Später in Rente
: Welche Vorteile es hat, länger zu arbeiten

Es gibt Menschen, die auch dem Erreichen ihrer Regelaltersgrenze weiter arbeiten wollen. Das bringt einige finanzielle Vorteile mit sich. Welche sind das?
Von
Daniel Steiger
Berlin
Jetzt in der App anhören
Corona–Soforthilfe: ARCHIV - 04.12.2018, Sachsen, Dresden: Banknoten von 10, 20 und 50 Euro liegen auf einem Tisch. (zu dpa: «Kommunale Schulden - Land kann sich Beteiligung des Bundes vorstellen») Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Später in Rente zu gehen, hat einige finanzielle Vorteile.

Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einem erfüllten und langen Arbeitsleben die Welt entdecken, das Leben mit den Enkelkindern genießen oder endlich mal Zeit für ein Hobby haben... Nicht jeder will aber mit 65, 66 oder 67 in Rente gehen. Welche Vorteile es haben kann, länger als nötig zu arbeiten, erklären wir in diesem Artikel:

Länger als bis zur Rente arbeiten. Geht das?

Ja, in Deutschland können Rentner auch nach dem Erreichen ihres Renteneintrittsalters weiter arbeiten. Und das geht über unterschiedliche Wege. Entweder sie arbeiten weiter und beziehen nebenbei schon ihre reguläre Altersrente. Das geht seit dem 1. Januar sogar ohne Zuverdienstgrenzen. Denn diese wurden zu diesem Termin hin abgeschafft. Der zweite Weg ist das Aufschieben der Rentenzahlung neben der Arbeit. Das hat sogar mehrere Vorteile finanzieller Art.

Arbeiten nach der Rente - Welche Vorteile hat das?

Das längere Arbeiten und Aufschieben der schon fälligen Rentenzahlung hat finanziell gleich mehrere Vorteile für den Versicherten. Einerseits erhöht sich dadurch die monatliche Rentenzahlung. Laut Deutscher Rentenversicherung gibt es für jeden Monat, der über die Regelaltersgrenze hinaus noch weiter gearbeitet wird, einen Rentenzuschlag von 0,5 Prozent. Wer ein Jahr länger als er muss arbeitet und später in Rente geht, bekommt also bereits einen Rentenzuschlag von 6 Prozent. Zusätzlich erhöht sich die Rente noch durch die laufende Beitragszahlung zur Rentenversicherung. Und noch ein weiterer Vorteil ergibt sich: Beiträge zur Arbeitslosenversicherung müssen nicht mehr gezahlt werden. Denn da das Renteneintrittsalter ja bereits erreicht ist, droht ja keine Arbeitslosigkeit mehr.