Test Überwachungskamera
: U2 Pro und W1 4K – sorgen Kameras für mehr Sicherheit?

Baseus behält mit neuen Überwachungskameras Außengelände und Innenräume im Blick. Wie gut das funktioniert, zeigt unser Test.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Baseus U2 Pro und W1 4K: Zwei Kameras, zwei Konzepte, die sich sinnvoll ergänzen können.

Baseus / AI gen.
  • Test zweier Baseus-Kameras: U2 Pro für außen, W1 4K für Fenster und Innenraum.
  • U2 Pro: Dual-3K, drehbares Modul, SpotTrack-Licht, Sirene, Gegensprechen, IP65.
  • Einrichtung per App über 2,4/5 GHz, Aktivitätszonen und KI-Erkennung für Menschen, Tiere, Fahrzeuge.
  • U2 Pro mit Solarpanel und Akku für ereignisgesteuerte Aufnahmen, lokale SD, Cloud optional.
  • W1 4K: gute Tagesbilder, nachts Restlicht nötig – Kleberahmen schwach, Reflexionen durch Verglasung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mit dem Herbst beginnt die Hochsaison für Wohnungseinbrüche. Frühe Dunkelheit bietet Deckung, Regen und Sturm überdecken Geräusche und lenken von Bewegungen ab. 2025 wurden in Deutschland 82.920 Wohnungseinbrüche einschließlich Versuchen registriert, nach 78.436 im Vorjahr – ein Anstieg um 5,7 Prozent.

WLAN, Akkus und Smartphone-Apps haben private Überwachungskameras inzwischen alltagstauglicher gemacht. Bereits 2024 nutzte etwa jeder fünfte Erwachsene in Deutschland smarte Videoüberwachung. Kameras können abschrecken, frühzeitig aufmerksam machen und die Aufklärung erleichtern. Sichere Türen und Fenster bleiben dennoch die Grundlage des Einbruchschutzes, denn eine Kamera allein hält niemanden vom Aufhebeln ab.

Baseus, 2011 in Shenzhen gegründet und durch Ladegeräte und Powerbanks bekannt geworden, bietet unter Baseus Security mittlerweile auch Innenkameras und solarunterstützte Außenmodelle an. Die U2 Pro und die W1 verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze. Was sie können, zeigt unser Test.

Baseus U2 Pro – zwei Objektive und ein Licht, das Personen folgt

Im hellen Gehäuse der U2 Pro sitzen zwei Kameramodule übereinander. Das obere behält einen festgelegten Bereich im Blick, während sich das untere motorisiert fast vollständig drehen und nach unten neigen lässt. So bleibt die Einfahrt sichtbar, während das zweite Objektiv einer Person zum Hauseingang folgt. Beide Kameras erfassen jeweils einen Bildwinkel von 130 Grad.

Der SpotTrack-Scheinwerfer führt seinen gebündelten Lichtstrahl nachts mit dem erkannten Ziel mit. Das macht die Überwachung deutlich wahrnehmbar und unterstützt farbige Nachtaufnahmen. Sirene und Gegensprechen ergänzen die Ausstattung. Dank der Schutzklasse IP65 ist das Gehäuse gegen Staub und Strahlwasser geschützt und für den Außeneinsatz ausgelegt.

U2 Pro einrichten – schnell verbunden, sorgfältig montiert

Zum Lieferumfang gehören Kamera, 3-Watt-Solarpanel, Halterungen, Schrauben, Dübel und Bohrschablone. Speicherkarte und USB-Netzteil müssen zusätzlich eingeplant werden. Der Akku wird zunächst vollständig geladen, wofür ungefähr fünfeinhalb Stunden vorgesehen sind. Das Panel lässt sich an der Kamerahalterung oder separat an einem sonnigeren Platz befestigen. Dadurch müssen guter Kamerablick und ausreichender Sonneneinfall nicht am selben Punkt zusammenkommen.

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Baseus U2 Pro. Schwenkbare Kamera- und Lichteinheit, Strom kommt vom Solarpanel.

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Die Baseus-Security-App für Android und iOS führt nach der Kontoregistrierung durch die Verbindung. Bluetooth hilft beim Finden der eingeschalteten Kamera, anschließend werden WLAN und Passwort übertragen. Unterstützt werden Netze auf 2,4 und 5 Gigahertz. Mit vorbereiteter App und geladener Kamera ist eine Kopplung in wenigen Minuten erledigt. Laden, mögliche Updates und individuelle Einstellungen benötigen zusätzliche Zeit.

Vor dem Bohren sollte das Livebild am Montageplatz geprüft werden. Zwei bis drei Meter Höhe sind ein sinnvoller Ausgangspunkt, solange die Zugänge gut erfasst werden und das WLAN stabil bleibt. Dessen Reichweite hängt von Außenwänden und Hindernissen ab, weshalb die Verbindung vor Ort geprüft werden muss. Anschließend werden Kamera und gegebenenfalls das separate Solarpanel verschraubt und ausgerichtet.

U2 Pro im Alltag – KI und Alarmzeiten sinnvoll einstellen

Die übersichtliche App bündelt Livebilder, Ereignisse und Einstellungen. Wichtig sind vor allem Erkennungsempfindlichkeit und Aktivitätszonen, also die für Bewegungen relevanten Bildbereiche. Ein gezielt überwachter Terrassenzugang ist hilfreicher als eine möglichst empfindliche Überwachung des gesamten Gartens.

Sicherheitsprofile und Zeitpläne steuern Aufzeichnung, Smartphone-Mitteilungen und Alarm. So kann tagsüber dokumentiert werden, während die Sirene nur nachts aktiv ist. Diese Funktionen sollten getrennt abgestimmt werden: Eine abgeschaltete Benachrichtigung beendet nicht automatisch die Aufnahme.

Zwei passive Infrarotsensoren registrieren Wärmebewegungen. Anschließend unterscheidet die künstliche Intelligenz Menschen, Fahrzeuge und Haustiere; zusätzlich ist eine Gesichtserfassung vorgesehen. Die lokal berechnete Verfolgung erleichtert das Nachführen und Vorsortieren von Ereignissen. Ob jemand tatsächlich etwas Verdächtiges vorhat, kann das System daraus jedoch nicht zuverlässig ableiten.

Die aktive Lichtverfolgung ist theoretisch bis zu acht Meter möglich, auch bei laufenden Personen. Dieser Wert ist allerdings von verschiedenen Faktoren abhängig. Zudem sollte beachtet werden, ob das Motiv dann noch ausreichend groß und scharf im Bild erscheint. Ein erfasstes Ereignis liefert nicht automatisch ein brauchbares Personenporträt. Dass der Lichtstrahl aber nicht nur ein Areal ausleuchtet, sondern einem Objekt/Person aktiv folgt, ist ein neues Feature bei den Überwachungskameras.

U2 Pro – Bildqualität, Solarstrom und lokale Speicherung

Die U2 Pro kommt als Dual-3K-Modell daher. Zwei Perspektiven zeigen zwar mehr, erhöhen aber nicht die Detailauflösung des Einzelbildes, und der achtfache Digitalzoom vergrößert lediglich einen Ausschnitt. Entfernte Gesichter oder Kennzeichen bleiben deshalb eine Herausforderung.

Tagsüber ist es der Blick auf Zugangswege. Nachts stehen Schwarz-Weiß- und Farbaufnahmen zur Verfügung. Der Scheinwerfer hilft, Kleidung oder Fahrzeugfarben zu unterscheiden, wobei Entfernung und Bewegung die nutzbaren Details begrenzen. Der Schwenkbereich ermöglicht außerdem keine gleichzeitige Rundumaufnahme. Die Stärke des Systems liegt vor allem darin, einen wichtigen Bereich fest im Blick zu behalten und parallel Bewegungen zu verfolgen.

Ein 7.800-mAh-Akku und das Solarpanel versorgen die Kamera mit Strom. 40 Minuten Sonne für einen Betriebstag sollen ausreichend sein; häufige Lichtaktivierung, Livezugriffe und trübe Herbsttage verändern die Energiebilanz. Das Panel reduziert den Ladeaufwand, macht einen verschatteten Standort aber nicht automatisch wartungsfrei.

Die Überwachung rund um die Uhr bedeutet im Akku- und Solarbetrieb zunächst Bereitschaft für ereignisgesteuerte Aufnahmen. Kontinuierliche Aufzeichnungen benötigen eine dauerhafte Stromversorgung. Videos landen verschlüsselt auf einer separat erhältlichen microSD-Karte mit bis zu 512 Gigabyte, ohne dass dafür ein Pflichtabo erforderlich wäre.

Wiedergabe und Export erfolgen über die App. Wird die Kamera samt Karte gestohlen, fehlt allerdings auch das lokale Archiv. Zusätzliche cloudgebundene KI-Beschreibungen und Suchfunktionen sind hinsichtlich Kosten und Datenübertragung gesondert zu betrachten. Livebilder lassen sich außerdem auf kompatiblen Alexa- oder Google-Home-Geräten anzeigen.

U2 Pro – Datenschutz beachten

Nachbargrundstücke und öffentliche Gehwege gehören grundsätzlich nicht in die private Überwachung. Bei der U2 Pro muss das für sämtliche Schwenkpositionen gelten. Aktivitätszonen begrenzen lediglich Auslöser und Meldungen; fremde Bereiche müssen wirksam von der Erfassung ausgeschlossen werden. Privatsphärenmasken sollten deshalb auch in gespeicherten Videos kontrolliert werden.

Die automatische Tonaufzeichnung sollte deaktiviert bleiben, weil unbefugt mitgeschnittene Gespräche strafrechtlich problematisch sind. Soweit die Datenschutz-Grundverordnung greift, gehören eine tragfähige Rechtsgrundlage, erkennbare Hinweise und möglichst kurze Speicherung dazu. Ein starkes Passwort und aktuelle Software schützen den Zugang. Zusätzliche Gesichts- und Cloudfunktionen sollten bewusst gewählt werden, statt sie bei der Ersteinrichtung beiläufig zu aktivieren.

Baseus W1 4K – außen beobachten, während die Kamera innen bleibt

Die W1 gehört zu einer anderen Kategorie von Überwachungskameras. Sie blickt von der Innenseite eines Fensters auf Einfahrt, Terrasse oder Garten und hilft dort, wo eine Fassadenmontage ausscheidet. Das ist besonders für Mietwohnungen interessant. Nach innen ausgerichtet kann sie ebenso zur Raumüberwachung dienen.

Im ungefähr acht Zentimeter breiten schwarzen Gehäuse sitzt ein 4K-Sensor mit lichtstarker F1.0-Optik. Deren große Öffnung lässt vergleichsweise viel Licht zum Sensor gelangen. Das Objektiv erfasst 130 Grad und lässt sich von Hand seitlich und vertikal ausrichten, was aus höheren Fenstern den Blick auf Flächen darunter erleichtert. Automatisch schwenkt die W1 nicht mit.

Zum Montagesystem gehören zwei Halterungen für die Ausrichtung nach außen beziehungsweise in den Raum. Magnete an beiden Gehäuseseiten erleichtern den Wechsel. Stromversorgung, USB-Kabel und Kabelclips ergänzen das Zubehör; die Kamera benötigt dauerhaft Strom und damit eine Steckdose in maximal zwei Metern Reichweite.

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Baseus Fensterkamera W1. Dank Magnethalterung als Innen- und Außenkamera verwendbar.

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Der Rahmen wird auf die gereinigte, fettfreie Scheibe geklebt und die Kamera magnetisch eingesetzt. Zum Fensterputzen lässt sie sich abnehmen. Die App-Verbindung folgt demselben Prinzip wie bei der U2 Pro, einschließlich beider WLAN-Frequenzbänder. Insgesamt ist die W1 schnell montiert und eingerichtet.

W1-Montage im Test – Schwachstelle Kleberahmen

Die Befestigung erwies sich im Test als Schwachstelle: Der Rahmen löste sich wiederholt von der Scheibe, wohl, weil sich die Kamera vergleichsweise deutlich erwärmte. Wer sich mit der Platzierung sicher ist, nutzt schließlich zusätzlichen Klebstoff und sorgt damit dauerhaft für Halt.

Gerade bei einer Kamera, deren Reiz in der einfachen Anbringung liegt, fällt dieser Nachteil allerdings ins Gewicht.

W1‑Bildqualität – Doppelverglasung bleibt eine Hürde

Bei Tageslicht bietet die W1 eine detailreiche Übersicht in 4K. Nachts ermöglicht die lichtempfindliche Optik farbige Aufnahmen, benötigt aber Restlicht von draußen. Eine Hofleuchte verbessert die Bedingungen; im vollständig dunklen Garten fehlen erkennbare Einzelheiten. Eine feste Erkennungsentfernung wäre wenig aussagekräftig, weil Licht, Verglasung und Bildausschnitt die nutzbaren Details mitbestimmen.

Rahmen und reflexionsmindernde Optik reduzieren Spiegelungen, beseitigen sie aber nicht vollständig. Bei eingeschalteter Zimmerbeleuchtung überlagerten im Test Reflexionen in der Doppelverglasung Teile der Außenansicht. Ein dunkler Raum hinter der Kamera verbessert die Sicht deutlich, denn die Abschirmung an der inneren Scheibe kann Reflexionen weiterer Glasebenen nur begrenzt beeinflussen. Der Zusatz „Anti-Blend“ beschreibt somit eine Verringerung störender Reflexionen, keine vollständig spiegelungsfreie Aufnahme.

W1 im Alltag – Daueraufnahme und KI mit Abstimmungsbedarf

Die KI unterscheidet Menschen, Tiere und Fahrzeuge, kann Spiegelungen und Schatten jedoch fehlinterpretieren. So wurde unser geparktes Auto immer wieder als neu erkannter Pkw signalisiert, was schließlich zum Abschalten dieser Info führte. Passende Aktivitätszonen und eine angepasste Empfindlichkeit sind deshalb umso wichtiger. Die Privatsphärenmaske allein verhindert nicht zuverlässig jede Erkennung im ausgeblendeten Bereich. Ausrichtung und gespeicherte Videos sollten daher sorgfältig kontrolliert werden.

Die W1 speichert auf einer optionalen microSD-Karte mit bis zu 512 Gigabyte und ermöglicht kontinuierliche Aufnahmen ohne Pflichtabo. Ereignisverlauf, Sicherheitsprofile und Zeitpläne helfen beim Anpassen des Betriebs. Als Innenkamera sollte sie während der Anwesenheit gezielt pausieren.

Mikrofon und Lautsprecher dienen der Kommunikation im Zimmer. Das Gegensprechen nach draußen ist durch die geschlossene Scheibe dagegen kaum möglich. Wer Besucher an der Haustür direkt ansprechen möchte, erhält mit einer draußen montierten Kamera die zweckmäßigere Lösung.

W1 und U2 Pro – Zwei Kameras für unterschiedliche Aufgaben

Die U2 Pro richtet sich mit 269,99 Euro Listenpreis an Hausbesitzer, die Zugänge ohne fest verlegtes Stromkabel überwachen möchten. Dualansicht, Lichtverfolgung und Solarunterstützung heben sie von einfachen Außenkameras ab. Daueraufnahmen ohne Netzanschluss und weit entfernte Details gehören zu ihren Grenzen.

Die W1 besetzt mit 4K und verstellbarer, lichtstarker Optik eine praktische Nische unter den Fensterkameras. Sie passt zu geeigneten Fensterplätzen und zur ergänzenden Raumüberwachung. Der im Test unzuverlässige Kleberahmen und Spiegelungen schränken die Empfehlung ein. Für stockdunkle Außenflächen ist sie keine überzeugende Wahl. Andererseits liefert sie für unter 70 Euro beim derzeitigen Angebot ein gutes Anwendungsspektrum sowie hervorragende Bilder.

Beseus W1 und U2 Pro – Test-Fazit

Überwachungskameras sind passive Sicherheitslösungen. Sie verhindern keine gewollten Einbrüche, können aber abschrecken und mit gutem Bildmaterial die Aufklärung erleichtern. Insofern sind W1 und U2 Pro eine gute Wahl. Sie ergänzen sich dort, wo Montagebedingungen und Sichtachsen eine einzelne Kamera begrenzen: die U2 Pro draußen am Haus, die W1 an einem weiteren Fenster oder im Innenraum. Die gemeinsame App erleichtert die Bedienung.

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