Test FamilyBot: Ebo Max – wie gut ist der rollende Familienbegleiter?

Enabot Ebo Max. Immer wissen, was zu Hause los ist.
Enabot / AI gen.- Familienroboter Ebo Max: mobile Kamera, Videoanrufe, Telepräsenz und Haustier-Tracking.
- Preis 599,99 Euro. 4K-Kamera mit 8 MP, 131 Grad Blickwinkel, Nachtsicht und lokaler Speicher.
- Einrichtung per EBO HOME und QR-Code. Unterstützt 2,4 und 5 GHz WLAN, kein Cloud-Zwang.
- Navigation via V-SLAM, markierbare Ziele. Schwächen bei Schwellen, Treppen und Rückkehr zur Station.
- KI reagiert auf „EBO EBO“, folgt Personen und liest Nachrichten – wirkt jedoch teils holprig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Den Markt der Roboter für Privathaushalte dominieren Geräte, die Böden reinigen oder Rasen mähen. Familienroboter bleiben eine Nische für technikaffine Haushalte und Tierhalter. Für den Blick auf die Eingangstür genügt eine gewöhnliche Kamera. Beweglichkeit wird interessant, wenn mehrere Räume und deren Bewohner ins Bild kommen sollen.
Beispielsweise wenn die Katze irgendwo in der Wohnung liegt, doch die feste Kamera nur das leere Sofa zeigt. Auftritt Familienroboter: Er fährt dorthin, wo etwas passiert. Die Geräte verbinden eine bewegliche Kamera mit Gegensprechanlage, Videoanrufen und Unterhaltung. Per Smartphone lässt sich nach dem Rechten sehen oder die Familie erreichen. Telepräsenz heißt diese Möglichkeit, anderswo ein Stück weit anwesend zu sein.
Enabot wurde 2018 im chinesischen Shenzhen gegründet und entwickelt Familienroboter. Das Sortiment reicht von EBO SE und Mini über die Air-Modelle bis zum größeren EBO X. Der EBO Max FamilyBot kostet im deutschen Herstellershop 599,99 Euro. Oberhalb des Air 2 Plus bietet er eine höher auflösende Kamera, weiterentwickelte Navigation und mehr Möglichkeiten bei der künstlichen Intelligenz, kurz KI. Preislich bleibt er unter dem X, dessen Alexa-Anbindung dem Max fehlt.
Animierte Augen geben dem Kunststoffgehäuse einen freundlichen Ausdruck. Mit rund 13 Zentimetern Breite und 750 Gramm lässt sich der Roboter bequem umsetzen. Raupenketten bewegen ihn über den Boden. Die Kamera begegnet Haustieren beinahe auf Augenhöhe, Erwachsene schaut sie von unten an. Für Gespräche am Esstisch ist diese Perspektive weniger günstig.
Ebo Max – Auspacken und WLAN-Verbindung
Der Max kommt fertig montiert. Im Karton liegen Ladestation, Netzteil, Anleitung und ein Stift zum Zurücksetzen. Eine Speicherkarte mit 32 Gigabyte ist eingesetzt. Vor dem Start werden Schutzfolien entfernt und die Station angeschlossen. Sie gehört auf einen ebenen Boden, möglichst an eine Wand. Die Anleitung verlangt jeweils 60 Zentimeter Platz seitlich und zwei Meter freie Anfahrt davor. Der kleine Roboter braucht damit mehr Raum, als seine Größe vermuten lässt.
Die Einrichtung übernimmt die App EBO HOME für Android und iPhone. Nach dem Anmelden wird ein Gerät hinzugefügt und das WLAN samt Passwort eingetragen. Den anschließend erzeugten QR-Code bekommt die Roboterkamera in 15 bis 20 Zentimetern Abstand gezeigt. App und Roboter bestätigen die Verbindung. Unterstützt werden WLAN-Netze mit 2,4 und 5 Gigahertz, den beiden üblichen Frequenzbereichen. Werkzeug oder eine zweite Person sind nicht erforderlich.
Ebo Max – die Wohnung wird zur Fahrstrecke
Nun dient die App als Fernsteuerung: Ein virtueller Steuerknüppel bewegt den Max, das Kamerabild hilft bei der Orientierung. Für automatische Kontrollfahrten werden Routen von Hand abgefahren und wichtige Stellen markiert. Die Navigation nutzt V-SLAM, eine visuelle Ortsbestimmung mithilfe von Kamerabildern. Angelegte Wege kann der Roboter selbstständig nutzen und markierte Ziele anfahren. Beim ersten Erkunden der Wohnung braucht er also Unterstützung.
Die erste Rundfahrt zeigt, wie gut das Zuhause zu ihm passt. Zwölf Millimeter sind die maximale Hindernishöhe; dicke Teppichkanten und höhere Türschwellen können die Tour beenden. Treppen bleiben unüberwindbar. In der Praxis blieb der Max gelegentlich fern seiner Station hängen oder fand nicht zuverlässig zu dieser zurück. Vor längerer Abwesenheit sollten also in jedem Fall die vorgesehenen Wege samt Rückfahrt ausprobiert werden.
Ebo Max – Mit der Kamera nach der Katze sehen
Ein typisches Max-Szenario wäre die Mittagspause im Büro. In der App öffnet sich das Livebild, dann geht es durch den Flur zur Katze. Liegt sie hinter dem Sessel, lässt sich die Perspektive wechseln. Mikrofon und Lautsprecher ermöglichen eine Ansprache, Bewegungen und Tiergeräusche bieten Spielreize. Auf Wunsch verfolgt der Max Haustiere und hält Begegnungen als Foto oder Video fest. Ob ein Tier mitmacht oder Abstand hält, entscheidet kein Datenblatt. Eine ruhige Gewöhnung ist sinnvoller als sofortiges Hinterherfahren.

Enabot Ebo Max. Drei Stunden Kontrollfahrten am Stück sind möglich, dann zurück an die Ladestation.
Enabot / AI gen.Die Kamera zeichnet mit acht Megapixeln in 4K auf, also mit 3840 mal 2160 Bildpunkten. Ihr Blickwinkel von 131 Grad erfasst viel vom Raum, Nachtsicht hilft bei wenig Licht. Die niedrige Position bleibt eine Grenze: Die Küchenarbeitsplatte lässt sich nicht von oben betrachten. Eine flüssige Übertragung braucht zudem gutes WLAN zu Hause und eine stabile Internetverbindung unterwegs.
Ebo Max – Videoanrufe und eine KI mit Eigenheiten
Beim Videoanruf erscheint das Gegenüber auf dem Display, während die Roboterkamera das Bild ans Smartphone liefert. Aus der Fahrt durchs Wohnzimmer wird ein kurzer Besuch aus der Ferne. Über die Taste am Gerät lässt sich ebenfalls ein Anruf anstoßen, ohne zu Hause ein Handy zu bedienen. Zudem kann der Max Nachrichten vorlesen, die in der App eingetippt werden.
Mit „EBO EBO“ wird der Sprachassistent geweckt, der auch Deutsch unterstützt. Er beantwortet Fragen, setzt Erinnerungen und kann einer Person folgen. Multimodale KI bedeutet, dass Bild, Sprache und weitere Informationen gemeinsam verarbeitet werden. Hinterlegte Gesichter und ein Gedächtnis für Vorlieben sollen den Umgang persönlicher machen. Das funktioniert wirklich gut. Nur bei mehreren Anfragen kam die KI ins ins Stocken, nicht jede Unterhaltung klingt natürlich. Greifbarer bleibt der Nutzen beim Sehen, Sprechen und gezielten Herumfahren.
Ebo Max - Grenzen bei Fürsorge und Privatsphäre
Hinweise auf erkannte Stürze oder längere Inaktivität können Anlass sein, nach einem Angehörigen zu schauen. Einen Hausnotruf oder eine persönliche Betreuung ersetzt das Gerät jedoch nicht: Schon eine geschlossene Tür trennt es vom Geschehen. Ebenso braucht eine Katze trotz Roboter menschliche Zuwendung und Versorgung.

Enabot Ebo Max. Kann Stürze erkennen und so für schnelle Hilfe sorgen.
EnabotVideos lassen sich lokal speichern, zusätzlich zur Karte sind 64 Gigabyte eingebaut, davon rund 47 nutzbar. Der Kamerabetrieb erfordert kein Cloud-Abo; Speicherplatz im Internet ist optional kostenpflichtig. Zugriffe sollten bewusst freigegeben werden. Eine mechanische Kameraabdeckung und separate Abschalttasten für Kamera und Mikrofon fehlen. Ruhezeiten per Software bieten weniger Gewissheit als eine sichtbar verschlossene Linse.
Der Max kann bis zu drei Stunden unterwegs sein und braucht dann bis zu vier Stunden, um Energie nachzutanken. Kurze Besuche und Kontrollrunden passen deshalb besser zum Konzept als ständiges Herumfahren. Und auch der Roto braucht Pflege: Haare und Staub müssen aus dem Fahrwerk entfernt werden, dessen Ketten und Radmodul abnehmbar sind.
Enabot Ebo Max – Test-Fazit
Der EBO Max überzeugt als bewegliche Verbindung nach Hause, besonders in einer weitgehend schwellenfreien Wohnung mit Haustieren. Seine freundliche Gestaltung erleichtert den Zugang, KI und Navigation verlangen noch Geduld. Rund 600 Euro lohnen sich vor allem für Familien, die Fahrten und Videoanrufe regelmäßig nutzen. Der Max hat als rollender Mitbewohner Charme, braucht aber ein Zuhause, das zu seinen Grenzen passt.
