Bundestagswahl 2025: Überraschende Kandidatin in Frankfurt (Oder) und Oder-Spree

Sind für den ordentlichen Wahlablauf bei der Bundestagswahl 2025 für den Wahlkreis 63 zuständig: Kreiswahlleiterin Christine Kinner (rechts) und ihre Stellvertreterin Kathrin Meyer.
Olaf Gardt- Acht Kandidaten bewerben sich im Wahlkreis 63 für die Bundestagswahl 2025.
- Mathias Papendieck (SPD), Rainer Galla (AfD) und Désirée Schrade (CDU) gelten als Favoriten.
- Weitere Kandidaten: Jelle Kuiper (Grüne), Leon Turi Kley (Linke), Richard Hennicke (FDP), Sylvia Conring (Freie Wähler) und Einzelbewerber Andreas Gliese.
- Im Vergleich zu 2021 sind weniger Kandidaten angetreten.
- Die zugelassenen Kandidaten stehen auf den Stimmzetteln, wenn keine Einsprüche eingelegt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eines vorweg: Das Bundestagsmandat im Wahlkreis 63 ist offenbar nicht mehr so begehrt wie noch im Jahr 2021. Damals standen 13 Namen auf der Liste der Direktkandidaten. Bei der Abstimmung am 23. Februar 2025 werden es nur acht sein. Alle eingereichten Bewerbungen wurden am Freitag vom Kreiswahlausschuss einstimmig bestätigt.
Warum es die Zurückhaltung bei den Bewerbungen gibt, darüber kann im Moment nur spekuliert werden. Ein möglicher Grund ist, dass kleinere Parteien für ihre Direktkandidaten einfach die Unterstützerunterschriften nicht zusammenbekommen und deshalb auch erst gar keine Wahlunterlagen eingereicht haben. Vielleicht hatte man sich auch gegen die drei vermeintlich Großen im Wahlkreis einfach keine Chance ausgerechnet.
Entscheidung wohl zwischen Papendieck, Galla und Schrade
Zu diesen drei Großen gehört SPD-Mann Mathias Papendieck. Er hatte bei der Wahl 2021 den Wahlkreis mit 28 Prozent der Stimmen gewonnen, schnitt allerdings schlechter ab als seine Partei, die auf 29,5 Prozent der Zweitstimmen kam. Für die AfD wurde Rainer Galla als Direktkandidat zugelassen.
Die AfD kam 2021 mit Wilko Möller auf Platz 2 im Wahlkreis. Platz 2, das kennt auch Galla aus vergangenen Wahlen gut. 2023 hatte er für die AfD als Landrat in Oder-Spree kandidiert. Im ersten Wahlgang lag er mit knapp 25 Prozent der Stimmen bei acht Kandidaten noch vorn, in der Stichwahl landete er dann hinter dem heutigen SPD-Landrat Frank Steffen. Platz zwei blieb ihm im vergangenen Jahr auch bei der Landtagswahl im Wahlkreis 31. Dort verteidigte Jörg Vogelsänger für die SPD das Direktmandat, holte rund 1900 Stimmen mehr als Galla.
Dritte im Kreis der Großen ist Désirée Schrade von der CDU. Die Rechtsanwältin und Stadtverordnetenvorsteherin von Frankfurt (Oder), deren Wohnsitz die Kreiswahlleiterin allerdings mit Müllrose angab, wurde ebenfalls für die Bundestagswahl zugelassen.
Bundestagswahl 2025: Überraschende Konkurrenz
Außerdem bekannt war bereits im Vorfeld, dass die Bündnisgrünen Jelle Kuiper aufstellen, die Linke mit Leon Turi Kley vertreten ist und die FDP Richard Hennicke nominiert hat. Offen war, wie sich die Freien Wähler aufstellen. Am Ende haben auch sie eine Direktkandidatin nominiert. Die Landwirtin Sylvia Conring aus Friedersdorf ist als Kandidatin bestätigt worden. Außerdem bekommen die drei Großen von einem erfahrenen Ex-CDU-Politiker Konkurrenz. Tierarzt Andreas Gliese war für die Christdemokraten von 2014 bis 2019 Landtagsabgeordneter, lange Jahre im Kreistag Oder-Spree und in der Stadtverordnetenversammlung Friedland politisch tätig.
Einzelbewerber mit Landtagserfahrung tritt an
Als Einzelbewerber musste Gliese wie auch mögliche Kandidaten von kleinen Parteien, die nicht im Bundes- oder einem Landtag vertreten sind, für seine Kandidatur 200 Unterstützerunterschriften vorlegen. Das hat er mit 283 anerkannten Unterschriften erfüllt.
Etliche Parteien, so die ÖDP, hatten wegen der verkürzten Vorbereitungszeit auf diese Wahl gefordert, dass die Unterschriftenzahl zumindest reduziert wird. Offenbar hat es bei einigen dann auch an Unterschriften oder anderen Wahlvoraussetzungen gemangelt. Anders als von der Partei ursprünglich angekündigt, tritt Norman Heß für die ÖDP im Wahlkreis 63 nicht an. Auch die Satirepartei „Die Partei“ verzichtete auf einen Kandidaten. Sie wollte eigentlich mit Tobias Dittrich ins Rennen gehen.
Zugelassen werden die Direktkandidaten am Ende aber nur, wenn auch die Landeslisten ihrer Parteien anerkannt werden. Laufen alle Einspruchsfristen ab, ohne dass es Beanstandungen gibt, werden dann die acht Namen auf den Stimmzetteln im Wahlkreis Oder-Spree stehen.
Die acht Direktkandidaten für Frankfurt (Oder) und Oder-Spree, Bundestagswahlkreis 63
SPD - Mathias Papendieck
AfD - Rainer Galla
B90/Grüne - Jelle Kuiper
FDP - Richard Hennicke
Freie Wähler - Sylvia Conring
Einzelbewerber - Andreas Gliese
Die Linke - Leon Turi Kley
CDU - Désirée Schrade
Die Reihenfolge entspricht der Reihenfolge bei der Beratung und Bestätigung im Kreiswahlausschuss.



