Hund bei Wriezen: Ausgesetzter Husky findet neues Zuhause in Frankenfelde

Ronja hat in Frankenfelde ein liebevolles Zuhause gefunden. Zuvor musste die Husky-Dame einiges durchmachen.
Angelique Winkler- Husky Ronja wurde in Wulkow ausgesetzt und fand später ein Zuhause bei Angelique Glaubitz in Frankenfelde.
- Erste Rettungsversuche scheiterten, bis eine Distanznarkose erfolgreich war.
- Ronja war stark verwahrlost und trug ein zu enges Welpenhalsband.
- Sie wird nun von Angelique Glaubitz gepflegt und erholt sich langsam.
- Glaubitz rät, entlaufene Tiere nicht übereifrig zu sichern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Start ins Leben verlief für Husky-Dame Ronja alles andere als optimal. Mittlerweile ist sie bei Familie Glaubitz in Frankenfelde gelandet. „Wir beide sind beste Freunde. An mich hat sie sich schnell gewöhnt“, berichtet Halterin Angelique Glaubitz. Gegenüber ihrem Mann und ihren Kindern sei Ronja jedoch noch misstrauisch, fremde Menschen empfinde sie als Zumutung, herunterfallende Gegenstände würden Panik bei ihr auslösen. Was ist der Hündin zuvor widerfahren?
Am 5. März tauchte Ronja, diesen Namen hat ihr Angelique Glaubitz verpasst, erstmals in einem Facebook-Beitrag auf. In diesem war davon die Rede, dass ein junger, äußerst scheuer Husky in Wulkow bei Neuhardenberg gesichtet wurde. „Als er nun in Wulkow blieb, richteten liebe Menschen eine Futterstelle ein, welche der Husky auch annahm“, berichtet Glaubitz. Zunächst seien alle Versuche, das Tier zu sichern, gescheitert.
Hund bei Wriezen: Anfängliche Rettungsversuche scheiterten
Das Tier überquerte immer wieder die Hauptstraße und lief dabei vor die Autos, wie Glaubitz schildert. Einen Hof in Wulkow habe Ronja für einen sicheren Hafen gehalten, denn dort lebt ein netter Hofhund und diesem blieb der Husky treu. „Aber Menschen... keine Chance!“, sagt die erfahrene Husky-Halterin.
Anfängliche Versuche mit einer Lebendfalle und Beruhigungsmitteln seien gescheitert. „Glücklicherweise gelang es mir, Kontakt zu Helena Dubrau, Manuela Herforth-Große und Ines Große herzustellen, die sich seit einer Woche kümmerten und wir fuhren von dort an Morgens und Abends mit unseren Hunden hin, um eine Beziehung aufzubauen“, so die Hundehalterin, „dies gelang besser und schneller als wir dachten und schwupps war Ronja immer bei uns, spielte mit den Hunden, fraß neben uns und sogar aus der Hand“.
Jedoch ohne Chance, die junge Hündin anzufassen und immer in Alarmbereitschaft, erklärt Angelique Glaubitz. Die Rettung sei immer wieder durch neugierige Passanten gescheitert, bedauert sie und ruft dazu auf, sich von Angsthunden fernzuhalten und ihre Rettung nicht zu behindern. Die weitere Planung sei dann in Absprache mit dem Veterinäramt und der Tierarztpraxis Buckow erfolgt.
Rettung in Wulkow – Hund völlig verwahrlost
So begannen die Vorbereitungen für die Distanznarkose mittels eines Blasrohres. Im Vorfeld musste die Hündin wieder mit Futter angelockt werden. Der erste Versuch scheiterte, doch im zweiten Anlauf gelang es, die junge Husky-Hündin zu sichern. Was Angelique Glaubitz dann sah, klingt erschreckend: Ronja, wie sie dann getauft wurde, war völlig verwahrlost.
Einen Chip trug sie nicht, sie hatte auch lange nach der ersten Sichtmeldung am 5. März niemand als vermisst gemeldet. Ihr kleiner Körper sei mit Zecken übersät gewesen, so Glaubitz, die Haut verkrustet, die Krallen verformt. Es gebe Anzeichen dafür, dass Ronja, bevor sie ausgesetzt wurde, nur in einer Box gelebt habe und nicht der einzige ausgesetzte Husky sei, erklärt die Tierhalterin. Die Hündin sei zum Zeitpunkt der Rettung mindestens sieben Wochen unterwegs gewesen, sagt sie.
Was jeden Tierfreund fassungslos machen muss: Ronja trug bis zu ihrer Rettung noch ihr Welpenhalsband mit einem Durchmesser von elf Zentimetern, das viel zu eng war. Angelique Glaubitz erklärt sich das Schicksal Ronjas damit, dass Huskys Modehunde seien. Bei unerfahrenen Tierhaltern komme bei dieser Rasse schnell die Überforderung: Huskys sind Rudeltiere, die viel Beschäftigung und eine Aufgabe brauchen, etwa im Hundeschlittensport. Die Tierheime seien überfüllt, so kämen verantwortungslose Menschen dann auf die Idee Huskys einfach auszusetzen.
Neues Zuhause für Husky Ronja bei Wriezen
Ronja kann sich nun bei ihrer neuen Halterin erst mal erholen „Die kleine Maus darf bei uns in Ruhe in ihrem neuen Leben ankommen und sie genießt mittlerweile kleine Streicheleinheiten und schläft ganz, ganz viel“, schildert Angelique Glaubitz, die neben Ronja noch drei weitere Huskys besitzt. Da sich weiterhin niemand gemeldet hatte, der das Tier vermisst, ist die Hündin offiziell in ihre Obhut übergegangen.

Angelique Glaubitz aus Frankenfelde bei Wriezen mit Angsthündin Ronja nach ihrer Rettung.
Angelique GlaubitzFür diejenigen, die offensichtlich entlaufene oder ausgesetzte Angsthunde beobachten, hat die Frankenfelderin folgenden Rat: „Schaut bei entlaufenen Tieren nicht weg, aber gefährdet auch keine lebenswichtigen Sicherungen durch übereifriges oder unüberlegtes Handeln! Bei Angsthunden bitte niemals Ort und Zeit, sogar mit Bild ins Netz stellen oder aktiv auf das Tier zugehen!“
Angelique Glaubitz ist sehr dankbar für die Unterstützung der Damen aus Wulkow und der Tierärztin, die bei Ronjas Rettung beteiligt waren. „Es sind so viele Tränen geflossen, jeder von ihnen hat sich selbst vergessen und nur für Ronja gekämpft!“, sagt sie.


