Modellbau in Altlandsberg: Ausstellung – welche Schiffe Friedhelm Hönicke dabei hat

Modelltüftler: Friedhelm Hönicke (74) aus Schiffmühle zeigt bei der Hobbyausstellung in Altlandberg aus das halbfertige Modell eines Segelschiffs.
Steffen Göttmann- Friedhelm Hönicke (73) stellt in Altlandsberg seine neuesten Schiffsmodelle aus.
- Besonders im Fokus: das halbfertige Modell des Schoners "Albatros".
- Die Ausstellung findet am 9. und 10. November statt.
- Hönicke nutzt Sekundenkleber für seine Modelle; er teilt sein Wissen gern.
- Die Ausstellung bietet viele Aktivitäten für Kinder und präsentiert diverse Modelle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit dem 1,52 Meter langen Holzmodell des dänischen U-Boot-Jägers „Daphne“ im Maßstab 1:25 hat Friedhelm Hönicke nach der Fertigstellung 2018 Furore gemacht. Fast sieben Jahre lang hatte der akribische Bastler an dem Modell gearbeitet. Jetzt thront es in seiner Werkstatt auf einem selbst gebauten Sockel.
Für die Hobbyausstellung in Altlandsberg, an der er jedes Jahr aktiv teilnimmt, packt der Schiffmühler diesmal nur seine neusten Werke ein. An einem selbst entworfenen Stand zeigt er auch das Modell, an dem er aktuell baut und das noch nicht fertig ist. Friedhelm Hönicke, in Fachkreisen als „Modellbau-Charly“ bekannt, bezieht damit die Besucher in den Entstehungsprozess ein. „Bei mir am Stand wird immer viel diskutiert“, weiß der 74-Jährige, der die Fachsimpeleien als bereichernd für sein Hobby empfindet. Er gibt Tipps oder holt sich wertvolle Ratschläge ein.
Drei Segelschiffe im Gepäck
Für die Hobbyausstellung am 9. und 10. November in Altlandsberg hat Hönicke das Modell des Schoners „Albatros“ dabei, an dem er gerade baut. Es handelt sich laut der Herstellungsfirma Krick um eine Schoner-Brigg, auch Baltimore-Klipper genannt, aus dem 19. Jahrhundert im Maßstab 1:40. Schiffe dieses Typs spielten in den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen eine wichtige Rolle. Neben zwei weiteren Segelschiffen stellt Hönicke Holz-Modelle von einem Sportboot und zwei Yachten aus, die per Funksteuerung im Wasser fahren können.

Legen bald in Schiffmühle ab: Beide fertige Segelschiffe werden bei der Hobbyausstellung in Altlandsberg zu sehen sein, links das Beiboot der „Bounty“ und rechts der Schoner „Halcon“-
Steffen GöttmannHönicke ist Mitglied im Betreiberverein des Luftfahrtmuseums Finowfurt und lässt seine Schiffe auf einem ein Meter tiefen Modellbauteich bei Veranstaltungen fahren. Für Kinder hat er dann Fertigmodelle aus Plastik dabei und versucht so, Nachwuchs für sein Hobby zu begeistern. In Altlandsberg gibt es diese Möglichkeit nicht, dort werden die Schiffe als Standmodelle zu sehen sein. Für das Museum hat er kürzlich mit einem Ausschneidebogen das Pappmodell eines B47 Stratojets gebastelt. Mit Bastelbögen fing er im Alter von zehn Jahren, Flugzeugmodelle zu bauen.
Schiffmühler arbeitet mit Sekundenkleber
Die „Daphne“ bleibt diesmal Zuhause in Schiffmühle. Nach einem Wassereinbruch kann sie zum tiefsten Bedauern des Modellbauers nicht mehr fahren. Wegen ihrer Größe und ihres Gewichts ist der Transport ohnehin jedes Mal ein Kraftakt.
Der Schoner „Albatros“ stellt Hönicke vor eine Herausforderung. Die Teile sind aus Holz. „Der Rumpf besteht aus einem Kiel und Spanten, die beplankt werden mussten“, plaudert er aus dem Nähkästchen. „Die Teile sind zwar per Laser gesägt, sie müssen aber ausgerichtet werden“, beschreibt er die Schwierigkeit. Viele Modellbauer machen Holz in Wasser biegsam und kleben die Teile mit Holzleim zusammen. „Ich arbeite trocken mit Sekundenkleber“, verrät er. Das erfordert Konzentration und Geschick. Sekundenkleber lässt keine Fehler zu. „Ich habe aber gute Erfahrungen mit dieser Arbeitsweise gemacht, mir ist noch nichts zerbrochen“, versichert er.
Takelage und Segel fehlen noch
Der Schoner ist zwar ein Transportschiff, das aber zur Verteidigung Kanonen an Bord hatte. Als der Modellbauer die auf Lafetten gelagerten Kanonen einbauen wollte, passten sie nicht in die vorgefertigten Löcher der Bordwand. „Ich habe daher die Bordwand mit zwei Millimeter mal zwei Millimeter Leisten erhöht, dann klappte es endlich mit den Kanonen.“ Die Masten hat er schon aufgeklebt. Takelage und Segel fehlen noch. Das Tuch für die Segel ist dem Bausatz beigefügt.
„Ich muss mich dann hinsetzen und die ausgeschnittenen Segel umsäumen“, blickt er voraus. Mit im Gepäck hat er auch das Modell der „Warnow“, eine Yacht nach Bauplänen aus der DDR-Zeit. Friedhelm Hönicke gibt sich mit den nackten Bauplänen nicht zufrieden. „Der Steuerstand bekommt noch eine Scheibe und einen Skipper“, verrät er. Im Internet hat er Miniatur-Armaturenbretter für Boote entdeckt. Passagiere gibt er an eine Firma in Auftrag, die sie ihm maßstabsgerecht mit einem 3D-Drucker herstellt.
Hobbyausstellung Altlandsberg
Die Hobbyausstellung in der Erlengrundhalle Altlandsberg, Zum Erlengrund 1: Auf 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche gibt es unter anderem eine Spiel- und Bastelstraße für Kinder, Modellbau, Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Schiffe, Flugzeuge, Zinnfiguren, Holzarbeiten, Seidenmalerei, Kunsthandwerk und vieles mehr. Tausch - Ankauf - Verkauf; Eintritt: Erwachsene 2 Euro, Schüler 1 Euro (Kinder bis 6 Jahre frei). Öffnungszeiten: am 9. November, 12 bis 18 Uhr, und am 10. November, von 10 bis 17 Uhr.


