Test Mähroboter
: LUBA 3 AWD – So sieht perfekte Rasenpflege aus

Mammotion präsentiert das Flaggschiff seiner Rasenroboter. Der LUBA 3 AWD mit TriFusion-Navigation im Test.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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LUBA 3 AWD. Der Mähroboter kümmert sich um den Rasen, für den Menschen bleibt für anderes Zeit.

LUBA 3 AWD. Der Mähroboter kümmert sich um den Rasen, für den Menschen bleibt für anderes Zeit.

Mammotion
  • Mammotion LUBA 3 AWD: Premium-Mähroboter mit TriFusion-Navigation für komplexe Gärten.
  • LiDAR, NetRTK und Dualkameras sichern Orientierung; bis zu 1 cm Genauigkeit laut Hersteller.
  • Drei Varianten für 1.500, 3.000 und 5.000 m²; bis zu 50 Zonen und rund 1.700 m² pro Ladung.
  • Automatik- und Hand-Mapping möglich, manuell oft präziser; No-go-Zonen und Korridore einstellbar.
  • Mäht schnell und leise, 40 cm Schnittbreite, Allrad für Steigungen bis 38,6 Grad – Kanten bleiben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mähroboter sind derzeit das Boomprodukt in der Robotik-Sparte. Wer auf sich hält, hat mittlerweile mindestens ein Modell im Portfolio. Denn der Erfolg ist kein Zufall. Moderne Geräte fahren mehrmals pro Woche, kürzen den Rasen auf wenige Millimeter und lassen den Abschnitt als Mulch – also als natürlichen Dünger – zwischen den Halmen zurück.

Das spart Zeit und sorgt schon nach relativ kurzer Zeit für gleichmäßigeres Grün. Digitale Karten ersetzen heute den Begrenzungsdraht, geordnete Bahnen die früheren Zufallsfahrten.

Mammotion startete 2022 offiziell und sammelte für den ersten LUBA mehr als 3,3 Millionen Dollar über Kickstarter ein. Mit kabelloser Navigation und geländegängigen Fahrwerken fand die junge Marke schnell ihren Platz. Der LUBA 3 AWD bildet die Spitze des heutigen Sortiments und richtet sich an große, geteilte, steile oder beschattete Grundstücke. Wir haben ihn ausgiebig unseren Sommerrasen pflegen lassen. Ob der Mähroboter den hohen Erwartungen gerecht wurde, zeigt unser Test.

LUBA 3 AWD – Design und Aufbau

Flache Karosserie, vier weit außenstehende Räder und Sensorturm lassen den LUBA wie einen kleinen Rover wirken. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck, 19 Kilogramm sind aber stattlich. Vorn sitzen Omniräder, deren quer angeordnete Rollen enge Richtungswechsel erlauben. Auf festem Rasen funktioniert das ausgezeichnet, in weichem Boden können Drehungen womöglich Spuren hinterlassen.

Zwei Mähteller mit jeweils sechs Klingen schaffen gemeinsam 40 Zentimeter Schnittbreite. Die Höhe lässt sich zwischen 25 und 70 Millimetern einstellen, zwei 165-Watt-Motoren passen ihre Leistung an. Hinzu kommen Sicherheits- und Regensensoren, Stopptaste und Diebstahlortung. Das IPX6-Zertifikat garantiert Schutz vor kräftigem Strahlwasser. Der Robo kommt in drei Varianten für 1.500, 3.000 und 5.000 Quadratmeter. Die können 15, 30 beziehungsweise 50 Mähzonen verwalten.

LUBA 3 AWD – TriFusion-Navigation verständlich erklärt

Der größte Fortschritt gegenüber dem LUBA 2 steckt im TriFusion-System. Dessen erste Säule ist LiDAR. Die „Light Detection and Ranging“ bezeichnet eine laserbasierte Entfernungsmessung, wie sie bei Saugrobotern mittlerweile erfolgreich eingesetzt wird. Der Sensor tastet die Umgebung rundum ab und baut daraus eine dreidimensionale Karte auf – unabhängig vom Tageslicht.

Hinzu kommt NetRTK. „Real Time Kinematic“ verringert die üblichen Fehler der Satellitenortung auf wenige Zentimeter. Beim LUBA gelangen sie über das drahtlose Heimnetz (WLAN) oder das Mobilfunknetz zum Gerät, sodass normalerweise kein eigener Antennenmast mehr nötig ist. Zwei Kameras mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten bilden die dritte Säule und erkennen Ränder, Tiere, Spielzeug sowie andere Objekte.

Die Auswertung aller Daten übernimmt schließlich ein Chip für Künstliche Intelligenz mit 10 TOPS. „Trillion Operations per Second“ steht hier für bis zu zehn Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Mehr als 300 Hindernisarten soll der Mäher dabei unterscheiden können. Wichtig ist vor allem das Zusammenspiel: Unter Bäumen halten Laser und Kameras den Kurs, bei schwierigem Licht stützt NetRTK die Orientierung. Mammotion nennt bis zu einen Zentimeter Genauigkeit bei der Navigation.

LUBA 3 AWD. TriFusion Navigation sichert die Orientierung im Garten und die Hindernissvermeidung.

LUBA 3 AWD. TriFusion Navigation sichert die Orientierung im Garten und die Hindernissvermeidung.

Mammotion

LUBA 3 AWD – Auspacken und Ersteinrichtung

Der LUBA kommt weitgehend vormontiert aus dem Karton. Nach dem Entfernen der Transportsicherungen wird nur der sensorbestückte Frontstoßfänger befestigt. Die Ladestation braucht einen ebenen, trockenen Platz, Strom und eine freie Rangierfläche.

Sehr hohes Gras sollte vorab gekürzt, Äste entfernt werden. Zwischen getrennten Rasenstücken sind befahrbare Übergänge nötig. In der App wird der Roboter verbunden und mit aktueller Firmware versorgt. Die Grundeinrichtung gelingt schnell, die vielen Menüs verlangen aber Einarbeitung, auch aufgrund der etwas verschachtelten Struktur. Alles in allem aber ist der Mähroboter in weniger als einer halben Stunde einsatzbereit.

LUBA 3 AWD – automatisches vs. manuelles Mapping?

Das Erstellen einer Mähkarte ist Grundvoraussetzung und wichtig, damit die Arbeiten später exakt so erfolgen können, wie gewollt. Mammotion bietet für den LUBA 3 AWD sowohl automatisiertes als auch Mapping per Hand an. Im Automatikmodus erkennt der LUBA klare Übergänge zwischen Rasen, Wegen, Beeten oder Mauern und fährt die Grenze selbst ab. Auf einfachen, geschlossenen Flächen ist das bequem und mit deutlich erkennbaren Rändern oder Grenzen vollkommen problemlos. An auslaufenden Beeten, Böschungen oder Teichen kann die Automatik aber zu vorsichtig oder großzügig reagieren.

LUBA 3 AWD. Auch unwegsames Gelände ist für den Mäher kein Problem.

LUBA 3 AWD. Auch unwegsames Gelände ist für den Mäher kein Problem.

Mammotion

Für komplizierte Grundstücke ist die manuelle Variante genauer. Per virtuellem Joystick der App auf dem Display des Handys kann der LUBA bündiges Pflaster bewusst überfahren, während an Wasser oder Stufen mehr Abstand bleibt. Danach lassen sich No-go-Zonen, also digital gesperrte Bereiche, und Verbindungskorridore anlegen. Grenzen sind nachträglich änderbar. Bis zu zehn Karten können gesichert werden; DropMow ermöglicht zudem spontane Einsätze ohne dauerhaft gespeicherte Karte.

Auch wenn das Auto-Mapping relativ gut die Arbeitsfläche abbildet, so liefert die per Hand erstellte Karte dennoch die zuverlässigeren Werte. Zudem kann man Besonderheiten des Gartens berücksichtigen. Am Ende erstellen beide Varianten in relativ kurzer Zeit eine Abbildung der Rasenfläche, mit der sich mähen lässt.

LUBA 3 AWD – Mäheinstellungen mit praktischem Nutzen

Für jede Zone lassen sich Zeitplan, Schnitthöhe, Tempo, Bahnenabstand, Richtung und Hindernisempfindlichkeit einzeln definieren. Hinzu kommen bis zu vier Randrunden, die der LUBA 3 AWD entweder vor oder nach den Hauptarbeiten dreht. Ein spezielles Modul oder ein Modus fürs Kantenschneiden nutzt Mammotion nicht.

Bei der Art, wie der Mäher die Richtung wechselt, kann der User zwischen „Zero Turn“ und Multipoint wählen. Bei letzterer dauert alles ein paar Sekunden länger, dafür geht der Robo deutlich sanfter mit der Grasnabe um.

Adaptive Fahr- und Messerdrehzahlen reagieren auf Grasdichte und Gelände. EcoSleep, ein sparsamer Ruhemodus, senkt den Stromverbrauch. Für Gebrauchsrasen sind 35 bis 45 Millimeter Höhe, zwei bis drei Einsätze pro Woche und wechselnde Mähwinkel sinnvoll.

LUBA 3 AWD – Mähen mit breiten Bahnen und starker Traktion

Auf der Fläche überzeugt der LUBA 3 AWD. Er fährt sauber parallel und setzt nach einer Ladepause an der unterbrochenen Stelle fort. Besonders unter Bäumen und neben Gebäuden zahlt sich TriFusion aus: Auch bei wechselndem Satellitenempfang bleibt er sicher auf Kurs.

Allradantrieb und Federung tragen ihn über Wurzeln, Unebenheiten und Schotterpassagen. Die freigegebene Steigung von 80 Prozent entspricht 38,6 Grad. Nässe, seitliche Neigung und loser Boden setzen früher Grenzen. Aber vor allem im Vergleich mit rein hinterradgetriebenen Mähern bleibt der LUBA 3 AWD deutlich länger stabil und in der Spur.

LUBA 3 AWD

LUBA 3 AWD. 38,6 Grad Steigung meistert der Mäher von Mammotion

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Auch flache Gegenstände werden meist erkannt. Langes Gras gilt gelegentlich irrtümlich als Hindernis, am Rand entstehen unnötige Ausweichmanöver. Hier kann in der App nachgeschärft bzw. angeordnet werden, nicht auf die maximale Kollisionsvermeidung zu gehen.

Bis zu 215 Minuten Laufzeit und rund 1.700 Quadratmeter pro Ladung sind je nach Variante möglich. Gelände und Grashöhe verändern das. Im Alltag zählt vor allem, dass der LUBA selbstständig lädt und danach weiterarbeitet.

LUBA 3 AWD – Kanten, Schnittbild und Rasenmuster

Regelmäßig eingesetzt hinterlassen die zwölf Klingen ein sauberes Schnittbild. Hoher oder nasser Rasen kann verklumpen, weshalb für den ersten Saison- oder Urlaubsschnitt ein klassischer Mäher sinnvoll bleibt.

Am Rand fährt der LUBA bis zu vier engere Runden. Bündiges Pflaster kann er überrollen und fast vollständig schneiden. Vor Mauern, Zäunen und hohen Beeten bleiben etwa fünf Zentimeter stehen. Ein seitlicher Kantenteller fehlt; ein Rasentrimmer bleibt nötig. Auch Innenecken können kleine ungemähte Dreiecke behalten.

Zickzack erzeugt fast sportplatzartige Streifen, ein zweiter Durchgang quer dazu ein Schachbrett. Selbst Buchstaben und Logos sind möglich – eher Demonstration der Präzision als Kaufgrund. Denn die Muster-Inhalte werden halt nicht gemäht. Damit dauert es schon mehrere Tag, ehe verlässlich etwas zu sehen ist.

LUBA 3 AWD – Reinigung, Wartung, Zusammenfassung

Mähdeck, Räder, Sensoren und Ladekontakte brauchen regelmäßige Reinigung. Mammotion empfiehlt neue Klingen samt Schrauben nach drei Monaten oder 150 Stunden. Im Winter werden Mäher und Station frostfrei gelagert, der Akku etwa alle 90 Tage geladen.

LUBA 3 AWD. Service leicht gemacht. Der Mäher kann problemlos mit dem Gartenschlauch gereinigt werden.

LUBA 3 AWD. Service leicht gemacht. Der Mäher kann problemlos mit dem Gartenschlauch gereinigt werden.

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Mit regulär etwa 2.299 Euro für den LUBA 3 AWD 1500, 2.699 Euro für den 3000 und 3.199 Euro für den 5000 spielt die Baureihe in der Premiumklasse. Auf einer kleinen, ebenen Stadtwiese wäre sie überdimensioniert. Auf großen, geteilten, beschatteten oder steilen Grundstücken sieht die Rechnung anders aus: Nur wenige Konkurrenten verbinden 40 Zentimeter Schnittbreite, echten Allradantrieb und drei sich ergänzende Navigationsverfahren so konsequent.

Und in dem, was er soll, überzeugt LUBA 3 AWD vollkommen: tadelloses Schnittbild und eine fast schon traumwandlerische Orientierung. Wer den Mäher einmal richtig eingerichtet und den Garten ordentlich gemappt hat, braucht eigentlich nur alle zwei Wochen bei Bedarf Kanten nachzuarbeiten. Mehr menschliche Rasenpflege außer Wässern und Düngen ist dann nicht nötig. Dass der Rasen dennoch sichtbar besser wird, bleibt kein Werbeversprechen, sondern ist erlebte Wirklichkeit.

LUBA 3 AWD Test-Fazit

Der LUBA 3 AWD ist kein universeller Preis-Leistungs-Sieger, sondern ein sehr guter Spezialist. Er mäht schnell, leise und sauber und reduziert die Installation auf Station, App und digitale Karte. Nacharbeit an Kanten und Softwarepflege bleiben. Wer Geländegängigkeit und Flächenleistung benötigt, erhält einen der leistungsfähigsten kabellosen Mähroboter des Jahres.

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