Fohlenschau in Altranft 2025
: Welche Jungpferde und Pferdezüchter punkten konnten

Der Pferdezuchtverein Oderbruch hat zu Fohlenschau und Stutbucheintragung nach Altranft bei Bad Freienwalde eingeladen. So schnitten die jungen Pferde ab.
Von
Udo Plate
Altanft
Jetzt in der App anhören
Jetzt die Schokoladenseite präsentieren: Vor der Kommission der Fohlenschau präsentierten die Jungzüchterinnen Annabel Fender und Mia Kindler (vorn) das Hengstfohlen von Torsten Zellmer.

Jetzt die Schokoladenseite präsentieren: Vor der Kommission der Fohlenschau präsentierten die Jungzüchterinnen Annabel Fender und Mia Kindler (vorn) das Hengstfohlen von Torsten Zellmer.

Udo Plate
  • Fohlenschau 2025 in Altranft: Regen begleitet wie gewohnt die Veranstaltung des Pferdezuchtvereins Oderbruch.
  • Pony- und Sportpferdefohlen beeindruckten Richter und Publikum – Höchstwertung für Welsh-Pony Abracadabra.
  • Hengstfohlen Dschibuti und weitere Youngster qualifizierten sich fürs Championat in Neustadt/Dosse.
  • Züchter Frank Poschitzki freut sich über Prämierung seines Hengstfohlens Charly mit 24 Punkten.
  • Welsh-Ponys aus Wales zählen zu Europas beliebtesten Reitponys – Ursprung in keltischer Pferdezucht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es bleibt dabei: Gleich, an welchem Tag der hiesige Pferdezuchtverein Oderbruch seine Fohlenschau und Stutbucheintragung auch terminiert, so ganz ohne Regen geht es bei dieser Veranstaltung nie zu. „Es gehört bei uns bereits seit Jahren zum guten Ton und Tradition, dass der Himmel zumindest einmal während unserer Schau seine Schleusen durchaus einmal ergiebig öffnet. Selbst dann, wenn wir uns seit Tagen und Wochen inmitten eines ausgiebigen Sommerhochs oder einer schweißtreibenden Hitzeperiode befinden“, schmunzelte Gabor Hanke aus Bliesdorf.

„Es ist aber besser, mit den richtigen Menschen und Pferden im Regen zu laufen, als mit den Falschen in der Sonne zu liegen“, nahm indes Vereinsvorsitzender Mario Schirrmann den gut halbstündigen Schauer just zum Auftakt der diesjährigen Fohlenschau mit Humor.

Gut besuchte Talentschau in Altranft

Einmal mehr erwies sich die Fohlenprämierung der Pony- und Spezialrassen sowie Deutsches Sportpferd auf dem bestens präparierten Teilstück des Altranfter Reitplatzes als eine gut besuchte Talentschau der heimischen Pferdezucht. Eigens aufgestellte Sitzgelegenheiten, vorsorglich zum größten Teil überdacht, komplettierten das grüne Vorführareal dann auch für die Besucher.

Die Züchter stellten der Prüfungskommission und dem fachkundigen Publikum den Fohlenjahrgang 2025 vor. Die bekannten Richter Ronny Voigt aus Rhinow und Dr. Henning Frevelt aus Neustadt nahmen den Nachwuchs gemeinsam mit den Besuchern in Augenschein. „Wir begutachten Exterieur, Temperament, Bewegung und Typ“, erklärt Mario Schirrmann. Dann ruft er wieder ins Mikrofon: „Bitte im Trab.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Gabor Hanke beobachtet auch er die Fohlen auf Schritt und Tritt.

Zulassung zum Championat erfreut Züchterpaar aus Altranft

Diese Vorführung gestaltete sich jedoch nicht immer einfach. Ging es für die Züchter darum, auf einem Rundkurs die Mutterstute im Trab am Zaumzeug zu führen. Das Fohlen sollte dann möglichst dicht dem Muttertier folgen und sich dabei dem Publikum und den Juroren präsentieren. Einige der Fohlen wollten allerdings nur ungern im Gleichschritt mit der Mutter laufen, wodurch es für die mitlaufenden Vorführer durchaus auch einmal anstrengend werden konnte.

Mit Argusaugen: Richter Ronny Voigt, Mario Schirrmann (Vorsitzender Züchterverein Oderbruch), Sophia Weber und Landstallmeister Brandenburg/Anhalt und Richter in Personalunion Dr. Henning Frevelt (v. l.) entging nichts.

Mit Argusaugen: Richter Ronny Voigt, Sophia Weber, Mario Schirrmann (Vorsitzender Züchterverein Oderbruch), und Landstallmeister Brandenburg/Anhalt und Richter in Personalunion Dr. Henning Frevert (v. l.) entging nichts.

Udo Plate

Dennoch: Die Leistungen liegen den zum Teil oft noch namenlosen Fohlen bereits im Blut. Ihre Väter haben oftmals klangvolle Namen wie „I’m Special de Muse“, „Duplexx“ oder „Zinedine“. Mit der Fohlenprämie werden besonders gute Stut- und Hengstfohlen ausgezeichnet. Einige aufgetriebene Fohlen erhielten zudem die Zulassung zum Championat in Neustadt/Dosse, darunter auch das von Duplexx abstammende Hengstfohlen Dschibuti, welches Sabine und Andreas Groth stolz vorstellten. Die Freude über diesen Erfolg war dem Züchterpaar aus Altranft bei Bad Freienwalde anzumerken.

Hengstfohlen aus Altlandsberg paradiert in Neustadt/Dosse auf

Auch das von Torsten Zellmer (Altlandsberg) gezogene Hengstfohlen von „I’m Special de Muse“ wird in Neustadt/Dosse als das höchst bewegte Hengstfohlen aufparadieren, genau wie die von den Züchtern Herbert Lichtenberg (Oderaue), Kerstin und Ludger Rave (Steinhöfel), Kerstin Dallmann (Neuenhagen b. Berlin) sowie Katrin Engelke und Dirk Ermel vorgestellten Youngster. Als der Überflieger in Sachen Bestnote erwies sich das Pony-Stutfohlen Abracadabra und machte die Neuenhagener Züchterin Kerstin Dallmann, die sich bereits mit ihrem Hengstfohlen Butzemann fürs Championat qualifizierte, doppelt glücklich. Das kleine Welsh Pony-Stutfohlen, eine aus Wales stammende Pferderasse, absolvierte aktuell eine herausragende Vorstellung, heimste als insgesamt bestes Fohlen die Höchstwertung von 27 Punkten ein. Der Ursprung dieser walisischen Pferde liegt in der Zeit der Kelten, die zu den ältesten Pferdezüchtern der Antike gehörten. Heute gehören die Welsh-Ponys zu den beliebtesten Reitponys in Europa.

Ein verschmitztes Grinsen hatte auch Frank Poschitzki im Gesicht. Der Züchter vom Reiterhof Märkische Höhe in Ringenwalde freute sich tierisch über die Wertung seines zusammen mit Max Maiwald gezogene Hengstfohlens Charly. Mit 24 Punkten wurde der am 7. Mai dieses Jahres geborene Wirbelwind zum Prämienfohlen gekürt. Fast schon logisch ist der Vater Comme Le Pere doch ein Hengst aus dem Besitz der deutschen Reitsportikone Ludger Beerbaum. „Ich bin super glücklich mit der Bewertung, auch wenn Charly das Championat nur hauchdünn verpasste“, zeigte sich Poschitzki der nicht wenigen Zuschauer auch als Altherren-Kicker von Grün-Weiß Letschin sowie Unparteiischer des Fußballkreises Ostbrandenburg bekannt sein dürfte, sichtlich erleichtert. Sein einziger Wunsch: „Ich möchte zu gern mal wieder ein Stutfohlen haben. Aber es passt auch mit Charly gut“.