Test Saugroboter: Qrevo CurvX - Runde Sache

Roborock Qrevo CurvX. Innen voll ausgestatteter Saugroboter, außen ein Designstück.
Roborock- Roborock Qrevo CurvX verbindet modernes Design mit leistungsstarker Saug- und Wischtechnik.
- Docking-Station überzeugt mit futuristischen Rundungen und kompaktem Aufbau.
- Saugleistung von 22.000 Pa, Wischfunktion mit 12 Newton Druck und 200 U/min.
- LiDAR-Navigation erkennt 100 Hindernisse, Treppensturzschutz und App-Steuerung inklusive.
- Ideal für große Flächen bis 400 m², Matter-kompatibel, leiser und effizienter als Saros-Modelle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Arbeiter rund, das Zuhause eckig – Saugroboter und zugehörige Docking-Stations folgen einem nahezu einheitlichen Design-Trend. Dieser ist auch bei den Roborock Modellen ersichtlich. Mit Ausnahme des Qrevo Curv. Wobei, die Robos selbst ähneln ihren Brüdern und Schwestern doch sehr. Den Unterschied macht der Aufenthaltsort nach getaner Arbeit.
Hier hat Roborock die Sache neu gedacht und einen Kompromiss zwischen Ästhetik und Aufgabe gefunden. Ein stückweit weg vom Grundsatz Form follows Function. Denn man verabschiedete sich von den rechten Winkeln bei der Konstruktion.
Wir haben uns das bisherige Spitzenmodell der Reihe Qrevo CurvX mal etwas genauer angeschaut und in ausführlichen Testrunden geprüft, ob hier nur ein Schönling am Werk ist oder ein vollwertiger Saugroboter. Denn auch, wenn Roborock die Serie etwas unter den Premium-Saugern der Saros-Reihe ansiedelt, mit Preisen im vierstelligen Bereich ist der Design-Vertreter alles andere als ein Billigheimer.
Qrevo CurvX - Design und Aufbau
Bleiben wir beim Aussehen. Den Qrevo CurvX gibt es wie die anderen Mitglieder seiner Familie nur in Weiß. Entsprechend ist auch nur das Zuhause des Arbeiters in dieser Farbe erhältlich. Mit der nicht ganz so glänzenden Ausführung kommt zudem ein leicht nordischer Einschlag zum Tragen. Statt des geradlinigen Aufbaus fällt die Docking-Station durch ihre nach oben sich verjüngende Linie auf. Dazu verzichtet man auf Kanten am Gehäuse, was das Ganze ein wenig wie ein Dome aussehen lässt.
Auch der Eingang für den Robo bleibt der abgerundeten Zeichensprache treu, sodass sich am Ende schon ein gewisser futuristischer Gesamteindruck ergibt. Wer ihn noch kennt, könnte sich an Luigi Colani erinnert fühlen. Dessen Markenzeichen war schließlich alles Runde, das Kanten ersetzte.

Roborock Qrevo CurvX. Keine Ecken und Kanten, Rundungen bestimmen das Aussehen.
RoborockDie Form zwang die Roborock-Kreativen dann natürlich zu Überlegungen, wie das defacto vorgegebene eckige Innenleben zu integrieren ist, wollte man die Docking-Station nicht komplett neu erfinden. So befinden sich unter der natürlich abgerundeten Deckel-Klappe zwei tiefe Schächte, in denen Wasser- und Abwasserbehälter untergebracht sind. Raum für eine Kammer, aus der Reinigungsmittel zugeführt werden kann, blieb dabei nicht. Das unterscheidet Qrevo CurvX beispielsweise von den S-Modellen. Ebenso, dass der Robo seine Mops immer durch die Gegend fährt, auch dann, wenn nur gesaugt wird.
Der Sauger selbst ist darüber hinaus wie etwa der Saros 10R mit einem ausfahrbaren Navigationsturm ausgestattet. Wenn der versenkt ist, bleibt eine lichte Höhe von unter acht Zentimetern und somit die Möglichkeit, unter viele Möbel fahren zu können. Für die Kantenarbeit ist eine FlexiArm Design Seitenbürste zuständig, die mit ihrem zweiteiligen Aufbau auch bis in fast jede Ecke kommt. Als Zentraleinheit unten herum werkelt eine DuoDivide Bürste. In der Mittel geteilt, sorgen die Gummilamellen dafür, dass vor allem Haare dorthin geleitet werden und sich so nicht verheddern können.
Roborock Qrevo CurvX - Arbeitsweise und Features
Obowhl er die Mops ständig bei sich hat, so erfüllt der Qrevo CurvX alle Anforderungen, wie man sie an Roborock Saugroboter stellt. 22000 Pascal stark nimmt er es saugtechnisch auch mit höherflorigen Teppichen auf. Auf diesen werden die Wischer dann angehoben, sodass diese nicht verschmutzen oder der textile Belag durch die Mops angefeuchtet wird. Die Wischeinheit kann zur rechten Seite hin ausgefahren werden, um besser an Kanten zu gelangen. Die Frontbürste selbst gelangt, wie beschrieben, durch ihren Aufbau ebenso dahin.
Wie gehabt werden alle Einstellungen sowie die Einrichtung des Roboters über die App vorgenommen. Das Mapping erfolgt komplett automatisch, die Karte lässt sich nachbearbeiten, um Räume zu teilen oder Sperrzonen einzuteilen. Zudem zeigt sich hier dann erstmals, dass der Qrevo CurvX über 100 verschiedene Hindernisse erkennen und darstellen kann. Deren Icons lassen sich noch konkreter benennen bzw. bearbeiten. Das ist natürlich nur bei stationären Dingen sinnvoll. Alle anderen aber umkurvt der Robo auch ziemlich sicher. Dafür sorgt das RetractSense Navigationssystem. Ausgefahren hat der LiDAR-Sensor ein Rundum-Sichtfeld, unter Möbeln dann immer noch 100 Grad nach hinten. So sucht er ständig nach dem besten Weg, die Reinigungsaufgaben zu erfüllen und damit alle Kollisionen zu vermeiden. Etwas Aufräumen vor der Arbeit schadet aber dennoch nicht. Auch Treppen werden automatisch erkannt. Keine Sturzgefahr in mehretagigen Häusern also.

Roborock Qrevo CurvX. Navigiert sicher, vermeidet Treppen.
RoborockUnd ebenso sind Türschwellen oder andere flachere Hindernisse kein Problem. Das AdaptLift-Chassis lässt sich um bis zu vier Zentimeter anheben. Damit sind Überfahren möglich oder das beschriebene Vermeiden von Mops auf Teppichen. Und nicht zuletzt kann der Robo punktuell damit Druck erhöhen, wenn eine besondere Verschmutzung erkannt wurde. Überhaupt ist der Qrevo CurvX beim Wischen sehr engagiert unterwegs. Mit einem Anpressdruck von zwölf Newton und 200 Umdrehungen pro Minuten arbeiten die beiden Wischer bis an Kanten heran.
Damit das, was dort aufgesammelt wurde, auch sicher im Schmutzwasserbehälter landet, setzt Roborock bei der spacingen Docking-Station auf Heißwäsche. Mit bis zu 80 Grad heißem Wasser werden die Mops nach der Arbeit gereinigt und anschließend mit warmer Luft getrocknet. Dabei wird zugleich die Reinigungseinheit der Station mit saubergemacht. Dass das gut funktioniert, beweisen zweierlei Dinge: Zum einen setzt sich beim Schmutzwasser immer wieder ordentlich Dreck im Behälter ab. Und zum anderen bleiben die Wischer auch nach vielen Arbeitsgängen immer noch flauschig. Bedeutet: Sie sind sauber.

Roborock Qrevo CurvX. Um Hindernisse zu überwinden kann der Saugroboter das Chassis um bis zu vier Zentimeter anheben.
RoborockSaugroboter Qrevo CurvX - Steuerung und Smart Home
Grundsätzlich ist der Qrevo CurvX für die Steuerung über das Smartphone ausgelegt. Hier werden das Mapping und die grundlegenden Parameter festgelegt. Zudem kann man zwischen den einzelnen Modi umschalten. SmartPlan entscheidet anhand der Häufigkeit der Anwendung und des Verschmutzungsgrades, wie was bearbeitet wird. Möglich ist aber auch, stur saugen und wischen, saugen nach dem Wischen oder nur saugen einzustellen. Dazu kann der Robo auch nur einzelne Räume oder Zonen aufsuchen, die entsprechen zugewiesen werden müssen.
Wer mit den Grundeinstellungen zufrieden ist, dem offenbaren sich dann weitere Steuerungsmöglichkeiten. Zum einen im direkten Dialog. „Hello Rocky“ ist das Keywort, bei dem der Qrevo CurvX erwacht. Und dann sagt man einfach, was er tun soll. Die Sprachbefehle sind allerdings in ihrer Variabilität begrenzt. Der Roboter lässt sich aber ebenso in Amazons und Googles Assistenten einbinden. Dann werden die einfachen Arbeitsaufträge über diese und durchaus räumlich getrennt übermittelt. Und schließlich ist der Sauger noch Matter-fähig. Wer sich damit auskennt, wird es durchaus zu schätzen wissen, das Gerät somit in ein eigenes Universum einbinden zu können.

Roborock Qrevo CurvX. Über die hauseigenen App wird auch der Design-Robo gesteuert. Der Funktionsumfang ist identisch mit dem der S-Serie beispielsweise.
RoborockQrevo CurvX - Vergleich und Zusammenfassung
Bei Lichte betrachtet ist der Qrevo CurvX den Saros 10/10R sehr ähnlich. Technisch leicht abgespeckt fehlen die Dosierung für Reinigungsmittel sowie die Möglichkeit, die Mops abzulegen. Weitere Unterschiede technischer Natur muss man fast mit der Lupe suchen. Ganz offensichtlich dagegen ist die optische Überarbeitung der Docking-Station. Hier wurde designmäßig ordentlich gepimpt. Wer auf geschwungene Linien statt starrer Kanten steht, wird schockverliebt in das Teil sein.
Und der Qrevo CurvX dürfte für alle interessant sein, deren Räumlichkeiten etwas größer sind. Denn dieser Robo schafft bei gleicher Akkuleistung von 6400mAh mal eben das Doppelte an Quadratmetern – bis zu 400. Und ist dabei auch noch leiser als seine Saros-Brüder. Da diese derzeit im Angebot sind, müssen für alle immer rund 1000 Euro auf den Tisch gelegt werden. Nicht billig, aber im Vergleich zur Leistung und dem Aussehen beim Qrevo CurvX angemessen.
Qrevo CurvX - Test-Fazit
Auch, wenn Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt, der Qrevo CurvX macht optisch was her und kann im Vergleich mit der Saros-Serie von Roborock auch technisch auf Augenhöhe agieren. Saugen, wischen, navigieren und schließlich die Station reinigen – alles bestens. Dazu App- oder Sprachsteuerung, sogar Matter-Einbindung ist möglich. In Sachen Funktion ist der Saugroboter in jedem Fall sein Geld wert. Und muss nun auch nicht mehr verschämt in irgendeiner Nische versteckt werden. Seine weiße, domeartige Station, passt gut als technisches Design-Einzelstück in ein modernes Zuhause.
