Test Pool-Roboter: AquaSense X im Test – so gut reinigt der Luxus-Robo den Pool

Beatbot AquaSense X. Luxusvariante der Poolreinigung mit autarker Service-Station.
Stefan Klug / AI gen.- Beatbot AquaSense X: High-End-Poolroboter mit Service-Station, die den Filter automatisch spült.
- Reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Oberfläche, gesteuert per App, ohne Funk unter Wasser.
- Sensorik mit Kamera, Ultraschall und Infrarot; gute Bodenleistung, Oberfläche teils wechselhaft.
- Akku reicht laut Hersteller für lange Reinigungen, Station spült und lädt, Wartung bleibt nötig.
- Hoher Preis, fehlende Features wie Unterwasserkommunikation; geeignet für größere, oft verschmutzte Pools.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Pool schwimmt der Sommer, leider auch einiges andere: Blätter, Insekten, Blütenreste. Allein Deutschland zählt rund zwei Millionen private Pools. Reinigungsroboter sind im deutschsprachigen Poolmarkt etabliertes Zubehör. Sie saugen und bürsten dort, wo die Filteranlage nicht reicht. Besonders lohnen sie sich bei größeren, oft genutzten Becken mit viel Schmutzeintrag. Für kleine, abgedeckte Saisonpools genügen häufig Kescher und Handsauger.
Beatbot brachte 2024 AquaSense und AquaSense Pro heraus, 2025 folgte die zweite Generation. Heute umfasst das Sortiment AquaSense 2, Pro und Ultra, die günstigeren Sora-Modelle sowie den solarbetriebenen Oberflächenreiniger iSkim Ultra. Darüber steht der AquaSense X. Sein entscheidendes Extra wartet an Land: Die AstroRinse-Station spült seinen Filter aus.
Roboter und Station reisen in getrennten, großen Kartons. Zum Roboter gehören Fünf-Liter-Filterkorb, zwei anzubringende Seitenbürsten und Bergehaken. Für die Station liegen Reinigungsarm, Schrauben, Werkzeug, Dichtband, Schlauchschelle, Wasserverteiler sowie Zu- und Ablaufschlauch bei. AquaRefine-Klärmittel ergänzt das Paket. Die Poolstange fehlt.
Mit flachem Rücken und breiten Raupen erinnert der schwarze Roboter an eine technische Schildkröte. Gehäuse und Oberflächen wirken hochwertig, ebenso die Basis mit stabilem Schwenkarm und sanft schließender Schmutzschublade. Sie beansprucht rund 64 mal 54 Zentimeter Stellfläche. Die Oberfläche soll Sonne, Wärme und Kratzern trotzen.
Beatbot AquaSense X – Aufbau mit Wasseranschluss
Transportschutz entfernen, Seitenbürsten einsetzen, Filter und Verschlüsse prüfen: Damit ist der Roboter vorbereitet. Aufwendiger ist die Station: Reinigungsarm verschrauben, Zulauf mit einem Wasserhahn verbinden und Ablaufschlauch verlegen. Verstellbare Füße und eine Wasserwaage helfen beim Ausrichten. Nötig sind Außenstromanschluss, WLAN und ein geeigneter Ablauf fürs Spülwasser.
Bei vorhandenen Anschlüssen ist der Aufbau mit etwas Geschick allein machbar. Etwa 30 bis 60 Minuten sollten eingeplant werden. Schwieriger sind die 13,1 Kilogramm Trockengewicht: Auspacken geht zu zweit leichter. Später muss jemand diese Last über den Beckenrand heben.
Beatbot AquaSense X – die App organisiert den Tauchgang
Roboter und Station werden gekoppelt und in der Beatbot-App eingerichtet. Auf die Erkennung per Bluetooth folgt WLAN mit 2,4 oder 5 Gigahertz. Die App begleitet Einrichtung und Updates, zeigt übersichtlich Programme, Akkustand und Reinigungsverlauf. Grundprogramme lassen sich am Gerät wählen.
Vollständig laden, Programm wählen und am Griff ins Wasser setzen: Den Tauchgang übernimmt der X selbst. Ohne Schleppkabel oder Verbindung zur Poolpumpe ist die Handhabung leicht verständlich. Unter Wasser arbeitet der X allerdings ohne laufende Funkverbindung. Fernsteuerung und Sprachbefehle über Alexa, Siri oder Google Home funktionieren dort nicht; sie helfen an der Station und beim schwimmenden Gerät.
Beatbot – so macht der AquaSense X sauber
Elf Motoren übernehmen Antrieb, Bürsten und Wasserbewegung. Raupen liefern Halt und Vortrieb, vier seitliche Führungsräder helfen an Rändern. Vier untere Bürstenwalzen lösen Schmutz; die Pumpe zieht Wasser und Partikel in den Filterkorb. Maximal 25.700 Liter pro Stunde nennt Beatbot als Durchfluss: eine Wassermenge, kein Maß für Sauberkeit.
HybridSense kombiniert Kamera, Ultraschall und Infrarot zur Orientierung, insgesamt 29 Sensoren. Ultraschall ermittelt Abstände über Schall, die Bildauswertung erkennt laut Hersteller rund 40 Schmutztypen. Zwei Leuchten helfen bei Dunkelheit. Anders als beim AquaSense 2 Ultra erkennt die Kamera auch schwimmenden Schmutz. Reste lassen sich dazu gezielt nachreinigen.

Beatbot AquaSense X. Komplettreinigung für den Pool und anschließend für den Reinigungsroboter.
Stefan Klug / AI gen.Das Programm bestimmt den Ablauf: Standard bearbeitet Boden, Wände und Wasserlinie, Pro ergänzt die Oberfläche. Auf dem Boden fährt der X geordnete S-Bahnen, an Wänden nutzt er N-förmige Wege. Der Wasserstrom hält ihn an der Fläche; die Raupen führen ihn hinauf, die Walzen bürsten. An der Wasserlinie fährt er seitlich entlang und bearbeitet die Schmutzzone in zwei Durchgängen. Dort sammeln sich etwa Sonnencremereste.
Nach dem Hauptboden kann er erkannte, erhöhte Plattformen anfahren und separat absaugen. Bodensensoren erkennen deren Kanten. Nötig sind mindestens 35 Zentimeter Wassertiefe und ein x ein Meter freie Fläche. Schmale Treppenstufen werden nicht automatisch vollständig sauber. Der KI-Schnellmodus sucht sichtbaren Schmutz, der Bereichsmodus erlaubt gezielte Aufträge.
Zum Abschöpfen verändert er seinen Auftrieb und schwimmt oben weiter. Die zwei oberen Seitenbürsten führen Blätter und Insekten zur Einlassöffnung. Eine Klappe soll Schmutzrückfluss verhindern. Während der Bodenarbeit bleibt die Oberfläche zwangsläufig unbearbeitet.
Beatbot AquaSense X – starke Bodenarbeit mit Grenzen
Die Praxisergebnisse bestätigen gründliche Boden-, Wand- und Wasserlinienreinigung. Losen Schmutz und abgesunkene Blätter nimmt der X zuverlässig auf, auch bei unregelmäßigen Beckenformen. Beim Abschöpfen fällt die Bilanz wechselhafter aus: Neben guten Ergebnissen gibt es auch Durchgänge, in denen Blätter entkommen oder absinken. Einen ständig arbeitenden Oberflächenskimmer ersetzt der X deshalb nur bedingt.
Der Standardfilter hat 150 Mikrometer feine Maschen, also 0,15 Millimeter. Sehr feiner Staub und manche Pollen sind kleiner. Automatisch dosiertes AquaRefine-Klärmittel bindet Schwebstoffe zu besser filterbaren Verbänden. Es kostet im laufenden Betrieb extra und ersetzt weder Desinfektion noch die Kontrolle der Wasserwerte. Kalkkrusten, tiefe Fugen und unzugängliche Ecken bleiben mögliche Aufgaben für die Handbürste. Naturpools sind nicht vorgesehen.
Beatbot AquaSense X – nach dem Pool die Filterwäsche
Die Gesamtreinigung beansprucht je nach Becken und Programm mehrere Stunden. Laut Hersteller reicht der Akku für bis zu fünf Stunden Bodenarbeit oder zehn Stunden Oberflächenreinigung, bei maximal 360 Quadratmetern Abdeckung pro Ladung. Idealwerte, abhängig vom Pool.
Zum Abschluss oder bei niedrigem Akkustand parkt er am Beckenrand. SmartDrain lässt Wasser ab und erleichtert das Herausheben. Der Mensch trägt ihn zur Station und setzt ihn auf. Selbstständig aussteigen und zur Basis fahren kann er nicht. Das wäre dann erneut ein weiterer Innovationsschub.

Beatbot AquaSense X. Damit man's mal gesehen hat, so sieht das Filter-Innenleben aus. Um die Reinigung kümmert sich die Service-Station.
Stefan Klug / AI gen.Der Arm schwenkt über das Gerät, die rotierende Düse fährt in den Filterbereich. Druckwasser spült den Korb, dessen Boden sich zur Entleerung öffnet. Schmutz gelangt in den 22-Liter-Sammelbehälter, Spülwasser wird abgeführt. Nach ungefähr drei Minuten endet die Wäsche. Anschließend lädt der Roboter über Titankontakte mit bis zu 88 Watt, ohne ein einzusteckendes Ladekabel. Eine vollständige Ladung dauert etwa viereinhalb Stunden.
Tägliche Filterarbeit entfällt weitgehend. Einzelne Blätter können aber zurückbleiben; Stationsbehälter, Sieb und Ablauf brauchen Pflege. Die beworbenen bis zu zwei Monate zwischen Entleerungen hängen vom Schmutzanfall ab. Feuchtes Laub sollte nicht nur wegen freier Kapazität liegen bleiben. Bürsten und Sensorfenster brauchen Kontrolle. Vor dem Winter wird das System entleert und geschützt eingelagert.
Beatbot AquaSense X – viel Komfort zu einem sehr hohen Preis
Für rund 4000 Euro im deutschen Herstellershop, wiegt jede Einschränkung schwer. Wünschenswert wären automatischer Transfer vom Wasser in die Basisstation, ein feinerer Serienfilter und Kommunikation unter Wasser. Selbst eine Wassertemperaturanzeige fehlt. Die dreijährige Garantie passt zum Anspruch; die Langzeitqualität muss sich erst beweisen.
Beatbot AquaSenseX - Test-Fazit
Der AquaSenseX ist ein faszinierendes Komfortpaket, dessen Luxus die Nachbereitung erleichtert. Der hohe Preis begründet sich vor allem durch die Filterwäsche. Schon der günstigere Sora 70 reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Oberfläche; der AquaSense 2 Ultra bietet ebenfalls anspruchsvolle Navigation. Wer den Filter selbst ausspült, bekommt anderswo mehr Reinigung fürs Geld. Der X passt zu größeren, oft verschmutzten Becken mit passenden Anschlüssen und Besitzern, die ungern mit nassem Schmutz hantieren. Für kleine Saisonpools und Menschen mit Problemen beim Heben passt er schlecht. Und so ist der AquaSenseX vor allem das Rundum-Komfort-Paket für den anspruchsvollen Poolbesitzer.
