Probefahrt: Die Mercedes C-Klasse im Autotest

Zeitlos-elegant: Das T-Modell der Mercedes C-Klasse
Hajo Zenker- Mercedes C-Klasse T-Modell beliebt auf Heimatmarkt, trotz rückläufiger Verkäufe.
- Mittelklasse-Diesel mit 197 PS und 440 Nm Drehmoment, 0-100 km/h in 7,6 Sekunden.
- 4,75 Meter langer Kombi bietet Platz für vier Erwachsene und 490 Liter Kofferraum.
- Hochwertige Materialien, modernes digitales Cockpit, viele Assistenzsysteme.
- Einstiegspreis 46.050 Euro, Verbrauch 4,7 Liter Diesel/100 km.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mercedes muss in diesem Jahr auf dem Heimatmarkt bisher ein Minus von 9,5 Prozent verbuchen (Gesamtmarkt: minus 0,4). So verkaufen sich A-, C- oder S-Klasse schlechter als im Vorjahr, auch GLA, GLB und GLC verlieren. Hingegen konnten E- und V-Klasse sowie GLE und GLS zulegen.
Motor
Die Auswahl ist ordentlich: Drei Diesel, vier Benziner und zwei Plug-in-Hybride sorgen beim T-Modell der C-Klasse für eine Leistungspalette von 163 PS bis zu stolzen 680 PS (als AMG). Wobei Mercedes mittlerweile auf Sechszylinder verzichtet. Der von uns gefahrene mittlere Diesel ist schon eine sehr ordentliche Motorisierung – aus zwei Litern Hubraum werden 197 PS und 440 Newtonmeter maximales Drehmoment mobilisiert. Das sorgt für flottes, souveränes Vorankommen, was auch an der sehr guten Neun-Gang-Automatik liegt. In 7,6 Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn 240 km/h erreichen. Mehr Leistung braucht man für einen Kombi eigentlich nicht.
Karosserie/Ausstattung
Einst als „Baby-Benz“ tituliert, ist die C-Klasse längst ein Klassiker der Stern-Marke, in Deutschland traditionell in der Karosserieform des Kombi beliebt, die bei Mercedes T-Modell heißt und seit 1996 im Angebot ist. Die Form der fünften Generation ist noch immer gut als Kombi der C-Klasse zu identifizieren, gerade die Front ist aber mittlerweile deutlich modernisiert. Der Wagen wirkt zeitlos-elegant.
Der 4,75 Meter lange Kombi ist zwar kein Raumwunder, aber trotzdem finden vier Erwachsene ordentlich Platz auch für längere Touren Platz (auch wenn die Sitze eher schmal geschnitten sind). Dazu kommt der Kofferraum von 490 Litern, ebenfalls eher Durchschnitt, aber doch familienfreundlich.
Wie sich das für einen Mercedes gehört, sind Materialien und Verarbeitung absolut hochwertig. Das Cockpit ist heute – natürlich – überaus digital. Das Navi etwa zeigt einem per blauen Pfeilen, die in das Bild der Außenkamera eingespielt werden, eindeutig, wohin man abbiegen muss. Und an der roten Ampel bekommt man die komplette Ampel als Livestream auf den Touchscreen, man muss sich also nicht den Hals verrenken, wenn ein Lkw neben einem steht. Wer möchte, kann veranlassen, dass sich bei Minusgraden automatisch die Sitzheizung einschaltet. Alle sieht nicht nur gut aus, es lässt sich auch gut bedienen.
Ab Werk hat das T-Modell unter anderem einen Park-Assistenten mit Rückfahrkamera, Leichtmetallfelgen, Dachreling, elektrisches Gepäckraumrollo, Regensensor, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, kabelloses Smartphone-Laden, elektrisch anklappbare Außenspiegel und einen Fernlichtassistenten an Bord.
Fahrverhalten
Es gibt ihn noch, den guten alten Hinterradantrieb. Wobei man die C-Klasse auch mit Allrad bekommen kann. Komfort und Sportlichkeit stehen sich dabei im Fahrwerk nicht im Weg, man kann den Wagen flott bewegen, ohne sich jeder Straßenunebenheit schmerzhaft gewahr werden zu müssen. Der Wagen ist zudem handlicher, als man das erwarten könnte.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in ein T-Modell der C-Klasse gibt es ab 46.050 Euro. Mit dem von uns gefahrenen mittleren Diesel werden daraus bereits 58.114 Euro – und die Aufpreisliste ist lang. Freuen kann man sich, dass der offizielle Verbrauch von 4,7 Litern Diesel auf 100 Kilometer nicht nur auf dem Papier steht. Unser Verbrauch lag nur minimal darüber.
Fazit
Auch wenn die SUV heutzutage alles dominieren: Der gute alte Kombi kann noch immer so richtig Spaß machen – und als C-Klasse T-Modell sowieso.


