Probefahrt: Der Mitsubishi Outlander im Autotest

Bullige Front: Mitsubishi Outlander
Hajo Zenker- Der Mitsubishi Outlander kehrt als Plug-in-Hybrid mit 306 PS Systemleistung zurück.
- Rein elektrisches Fahren bis 86 km möglich, Schnellladen nur mit seltenem Chademo-Stecker.
- 4,72 m langer SUV mit bulliger Front, hochwertigem Interieur und 495 Litern Kofferraumvolumen.
- Serienmäßig viele Assistenten und Komfort-Features wie 360-Grad-Kamera und LED-Scheinwerfer.
- Preise ab 46.990 Euro, Verbrauch stark abhängig vom Batterieladestand, Garantie für 5 Jahre.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mitsubishi muss sich auf dem hiesigen Markt erst wieder berappeln. Für dieses Jahr steht bisher ein Minus von 28 Prozent zu Buche (Gesamtmarkt: minus 1,7 Prozent). So verkaufen sich Colt und ASX schlechter als im Vorjahr. Doch die Wiederkehr des Mitsubishi Outlander, eines waschechten Japaners, soll die Verkäufe wieder ankurbeln.
Motor
Über die Motorisierung muss man sich beim Outlander keine Gedanken machen: Es gibt den Wagen nur als Plug-in-Hybrid. Der aber hat es in sich, denn er vereint einen 136-PS-Benziner mit zwei unterschiedlich starken Elektromotoren an beiden Achsen, was eine Systemleistung von immerhin 306 PS ergibt. Das Zusammenspiel der Motoren klappt sehr gut und so kann man mit dem SUV in 7,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen. Auf der Autobahn ist allerdings bei 170 km/h Schluss. Der Outlander lässt sich auch rein elektrisch bewegen, laut Werk bis zu 86 Kilometer, 70 Kilometer sind auf jeden Fall drin. Nachteil beim Nachladen der Batterie: Zwar ist beim Outlander das Schnellladen möglich, doch nur mit dem in Japan üblichen Chademo-Stecker, der bei uns allerdings eher selten anzutreffen ist. Also bleibt wohl zumeist nur das gemütliche Aufladen etwa an der heimischen Wallbox.
Karosserie/Ausstattung
Einige Zeit war unklar, wie es mit Mitsubishi in Europa weitergeht: Hatten die Japaner doch 2020 ihren Rückzug vom europäischen Markt angekündigt. Diese Entscheidung wurde jedoch recht schnell wieder kassiert und man holte sich bei der Modernisierung der Modellpalette Hilfe von Renault. Mitsubishi ASX, Colt und neu der Grandis sind denn auch für die Japaner angepasste Franzosen-Modelle. Nun gibt es aber auch wieder einen waschechten Japaner, den Outlander. Der ist bei uns noch neu, wird allerdings in Japan und den USA bereits seit 2021 angeboten und wurde nun etwas auf Europa zugeschnitten. Hier handelt es sich um die vierte Generation, einen Outlander nämlich bietet die Marke mit den drei Diamanten seit 2001 an. Die Front des 4,72 Meter langen Outlander ist auffällig-bullig, der Wagen insgesamt wirkt kraftvoll. Innen bietet er viel Raum für Passagiere und Gepäck (495 Liter). Und er überzeugt mit sorgfältig ausgewählten und sehr gut verarbeiteten Materialien. Schön ist zudem, dass nicht alles über Touchscreens gesteuert werden muss, sondern es auch noch echte Knöpfe und Schalter, etwa für die Klimaanlage, gibt. Ab Werk hat man serienmäßig etwa LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, beheizbare Außenspiegel, Tempomat, Navigation, 360-Grad-Kameraansicht sowie diverse Assistenten, so für das Halten der Spur, den toten Winkel, für Fernlicht und die Verkehrszeichenerkennung an Bord. Der Aufmerksamkeitsassistent ist etwa hyperaktiv.
Fahrverhalten
Der Outlander ist stets allradgetrieben. Das sorgt für überzeugende Traktion und auch für guten Vortrieb abseits befestigter Wege. Das Fahrwerk ist ein guter Kompromiss aus dynamisch und komfortabel. Die Lenkung könnte etwas direkter sein.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen Outlander gibt es ab 46.990 Euro. Mit allerlei Extras landete unser Testwagen bereits bei 60.440 Euro. Wie bei einem Plug-in üblich, hängt beim Verbrauch viel davon ab, ob man die Elektromotoren wirklich nutzt. Mitsubishi gibt für 100 Kilometer 23,5 kWh und 0,8 Liter Super an. Das natürlich ist ein sehr theoretischer Wert. Und hängt sehr von der Befüllung der Batterie ab. Wir kamen eher auf fünf Liter Super, was für ein SUV ja auch nicht übel ist. Mitsubishi gewährt fünf Jahre Garantie.
Fazit
Gut, dass der Outlander zurück ist. Design, Materialauswahl und Raumangebot überzeugen, beim Laden darf Mitsubishi nachlegen.


