mit 23,7 Prozent im Plus - und damit über dem Gesamtmarkt, der um 16,5 Prozent zulegen konnte. Entsprechend haben sich fast alle Audi-Modelle, darunter auch der A5, im Vorjahresvergleich besser verkauft. A3 und Q3 fuhren zwar im Minus, aber das auch nur leicht.
Motor
Drei Benziner und zwei Diesel gibt es für den A5 Sportback, allesamt Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum. Damit bewegt man sich zwischen 150 PS und 265 PS. Der von uns gefahrene größere Diesel kommt auf 204 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter. Das ist mehr als genug, um den immerhin 1,7 Tonnen schweren Wagen souverän voranzubringen. In sieben Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen, bis 210 km/h kann man beschleunigen. Als Mild-Hybrid bekommt der Verbrenner dabei noch etwas elektrische Unterstützung. Der TDI verrichtet sein Werk zwar vernehmlich, aber trotzdem kultiviert. Die Sieben-Gang-Automatik passt gut, ist aber nicht von der allerschnellsten Sorte.
Karosserie/Ausstattung
Wer nicht auf SUV steht, aber ein nobles Gefährt mag und das klassische Limousinen-Kleid wenig spannend findet, für den hat Audi ein Angebot: den A5. Das Modell gibt es dabei in drei Karosserieformen - als Sportback, Coupé und Cabrio. Der von uns gefahrene Sportback hat im Gegensatz zum Coupé vier Türen, sieht als Schrägheck aber trotzdem natürlich eleganter als eine Limousine aus. Die Karosserieform bringt in der zweiten Reihe aber Einschränkungen für groß Gewachsene, auch der Einstieg wirkt etwas knapp bemessen. Vorn sitzt es sich jedoch sehr gut. Der Gepäckraum ist zwar eher flach, mit 465 Litern aber trotzdem groß, er ist gut nutzbar und zudem durch die weit öffnende Klappe leicht zu beladen.
Was Audi bei der Innenraumqualität abliefert, ist hervorragend, Materialien und Verarbeitung sind tatsächlich Spitze. Nach der Überarbeitung hat nun auch beim A5 die digitale Bedienung Einzug gehalten, der bekannte Dreh-Drück-Steller dagegen ist verschwunden. Nach unserem Empfinden hat die Bedienfreundlichkeit darunter gelitten, aber das ist vielleicht Geschmackssache - oder auch eine Frage des Alters. Zur Serienausstattung gehören etwa LED-Scheinwerfer und -Heckleuchten, beheizbare Außenspiegel, Klimaautomatik, elektrische Gepäckraumklappe, Spurassistent, Radio, Verkehrszeichenerkennung.
Fahrverhalten
Satt liegt der A5 auf der Straße, unaufgeregt-sicher (wohl auch Folge des beim Testwagen vorhandenen Allradantriebs) und spurtreu selbst bei flotter Fahrt, dabei präzise zu dirigieren. Die Bremsen packen kräftig zu.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen A5 Sportback gibt es ab glatten 44.000 Euro. Der von uns gefahrene Diesel startet bei 52.400 Euro. Nach all den tollen Dingen, die die Aufpreisliste bietet, landete unser Testwagen letztlich bei 77.595 Euro - da muss man schon schlucken. Stichwort schlucken: 5,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer (135 g/km CO2) sind es laut Norm, mit gerade einem halben Liter mehr kann man tatsächlich hinkommen.
Fazit
Gut, dass es noch immer attraktive Alternativen zum anhaltenden SUV-Boom gibt. Der A5 überzeugt dabei mit Eleganz, Fahrverhalten und überragender Qualität. Was man sich allerdings auch leisten können muss.


