Probefahrt
: Der Kia Sportage im Autotest

Der Sportage gehört schon lange zur Modellpalette der koreanischen Marke. Und er verkörpert hervorragend den Wandel, den Kia in dieser Zeit vollzogen hat. Der erneuerte Sportage jedenfalls ist ein hochinteressantes Angebot.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Kia Sportage

Starker Auftritt: Kia Sportage

Hajo Zenker
  • Der Kia Sportage zeigt Kias Wandel und ist ein interessantes Angebot im Kompakt-SUV-Segment.
  • Der überarbeitete Sportage bietet Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid mit bis zu 239 PS.
  • Das Design der fünften Generation hebt sich deutlich von anderen Kompakt-SUVs ab.
  • Serienausstattung umfasst u. a. Klimaautomatik, Navigation, Spurhalteassistent und Rückfahrkamera.
  • Einstiegspreis: 35.190 Euro, Garantie: sieben Jahre, Verbrauch: 7,8 Liter Super auf 100 km.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kia gehört zu den namhaften Importmarken, die 2025 in Deutschland Verluste verbuchen mussten, während der Gesamtmarkt um 1,4 Prozent wuchs. Kia verlor zwölf Prozent, wobei sich Rückgänge durch die gesamte Modellpalette zogen. Die Koreaner bleiben aber mit einem Marktanteil von 2,1 Prozent hierzulande ein wichtiger Anbieter. Neue E-Modelle, aber auch ein erneuerter Sportage sollen wieder für Wachstum sorgen.

Motor

Den aktualisierten Sportage gibt es als Benziner mit wahlweise 150 PS oder 180 PS, als Diesel mit 136 PS oder als Plug-in-Hybrid mit 239 PS. Mit dem von uns gefahrenen großen Benziner kann man mit dem SUV in 9,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn maximal 203 km/h erreichen. Das maximale Drehmoment des Vierzylinders beträgt 265 Newtonmeter. Die Automatik, im großen Benziner Serie, passt hervorragend und lässt sich zudem per Drehknopf angenehm bedienen.

Karosserie/Ausstattung

Einen Sportage hat die koreanische Marke seit 1994 im Angebot. Damals ein eher unauffälliges Gefährt, heute mit einem Hammer-Design. Insofern lässt sich gerade auch an diesem Modell ablesen, welch bemerkenswerte Entwicklung Kia seitdem genommen hat. Die fünfte Generation, in Deutschland entwickelt, in der Slowakei gebaut, ist echter Hingucker und rückte mit der jüngsten Überarbeitung optisch noch etwas mehr an die E-Autos der Marke heran. Das Design des mittlerweile 4,54 Meter langen Wagens lässt Kompakt-SUV anderer Hersteller recht alt aussehen. Aber auch der Innenraum überzeugt, mit wertigen Materialien, einem großen Platzangebot für Insassen und Gepäck (562 Liter) und einer zum Fahrer hin leicht gebogenen, gut lesbaren Digitallandschaft. Wobei zum Glück auch noch einige Knöpfe am Armaturenbrett vorhanden sind. Ab Werk gibt es etwa Leichtmetallfelgen, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Navigation, Radio, Tempomat, Fernlicht- und Spurhalteassistent, Rückfahrkamera, Fensterheber rundum, beheizbare Außenspiegel und Zentralverriegelung.

Fahrverhalten

Den Sportage gibt es mit Vorder- und Allradantrieb, der von uns gefahrene größere Benziner hat stets Allrad. Was sich etwa in der Traktion positiv bemerkbar macht. Unebenheiten werden zumeist gut weggesteckt, nur starke Spurrillen machen sich bemerkbar. Sonst aber überzeugt der Wagen, der sich trotz seiner Höhe auch durch Kurven flott bewegen lässt, wozu auch die gute Lenkung beiträgt. Die Bremsen packen kräftig zu.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Sportage gibt es ab 35.190 Euro. Mit dem von uns gefahrenen großen Benziner werden daraus 40.090 Euro. Dem offiziellen Verbrauch von 7,8 Litern Super auf 100 Kilometer darf man trauen, es sei denn, man benutzt häufig die Autobahn. Kia gewährt erfreuliche sieben Jahre Garantie.

Fazit

Tolle Optik, viel Platz, überzeugende Technik: Der Kia Sportage ist voll auf der Höhe der Zeit. Die Koreaner liegen mit ihrer Strategie, Autos in Europa für Europa zu produzieren, richtig. Denn wie man am Sportage sieht, kommen dabei überzeugende Produkte heraus.