Test Auto-Zubehör: RC35 und RC26 – frische Technik fürs ältere Auto

RC35 und RC26. Modernes Infortainment für ältere Autos.
Lamtto / AI gen.- Lamtto bringt RC35 mit eigenem 11-Zoll-Bildschirm und RC26 als CarPlay/AA-Box ins Auto.
- RC35 bietet kabelloses CarPlay/Android Auto, Audio via Bluetooth, AUX oder UKW, plus Rückfahrkamera.
- RC26 nutzt den USB-Anschluss kompatibler Fahrzeuge und bietet Play Store und HDMI-Ausgang.
- Beide erfordern Smartphone-Hotspot für Online-Inhalte, Kompatibilität und Montage sind zu prüfen.
- Fazit: RC35 lohnt für ältere Autos, RC26 für mehr Apps – einfache Funkadapter bleiben günstiger.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Das Auto fährt zuverlässig, nur Radio und Infotainmentsystem scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen. Die Navigation läuft auf dem Handy, beim Telefonieren fehlt eine vernünftige Freisprechlösung, und die Lieblingsmusik erreicht die Lautsprecher allenfalls über Umwege.
Gerade in älteren Fahrzeugen kann ein nachgerüsteter Bildschirm deshalb sinnvoll sein. Wer bereits ein passendes Display besitzt, braucht dagegen möglicherweise nur einen Adapter, um dessen Möglichkeiten zu erweitern.
Für beide Fälle hat Lamtto etwas im Programm. Die chinesische Marke mit Verbindungen nach Shenzhen konzentriert sich auf Autozubehör, darunter Kameras, tragbare Bildschirme und Geräte zur Smartphone-Anbindung. Mit dem RC35 und der RC26 stehen zwei Lösungen bereit, deren ähnlich klingende Namen zunächst mehr Gemeinsamkeiten vermuten lassen, als tatsächlich vorhanden sind.
Der RC35 bringt einen eigenen Bildschirm mit und eignet sich auch für Autos mit einfachem Radio. Die RC26 nutzt dagegen das vorhandene Infotainmentsystem eines kompatiblen Fahrzeugs. Beide lassen sich unabhängig voneinander verwenden. Ein gemeinsamer Betrieb ist weder erforderlich noch eindeutig bestätigt: Der RC35 beherrscht kabelloses CarPlay und Android Auto bereits selbst, ein passender Eingang für die zusätzliche Box ist nicht klar ausgewiesen.
RC35 – Ein großer Bildschirm zieht ein
Beim Auspacken fällt vor allem die Größe auf. Elf Zoll entsprechen knapp 28 Zentimetern Bildschirmdiagonale – genug Platz, um Karten und Menüs wesentlich großzügiger darzustellen als auf einem Smartphone. Neben dem Display gehören zwei Halterungen, ein Stromadapter für die Autosteckdose, ein Audiokabel und eine Rückfahrkamera mit langem Anschlusskabel zum Paket.
Die Grundinstallation verlangt keine besonderen Vorkenntnisse. Zunächst braucht der Bildschirm einen Platz, an dem er gut erreichbar ist, ohne die Sicht, wichtige Schalter oder Airbags zu verdecken. Gerade im Kleinwagen sollte man vor der Befestigung ausprobieren, wie viel Raum die große Anzeige beansprucht. Auf einem weitläufigen Armaturenbrett lässt sie sich leichter unterbringen.
Die Halterung sitzt am besten auf einer sauberen, geeigneten Fläche. Ihr Halt sollte regelmäßig kontrolliert werden, besonders nach heißen Tagen, an denen Klebeverbindungen nachlassen können. Anschließend wird der RC35 mit der Autosteckdose verbunden und das Smartphone gekoppelt. Dafür müssen Bluetooth und WLAN eingeschaltet sein. Bluetooth übernimmt den ersten Kontakt, über WLAN läuft anschließend die drahtlose Übertragung. Nach der Einrichtung soll die Verbindung beim nächsten Fahrzeugstart automatisch wiederhergestellt werden.
Apple CarPlay und Android Auto bringen ausgewählte Handyfunktionen auf den Bildschirm. Navigation, Musik, Anrufe und Nachrichten erhalten eine fürs Auto angepasste Oberfläche. Das Telefon kann dabei in der Tasche bleiben. Allerdings unterstützt der RC35 nicht jedes Smartphone gleichermaßen: Für Huawei- und Xiaomi-Geräte bestehen ausdrücklich Einschränkungen. Hier lohnt die Nachfrage zum konkreten Modell.
RC35 – Karten groß, Musik über die Autolautsprecher
Im Alltag liegt der größte Gewinn in der Übersicht. Straßenverläufe und Abbiegehinweise bekommen mehr Platz, ebenso die Schaltflächen für Musik und Telefonie. Die Auflösung von 1.280 × 800 Bildpunkten reicht dafür aus, auch wenn die Darstellung nicht so fein ausfällt wie auf einem aktuellen Tablet. Der große Bildschirm erleichtert das Ablesen; eine ungünstige Montage mit starken Spiegelungen kann diesen Vorteil allerdings wieder schmälern.
Damit die Musik zur großen Anzeige passt, sollte der Ton möglichst über die Fahrzeuganlage laufen. Der RC35 bietet dafür Bluetooth, einen AUX-Anschluss mit Klinkenkabel und einen kleinen UKW-Sender. Bei letzterem wird am Autoradio eine freie Frequenz eingestellt, auf der das Display seinen Ton überträgt. Das hilft bei sehr alten Radios, kann unterwegs aber durch andere Sender gestört werden. Bluetooth oder das Audiokabel sind meist die angenehmere Lösung.
Ein eingebauter Lautsprecher ist ebenfalls vorhanden, bleibt klanglich jedoch eher eine Ausweichmöglichkeit. Etwas Geduld kann die erste Einrichtung der Bluetooth-Audioverbindung verlangen: Schließlich müssen Smartphone, Bildschirm und Autoradio zusammenspielen. Ist die richtige Ausgabe gewählt, gelangen auch Navigationsansagen und Gespräche über die Autolautsprecher ins Fahrzeug. Siri beziehungsweise die Sprachsteuerung des Android-Telefons helfen, Ziele oder Musikwünsche ohne längeres Tippen aufzurufen.
Für Wartezeiten bringt der RC35 eigene Unterhaltungs-Apps mit, darunter je nach Softwarestand YouTube, Prime Video, Spotify und TikTok. Dafür benötigt er WLAN oder den Hotspot eines Smartphones. Ein frei nutzbarer Google Play Store gehört nicht dazu; zusätzliche Apps lassen sich also nicht beliebig installieren. Auch die Navigation bleibt Aufgabe des verbundenen Telefons.
Eine andere Ergänzung steckt mit der Rückfahrkamera bereits im Karton. Ihr Bild kann beim Rangieren helfen, die Installation braucht aber mehr Zeit als die des Displays. Das rund 6,5 Meter lange Kabel muss bis ans Heck verlegt und die Kamera sicher befestigt werden. Für eine automatische Umschaltung beim Einlegen des Rückwärtsgangs ist ein passendes Signal nötig; dessen Anschluss sollte für das jeweilige Set und Fahrzeug geklärt werden. Auch bei der Kameraauflösung bleiben Fragen: Die Angaben schwanken zwischen 720p und 1080p. Wer darauf Wert legt, sollte sich die konkrete Ausführung bestätigen lassen.
RC26 – kleine Box mit dem größeren App-Angebot
Während der RC35 einen Bildschirm ins Auto bringt, erweitert die RC26 einen bereits vorhandenen. Sie wird mit dem USB-Datenanschluss des Fahrzeugs verbunden und startet dort ihre eigene Android-Oberfläche. Eine reine Ladebuchse genügt dafür ebenso wenig wie irgendein beliebiges Autodisplay.
Die entscheidende Voraussetzung ist eine kompatible kabelgebundene Smartphone-Anbindung. Bei Fahrzeugen mit CarPlay per USB ist die Ausgangslage klarer; die Angaben zur Unterstützung von Autos, die ausschließlich kabelgebundenes Android Auto besitzen, sind nicht durchgängig eindeutig. Deshalb sollte die Kompatibilität anhand von Fahrzeugmodell und Infotainmentsystem bestätigt werden. Ein ausschließlich drahtlos arbeitendes Werkssystem erfüllt die Voraussetzung nicht automatisch.
Im Karton liegen die Box, zwei USB-Kabel für unterschiedliche Fahrzeuganschlüsse, eine Anleitung und ein Stift für die Rücksetztaste. Je nach Angebot gehört eine Fernbedienung dazu. Nach dem Einstecken erscheint die Oberfläche auf dem Fahrzeugbildschirm. Das Smartphone wird zunächst per Bluetooth gekoppelt, anschließend entsteht die WLAN-Verbindung für kabelloses CarPlay oder Android Auto. Zwischen den Betriebsarten wird je nach Ausführung über eine Taste oder einen versenkten Schalter gewechselt.
Ist alles eingerichtet, entfällt das tägliche Einstecken des Handys. Ganz ohne Wartezeit beginnt die Fahrt mit der Box allerdings nicht: Für Start und Wiederverbindung sind ungefähr 15 bis 30 Sekunden vorgesehen. Bedient wird sie vor allem über den vorhandenen Touchscreen, gegebenenfalls ergänzt durch die Fernbedienung. Wie gut Fahrzeug- und Lenkradtasten eingebunden werden, hängt vom jeweiligen Auto ab.
Der eigentliche Mehrwert gegenüber einem einfachen Funkadapter steckt im eigenen App-Bereich. Die RC26 bietet Zugang zum Google Play Store und kann zusätzliche kompatible Anwendungen installieren. Für den Store ist ein Google-Konto erforderlich, für kostenpflichtige Streamingdienste das entsprechende Abonnement. Hinzu kommt Gemini, Googles KI-Assistent, der Fragen beantworten oder bei der Suche nach Informationen helfen kann.
Eigene Apps können grundsätzlich auch ohne ständig gekoppeltes Telefon laufen. Für Online-Inhalte braucht die Box allerdings weiterhin Internet über einen Smartphone-Hotspot oder ein anderes WLAN. Ein eigenes Mobilfunkmodul besitzt sie nicht. Über HDMI lassen sich Inhalte außerdem auf einen geeigneten zusätzlichen Bildschirm ausgeben, etwa im Fond. Monitor und HDMI-Kabel werden separat benötigt. Ein Betrieb ausschließlich an einem externen Monitor, ganz ohne kompatibles Autosystem, ist nicht verlässlich bestätigt.
Bei Bild und Ton setzt das Fahrzeug die Grenzen. Die Box macht ein niedrig auflösendes Werksdisplay nicht schärfer und verbessert auch keine schwachen Lautsprecher. Entscheidend sind außerdem die jeweilige App und eine stabile Datenverbindung. Funkunterbrechungen, Wartezeiten oder Verzögerungen zwischen Eingabe und Reaktion bleiben mögliche Begleiterscheinungen solcher Nachrüstlösungen.
RC35 / RC26 – was Anschluss und Nutzung mit sich bringen
Die drahtlose Verbindung selbst verbraucht noch kein mobiles Datenvolumen. Erst Online-Karten, Musik und vor allem Videos greifen darauf zu. Bei Filmen in hoher Qualität können mehrere Gigabyte pro Stunde zusammenkommen. Wer regelmäßig streamt, sollte seinen Tarif entsprechend wählen. Auf längeren Fahrten bleibt außerdem eine Lademöglichkeit fürs Smartphone sinnvoll.
Elektrisch halten sich die Eingriffe in Grenzen. Der RC35 nutzt die Autosteckdose, die RC26 den USB-Anschluss; Änderungen an Steuergeräten sind dafür nicht vorgesehen. Dennoch sollten Kabel sicher verlegt sein und weder Pedale noch Bedienelemente behindern. Die kleine Box braucht einen festen, ausreichend belüfteten Platz. Liefert die Steckdose auch nach dem Abstellen weiter Strom, kann ein angeschlossenes Gerät auf Dauer die Fahrzeugbatterie belasten.
Mehr Sorgfalt verlangen zusätzliche Arbeiten an der Elektrik, etwa für die Rückfahrkamera. Bei Unsicherheit ist die Werkstatt der richtige Ansprechpartner. Zum vernünftigen Umgang gehören ebenso Software-Updates und ein Blick auf App-Berechtigungen. Vor einem Weiterverkauf sollten gespeicherte Konten entfernt und die Geräte zurückgesetzt werden.
Die wichtigste Grenze setzt allerdings die Aufmerksamkeit. Auch einen fest montierten Bildschirm darf der Fahrer während der Fahrt nur mit kurzen, zur Verkehrslage passenden Blicken nutzen. Längere Zieleingaben oder die Suche durch App-Menüs gehören vor den Start oder in eine Pause. Der Beifahrer kann Einstellungen übernehmen; laufende Videos auf dem vorderen Display können den Fahrer trotzdem ablenken und sollten ausgeschaltet bleiben.
RC35 / RC26 – Der passende Helfer hängt vom Auto ab
Der RC35 bietet vor allem älteren Autos ohne moderne Smartphone-Anbindung einen spürbaren Zugewinn. Seine Stärken sind die große Kartenansicht, mehrere Möglichkeiten der Audioausgabe und die beiliegende Rückfahrkamera. Dafür braucht er Platz, eine sorgfältige Befestigung und etwas Geduld bei Einrichtung und Kabelverlegung.
Die RC26 passt zu Fahrzeugen, die bereits einen kompatiblen Bildschirm besitzen. Wer neben kabellosem CarPlay oder Android Auto auch eigene Apps und einen zusätzlichen Bildschirmausgang nutzen möchte, bekommt deutlich mehr Möglichkeiten als mit einem einfachen Adapter. Die genaue Fahrzeugkompatibilität sollte dabei vor dem Preis entscheiden.
Lamtto RC35 / RC26 - Test-Fazi
Wer lediglich das Smartphone-Kabel loswerden möchte, fährt mit einem schlichteren Funkadapter günstiger. Für eine umfangreichere Nachrüstung bietet der RC35 dagegen viel Ausstattung, während die RC26 vor allem dann ihren Aufpreis rechtfertigt, wenn ihr App-Angebot und die Unterhaltungsmöglichkeiten auch tatsächlich genutzt werden.
