Probefahrt
: Der Subaru Forester im Autotest

Allrad, Boxermotor, Zuverlässigkeit – dafür steht die japanische Marke Subaru. Der Forester wartet nun mit zwei Sondermodellen auf, bevor das Modell grundlegend erneuert wird.
Von
Roberto Wenk
Berlin
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Subaru Forester

Noch einmal aufgehübscht: der Subaru Forester

Roberto Wenk
  • Der Subaru Forester bietet zwei neue Sondermodelle.
  • Motor: 2.0-Vierzylinder Benzinmotor mit 150 PS, Mild-Hybrid.
  • Editionen: Black (46.450 Euro) und Exclusive Cross (44.390 Euro).
  • Gute Ausstattung, hohe Sicherheit, 5 Jahre Garantie.
  • Verbrauch: ca. 8,8 Liter/100 km, je nach Fahrweise.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die seit 2018 existierende fünfte Generation des Forester neigt sich langsam, aber sicher ihrem Ende zu und bringt mit zwei Sondermodellen noch einen besonderen Anreiz, das Geländefahrzeug aus Japan aus dieser Baureihe zu kaufen. Ob sich das lohnt, klärt dieser Test.

Motor

Der Antriebsstrang bleibt bei den Editionsmodellen unangetastet und daher schlägt das Boxerherz, bestehend aus einem 2.0-Vierzylinder Benzinmotor, der als Mild-Hybrid durch einen kleinen E-Motor unterstützt wird, weiterhin unter der Blechhaube. Seine 150 PS und 195 Newtonmeter reichen aus, um das recht große Gefährt adäquat in Bewegung zu setzen. Als Übersetzung kommt eine stufenlose Automatik zum Einsatz und diese verteilt die Kraft – wie bei Subaru üblich – permanent auf alle vier Räder.

Karosserie/Ausstattung

Der Forester zeigt sich gefällig mit einer Art klassisch-modernen Note. Bereits von außen zeigt er sich optisch als geländegängig, so besitzt er doch eine sichtbar erhöhte Bodenfreiheit und dank gut bemessender Böschungs- und Rampenwinkel macht ein Abstecher ins Off keinerlei Probleme. Die Platzverhältnisse im Innenraum sind als großzügig zu bezeichnen und sowohl Materialauswahl als auch die Verarbeitung lässt keinerlei Grund zur Kritik übrig. Während die Edition Black außen mit vielen Details in Schwarz und sämtlichen Beschriftungen in Grau punktet, setzt die Edition Exclusive Cross auf Kontraste in auffälligem Orange, die sich an Schwellern, Schürzen und an der Dachreling zeigen. Diese Akzente werden auch im Innenraum fortgeführt und finden sich als Kontrastnähte sowie Intarsien in ebendiesem Orange wieder.

Die Edition Black basiert auf der höchsten Ausstattung „Platinum“, die so gut wie vollständig erscheint, währenddessen die Edition Exclusive Cross auf der „Comfort“ – eine Stufe darunter – nicht ganz so opulent, aber immer noch umfangreich ausgestattet daherkommt. Beide Modelle zeigen ihren Sonderstatus zudem mittels spezieller Plakette im Innenraum; die Edition Black offeriert diese mittig an der Instrumententafel und die Exclusive Cross offenbart sich auf der Beifahrerseite, direkt über dem Handschuhfach.

Fahrverhalten

Der Forester zeigt sich gutmütig und überwiegend neutral im Fahrverhalten. Seine 150 PS genügen, um jederzeit gut im Verkehr mitzuschwimmen. Der E-Support ist insbesondere beim Anfahren und bei langsamer Fahrt im Gelände spürbar. Längere Strecken als maximal rund 400 Meter sind aber seltener rein elektrisch fahrbar. Dafür fällt der Subaru zwischendurch immer wieder mal in den vollelektrischen Modus. Obwohl die Automatik stufenlos arbeitet, werden sieben Fahrstufen simuliert und sorgen für eine Art Schaltcharakteristik. Nur bei voller Beschleunigung und bei schnellen Autobahnetappen ist der sogenannte Gummibandeffekt spürbar, bei dem der Motor permanent in hohen Drehzahlen gehalten wird, um dem Leistungsabruf gerecht zu werden. Dies zeigt sich jedoch weit weniger ausgeprägt als noch bei vorherigen Generationen.

Zwei Fahrprogramme des sogenannten „X Mode“ für widrige Fahrbahnbedingungen passen Antrieb und Kraftverteilung entsprechend an und sorgen damit für bestmögliche Traktion auf allen Untergründen.

Wirtschaftlichkeit

Trotz des Einsatzes von Mild-Hybridtechnik ist der Forester kein Verbrauchswunder und benötigt im Schnitt 8,8 Liter auf 100 Kilometer, was zwar nicht wenig ist, für das, was der Motor leistet. Wer zaghaft mit dem Gaspedal umgeht und vorausschauend fährt, kann den Verbrauch allerdings auf unter sechs Liter reduzieren. Abseits von Asphalt und Beton ist dies aber ebenso illusorisch. Dafür gibt es stets ein hohes Maß an Sicherheit durch den permanenten Allradantrieb, der in der heutigen Zeit in sehr wenigen Fahrzeugen dieser Klasse vorzufinden ist. Die Preise beginnen für den etwas farbenfroheren Exclusive Cross bei 44.390 Euro, wohingegen die noch üppiger ausgestattete Edition Black bei 46.450 Euro startet.

Dazu kommen serienmäßig 5 Jahre Garantie dazu, die optional auf insgesamt acht Jahre erweitert werden kann. Diese gilt dann auch bis 200.000 Kilometer, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Darüber hinaus gibt es die Subaru Service-Flat und einen Satz Winterkompletträder, sodass die Sondermodelle quasi einem Wunschlos-glücklich-Paket entsprechen.

Fazit

Vielseitig, zuverlässig, viel Platz bietend und mit Allradantrieb – das ist typisch für einen Subaru. Der Forester gilt auf der Zielgeraden seiner Generationslaufbahn zudem als ausgereift und frei von jedweder Kinderkrankheit. Bei den zwei Sondermodellen darf sich der geneigte Käufer über eine dezente, aber unübersehbare Exklusivität und eine umfangreiche Ausstattung freuen. Je nach Geschmack wird dieser dann entweder bei der besonders gut ausgestatteten und dunkel changierten Edition Black oder bei der extrovertierten und peppig dynamischen Edition Exclusive Cross fündig. Damit ist man darüber hinaus auf allen Wegen sicher unterwegs. Da sieht man gern über mittelprächtige Verbrauchsergebnisse und ein etwas in die Jahre gekommenes – aber ausgezeichnet funktionierendes – Infotainment hinweg.