Probefahrt: Der Mazda CX-5 im Autotest

Bleibt ein Hingucker: der Mazda CX-5
Hajo ZenkerMazda kann in diesem Jahr in Deutschland bisher ein Plus von 3,8 Prozent verbuchen (Gesamtmarkt: plus 4,3 Prozent) und liegt mit einem Marktanteil von 1,6 Prozent vor anderen japanischen Marken wie Nissan oder Mitsubishi (jeweils 1,1 Prozent) oder gar Honda (0,3). Europaweit betrachtet konnte Mazda im zweiten Quartal 2024 den Absatz gar um zwölf Prozent steigern, wofür insbesondere die Nachfrage nach dem Mazda CX-30 und dem Mazda CX-5 verantwortlich ist. Dabei bleibt Deutschland der mit Abstand größte Absatzmarkt in Europa, gefolgt von Großbritannien.
Motor
Zwei Benziner und zwei Diesel stehen für den CX-5 zur Verfügung. Die Benziner sind neuerdings stets als Mild-Hybrid elektrisch unterstützt und grundsätzlich mit Zylinderabschaltung ausgestattet. Insgesamt ergibt das für den CX-5 eine Leistungspalette von 150 PS bis 194 PS. Der von uns gefahrene größere 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 184 PS ist ein schönes Beispiel dafür, dass Mazda gern gegen den Strich bürstet: Wer hat schon noch Vierzylinder-Diesel mit 2,2 Litern Hubraum im Angebot? Kraft jedenfalls ist dementsprechend vorhanden: So geht es – bei einem maximalen Drehmoment von 445 Newtonmetern (bei 2000 Umdrehungen) – in 9,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn auf bis zu 208 km/h. Und das souverän und entspannt, wenn auch vom Ton her deutlich als Selbstzünder identifizierbar. Der große Diesel ist stets mit einer Automatik ausgestattet, die allerdings nur sechs Stufen hat und so etwas behäbig und nicht ganz auf der Höhe der Zeit wirkt.
Karosserie/Ausstattung
Mazda hatte die Zeichen der Zeit früh erkannt: Der kompakte Hochbeiner CX-5 wurde erstmals 2011 vorgestellt und entwickelte sich zu einem echten Erfolgsmodell. Wozu auch das eigenständige und sehr gelungene Design beigetragen hat. Kein Wunder also, dass man nach der jüngsten Überarbeitung schon genau hinsehen muss, um Veränderungen zu entdecken, etwa am Kühlergrill und bei den Heckleuchten. Das 4,58 Meter lange Gefährt punktet zudem mit viel Platz. So fallen Knie- und Schulterfreiheit im Fond üppig aus. Der Kofferraum des CX-5 schluckt satte 510 Liter. Die Rückbank lässt sich zwar nicht verschieben, aber die drei Teile der Lehne können sich blitzschnell in einen ebenen Ladeboden verwandeln. Der Innenraum erfreut damit, dass hier noch echte Schalter und Tasten vorhanden sind, was die Bedienung eindeutig erleichtert. Allerdings: Auch wenn der Bildschirm vergrößert wurde – Grafik, Bedienung, fehlende Verkehrsinfos zeugen davon, dass bei der Digitalisierung noch Nachholbedarf besteht. Ab Werk hat der CX-5 mittlerweile unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, City-Notbrems- sowie Spurwechselassistent, Alarm- und Klimaanlage, elektrisch beheiz- und anklappbare Außenspiegel, Audiosystem, Fensterheber rundum, fernbedienbare Zentralverriegelung. Optional gibt es diverse weitere Assistenten, etwa für das Erkennen von Müdigkeit und Verkehrszeichen oder den Einsatz des Fernlichts.
Fahrverhalten
Fahrwerk und Lenkung sind für ein Kompakt-SUV erstaunlich straff, auch bei flotter Kurvenfahrt hält sich die Seitenneigung in Grenzen. Trotzdem hat Mazda den Komfort nicht vergessen, Unebenheiten werden gemeinhin weggebügelt. Mit Allradantrieb (erfreulicherweise für jeden angebotenen Motor erhältlich und beim großen Diesel Serie) steigt die Traktion - und man kommt besser übers Land oder auf die Berge.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen CX-5 gibt es mit dem kleinsten Benziner, Frontantrieb und Handschaltung für 32.190 Euro. Der von uns gefahrene große Diesel ist stets mit Allradantrieb und Automatik sowie besserer Ausstattung verbunden – woraus laut Liste dann bereits mindestens 46.050 Euro werden. Unser Testwagen kam dann maximal ausgestattet bereits auf 52.550 Euro. Offiziell verbraucht der Motor 6,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer, einen halben Liter mehr sollte man einkalkulieren. Mazda gewährt erfreulicherweise sechs Jahre Garantie.
Fazit
Wohl geformt und mit einem überzeugenden Raumangebot ausgestattet – der CX-5 ist nicht umsonst seit Jahren ein Bestseller. Trotz der jüngsten Überarbeitung zeigen zumindest Navi und Automatik, dass noch etwas Aktualisierungsbedarf besteht. Im Grundsatz aber ist und bleibt dieser Mazda ein ansehnliches, familienfreundliches Erfolgsmodell.


