Festival in Friedland: Große Namen und neue Kunst - so kommt man günstig zu Tickets

Jakob Springfeld hat 2024 den Urania Courage Preis erhalten. Die Auszeichnung der Urania Berlin ehrt mutiges, zivilgesellschaftliches Engagement. Jetzt kommt der Autor und Podcaster nach Friedland.
IMAGO/Marten Ronneburg- In Friedland steigt „Jenseits von Millionen“ auf der Burg Friedland am Freitag und Sonnabend.
- Zehn Acts auf der Burgbühne, dazu Lesebühne und Kirche – Eintritt dort ist frei.
- Freitag starten Cile, danach Lesung mit Jakob Springfeld, abends u. a. Kapa Tult als Headliner.
- Sonnabend spielen Frau Lehmann, Grenzkontrolle, Futurebae und Kabeaushé, in der Kirche Shelly Coral und Piya.
- Tickets 30 bis 79 Euro, Camping inklusive, Shuttle ab Beeskow, Benefiz für Projekt in Beeskow.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist ein etwas anderes Festival, dem Namen des Vereins entsprechend, der es organisiert. Es heißt „Jenseits von Millionen“, findet auf der Burg Friedland statt und bietet viel mehr als Musik, die natürlich dennoch im Mittelpunkt steht. Zehn Bands und Solisten stehen am Freitag und Sonnabend (7. und 8.8.) auf der Bühne.
Sängerin Cile macht am Freitag um 16.40 Uhr den Anfang, ist der Opener. „Ein Kind der Klassik, das sich hat verführen lassen von verzerrten Melodien und schweren Basslinien – und mit ihrer Stimme dagegen anschwebt“, heißt es in der Ankündigung. Es wird die perfekte Einstimmung vor dem ersten Knaller des Festivals.
Nicht auf der Bühne, sondern auf dem Spielplatz vor dem Burgtor wird gegen 17.40 Uhr Jakob Springfeld erwartet. Junge Leute, die sich für Politik, ostdeutsche Identität und Demokratie interessieren, kommen seit Jahren an dem streitbaren Mann aus Sachsen nicht vorbei. „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert – Warum das Erstarken der Rechten eine Bedrohung für uns alle ist“, heißt sein im vergangenen Jahr erschienenes Buch. Den Podcast „OKF - Ortskontrollfahrt“, moderiert er gemeinsam mit Lilly Blaudszun.
Die Wortbühne auf dem Burgspielplatz, die am Sonnabend zur Workshop-Area für „Radikale Töchter“ wird, ist eine erste Besonderheit des Festivals. Die nächste: Man benötigt für die Wortbühne kein Ticket. „Das gilt auch für die Konzerte in der Kirche“, erklärt Antje vom Jenseits-Team. „Dort ist der Eintritt frei.“ Das Angebot richte sich nicht nur an die Friedländer, an Leute aus der Region, sondern ausdrücklich auch an Urlauber.
Kostenloser Eintritt für die Konzerte in der Kirche
Ein Festivalticket benötigt man für den Burghof. Und da geht es am Freitag, nach einer bestimmt hitzigen Diskussion bei der Springfeld-Lesung, dann so richtig ab. Yosho, Tamara Flores, Semia und Kapa Tult heißen die Künstler und Gruppen, die noch am Freitag auftreten. Neue, noch nicht so bekannte Namen, mit Ausnahme von Kapa Tult. Die Leipziger Band hat schon einmal das Festival eröffnet und ist in diesem Jahr der Freitag-Headliner. Die Band spielt in diesem Jahr eine große Club-Tour zu ihrem zweiten Album „Immer alles gleichzeitig“, hat die Sportfreunde Stiller supportet und spielt nach dem Friedländer Auftritt als Vorband für „Von wegen Lisbeth“.
Auf den Sonnabend ist auch das Jenseits-Team besonders gespannt. Auf der Burgbühne sind dann Frau Lehmann, Grenzkontrolle, Futurebae und Kabeaushé zu erleben. In der Kirche singen Shelly Coral und Piya. Zwischen diesen Konzerten erwartet die Gäste ein großes Chorsingen. Bei „Queens Sing mit Maryam.Fyi“ werden 50 Sängerinnen auf der Bühne erwartet.
Die Vorfreude auf bekannte Künstler und die Neugier auf junge Bands und neue Kunst sind sicher die zwei wichtigsten Gründe, das Jenseits von Millionen zu besuchen. Was kommt hinzu? Mit dem Festivalticket, das es regulär für 79 Euro gibt, ist nicht nur der Eintritt an beiden Tagen verbunden, man kann damit auch auf dem Campingplatz übernachten. Dort baut das Team gerade auf, Dixie-Toiletten, Duschen und einen kleinen Fußballplatz wird es neben dem Parkplatz und den Zeltstellplätzen geben. Wer mit dem Zug anreist, kann von Freitag bis Sonntag 15 Uhr auf den Busshuttle zwischen dem Beeskower Bahnhof und der Burg Friedland zurückgreifen.
Wer in 15848 wohnt, ist mit 30 Euro dabei
Bei den Tickets geht es auch noch günstiger. Es gibt ein Soliticket für Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln. Und es gibt das Postleitzahlen-Ticket, das sich speziell an die Brandenburger aus Friedland und dem Umland richtet. Wer auf seinem Ausweis die Postleitzahl 15848 stehen hat, kommt für 30 Euro auf das Festivalgelände.
Und trotz der für ein solches Event günstigen Preise zwacken die Organisatoren noch Geld für den guten Zweck ab. Denn das Jenseits ist, eine weitere Besonderheit, ein Benefizfestival. Ein Festbetrag pro Ticket und das Geld, das am Ende übrig bleibt, gehen in diesem Jahr an das Projekt „Soziokultureller Begegnungsort Beeskow“ des Vereins Bumerang. Wie es sich gehört, wird sich das Projekt auf dem Festival vorstellen. Auch Bewohner des Justus-Dellbrück-Hauses in Jamlitz und Mitglieder des Pier 13 in Beeskow sind unterstützend dabei. Beide Projekte wurden in den vergangenen Jahren vom Festival unterstützt.
Jenseits von Millionen am 7. und 8. August auf der Burg Friedland
Tickets für das Festival kosten zwischen 30 und 79 Euro und können an der Tageskasse erworben werden. Die Burg öffnet am Freitag um 15 Uhr, das erste Konzert ist für 16.40 Uhr angekündigt. Am Sonnabend geht es um 15 Uhr los. Das Programm wechselt zwischen Burgbühne, Lesebühne und Kirche, sodass jeder alle Künstler erleben kann. Der Eintritt zur Lesebühne und zu den Konzerten in der Kirche ist frei. Auf der Burg gibt es verschiedenstes Catering, man kann mit Karte oder bar bezahlen. Auf dem Zeltplatz (Übernachtung ist im Ticketpreis enthalten) gibt es selbst gebaute Duschen. Auch ein Katerfrühstück ist möglich. Wer mit der Bahn anreist, kann von Beeskow und zurück einen Busshuttle nutzen.
Künstler aus der Region werden zumindest in diesem Jahr nicht auf der Festivalbühne stehen. Generell, so Antje, sei man da aber offen. Jeder könne sich bewerben. Dennoch ist die Region gut vertreten. Das vegetarische Catering wird durch die „Genusswerkstadt“ Beeskow unterstützt. Die Friedländer Ortsvorsteherin gehöre zu den Helfenden, werde eine Schicht an der Bar übernehmen. Der Friedländer Maler sponsere Farben, aus der Marktgärtnerei wird eine Gemüsekiste kommen.
Die Unterstützung und Hilfe aus dem Rathaus und dem Ort sei einfach überwältigend, sagt Antje. Helfende Hände seien dennoch gefragt. Wer beim Auf- und Abbau und dem organisatorischen Ablauf unterstützen möchte, kann sich einfach auf der Burg melden. Wer eine oder mehrere Schichten absolviert, bekommt als Dankeschön dann freien Festivaleintritt.



