Bundestagswahl 2025
: Briefwahl zwischen Fürstenwalde und Beeskow – Zahlen und Fakten

Wer nicht ins Wahllokal geht, wählt per Brief. Aktuelle Zahlen zeigen, wie groß das Interesse zwischen Fürstenwalde, Storkow und Beeskow ist.
Von
Marcel Gäding
Beeskow/ Fürstenwalde
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Noch bis Freitag (21. Februar), 15 Uhr, können Anträge auf Briefwahl bei den Wahlbehörden gestellt werden.

Noch bis Freitag (21. Februar), 15 Uhr, können Anträge auf Briefwahl bei den Wahlbehörden gestellt werden.

Sina Schuldt/ dpa
  • Bundestagswahl 2025: Rund 2 Mio. Brandenburger wählen am 23. Februar, 23% per Brief.
  • In Ämtern Scharmützelsee und Odervorland zeigt sich ein hohes Interesse an Briefwahl.
  • Probleme: knappe Fristen, verspätete Zustellungen, fehlende Unterlagen.
  • Wahllokale: 1038 Ehrenamtliche, Fürstenwalde mit den meisten Helfern (265), Tauche am wenigsten (91).
  • Briefwahlunterlagen bis 21. Februar, 15 Uhr, beantragbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gut zwei Millionen Brandenburger sind am 23. Februar 2025 aufgerufen, ihre Stimme bei der Bundestagswahl abzugeben. Bislang haben nach Angaben des Landeswahlleiters 472.000 Wahlberechtige Unterlagen für die Briefwahl beantragt – das sind rund 23 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2021 lag, jedoch coronabedingt, der Anteil beantragter Briefwahlunterlagen bei fast 35 Prozent.

Doch wie sieht es konkret in den Gemeinden der Ämter Scharmützelsee und Odervorland, in den Städten Fürstenwalde, Beeskow, Friedland und Storkow sowie in den Gemeinden Tauche und Rietz-Neuendorf aus? Aktuelle Zahlen (Datenstand: 19.02.2025), die von den Wahlleitungen an MOZ.de übermittelt wurden, geben einen ersten Überblick.

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Demnach haben in den fünf Gemeinden des Amtes Scharmützelsee 26,5 Prozent aller Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen angefordert. Groß ist das Interesse in Fürstenwalde (20,4 Prozent), Beeskow (19,3 Prozent), Storkow (18,6 Prozent) und in den vier Gemeinden des Amts Odervorland (18,3 Prozent). Etwas niedriger liegt die Quote bei den Anträgen auf Briefwahl in Rietz-Neuendorf mit 15,5 Prozent und in Tauche mit 16 Prozent.

Im Vergleich zur Bundestagswahl 2021 ist das Interesse der Wahlberechtigten in etwa gleich groß. Abweichungen fallen nicht auf. 1038 ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sind am 23. Februar 2025 in den Wahllokalen zwischen dem Odervorland, Fürstenwalde, dem Scharmützelsee, Storkow und Beeskow im Einsatz, um einen ordnungsgemäßen Wahlablauf zu gewährleisten.

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Am meisten setzt Fürstenwalde Personal ein (265 Wahlhelfer), am wenigsten Tauche (91). Die Erklärung ist einfach: Tauche mit seinen zwölf Ortsteilen ist dünn besiedelt, Fürstenwalde hingegen mit rund 34.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis. Um Fürstenwalde und Beeskow sind 65.345 Menschen wahlberechtigt.

Briefwahlunterlagen können nach Auskunft der Wahlleitungen noch bis Freitag, 21. Februar, 15 Uhr, beantragt werden. Größere Probleme gab es bislang keine, obwohl wegen der vorgezogenen Bundestagswahl kürzere Fristen galten. Allerdings melden die Wahlleitungen ein großes Arbeitspensum für die wenige Zeit, die zur Verfügung stand.

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„Alle Wahlscheinanträge, die bis 18. Februar bei uns eingegangen sind, sind bearbeitet und die Unterlagen verschickt worden“, erklärt beispielsweise Sebastian Nagel von der Gemeinde Tauche. Andrea Goldschmidt vom Hauptamt in Rietz-Neuendorf weist jedoch darauf hin, dass es vorkommt, dass Unterlagen den Antragsteller durch den Postdienstleister nicht erreichen. Eine ähnliche Rückmeldung kommt auch aus dem Amt Odervorland. „Häufige Probleme bei der Briefwahl sind die knappe Beantragung der Unterlagen durch Bürger, nicht zugestellte Wahlbenachrichtigungskarten sowie zeitverzögerte Zustellung der Briefwahlunterlagen durch Versanddienstleister“, erklärt Wahlleiterin Mariana Maschke.

Rainer Sydow, Wahlleiter im Amt Scharmützelsee, erklärt, dass „die kurze Frist für die Inanspruchnahme der Briefwahl gerade für im Ausland lebende Wahlberechtigte“ ein Problem sein wird. Ein häufiges Problem bei der Absicherung der Briefwahl sieht Dajana Runge, Wahlleiterin der Stadt Fürstenwalde, bei der zeitlichen Vorlage der Stimmzettel ab dem 4. Februar, obwohl die Beantragung seit Mitte Januar möglich war. Dies führte zu vielen Anfragen aus der Bevölkerung, warum die Bearbeitung so lange dauere.

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Wer auf Nummer sichergehen will, kann unter anderem in Beeskow, Fürstenwalde und in Storkow einen besonderen Service nutzen: Vor Ort in den Rathäusern ist ein Antrag auf Briefwahl möglich. „Wir haben einen kleinen Wahlraum im Rathaus eingerichtet. Hier können die Wähler ihre Briefwahlunterlagen direkt ausfüllen, verschließen und in eine Wahlurne werfen“, sagt Mandy Seelmann, die stellvertretende Wahlleiterin in Storkow.

Wer noch einen Wahlschein beantragen will oder muss, kann dies nach dem Gesetz bis zum 21. Februar, 15 Uhr, bei der für ihn zuständigen Wahlbehörde. Versichern Wahlberechtigte glaubhaft, dass der von ihnen beantragte Wahlschein nicht zugegangen ist, kann bis zum Tag vor der Wahl, also Sonnabend, 12 Uhr, einen neuen Wahlschein beantragen. Wer nicht ins Wählerverzeichnis eingetragen ist, aber stimmberechtigt ist, hat sogar am Wahltag, also dem 23. Februar, Gelegenheit, einen Antrag bis 15 Uhr zu stellen. Briefwahlunterlagen müssen am Wahltag bis 18 Uhr bei der Wahlbehörde abgegeben werden.