Tierheim Märkisch Buchholz: Kleiner Kater Sascha – Familie mit erfahrener Katze gesucht

Katze Sascha in seinem Zwinger im Tierheim Märkisch Buchholz. Viel Vertrauen zu den Menschen hat der Kater noch nicht, sieht aber interessiert zu seinen größeren Artgenossen hinüber.
Jens Olbrich- Kater Sascha sucht eine erfahrene Familie.
- Sascha kam als Wildfang ins Tierheim Märkisch Buchholz.
- Er ist sehr scheu und hat noch wenig Vertrauen zu Menschen.
- Tierpflegerin Celina Kirchner versucht, sein Vertrauen zu gewinnen.
- Sascha könnte von einer aufgeschlossenen Zweitkatze profitieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Von Katze Sascha ist nicht viel zu sehen. Das schwarze Fell verschmilzt nahezu mit den Schatten des Katzenkorbes, in dem der Kater sich völlig eingeschüchtert und mit angelegten Ohren vor den Menschen versteckt. Der beinahe noch auf eine Hand passende, scheue junge Kater Sascha hat Angst. Nicht nur sichtbar durch Anspannung und Ohrenhaltung. Auch ein kaum wahrnehmbares, warnendes Fauchen ergänzt seine Ansage an die Welt vor dem Zwinger: „Lasst mich ja alle in Ruhe!“
„Der kleine, süße Kater braucht auf jeden Fall Zeit, um mit anderen Menschen warmzuwerden“, meint Tierpflegerin Celina Kirchner, während sie versucht, Katerchen Sascha mit kleinen Leckerlis aus dem Katzenkorb heraus und damit vor die Linse der Kamera zu locken. Ihre Mühe ist umsonst, Saschas Fauchen bricht nicht ab, die Ohren bleiben angelegt. Zu viele Menschen sind vor seinem Zwinger, er hat mehr Angst als dass ihn die vertraute Stimme von Celina Kirchner oder die Leckerlis ihn locken.
Kater-Welpe Sascha ist erfahrungslos im Umgang mit Menschen
So scheu wie der kleine, schwarze Kater ist – heißt das mit anderen Worten, dass er irgendwo vielleicht doch schon schlechte Erfahrungen gesammelt hat? „Ja, auch vielleicht“, mutmaßt die Tierpflegerin, schüttelt dann jedoch verneinend den Kopf. Es sei wohl eher so, dass Sascha keinen Kontakt zu Menschen hatte. Als Fundtier, gewissermaßen als Wildfang, kam er aus Töpchin ins Tierheim Märkisch Buchholz. Weil er von klein auf nicht bei den Menschen groß geworden sei, sei es halt schwieriger, sein Vertrauen zu gewinnen.

Tierpflegerin Celina Kirchner ändert die Taktik. Wenn Menschen mit anderen Artgenossen schmusen, wird Kater Sascha neugierig.
Jens Olbrich„Er guckt gerne bei den anderen Katzen, wenn man bei ihnen saubermacht, oder wenn man sie streichelt“, berichtet Celina Kirchner aus ihren Erfahrungen mit dem Kater-Welpen. Er fange langsam an, Zutrauen zu entwickeln. Das brauche Zeit, noch sei das Tier sehr scheu. „Er mag es nicht, wenn man direkt auf ihn zugeht“, meint sie ihren Versuch beendend, Sascha doch noch vor die Linse zu locken. Mit geänderter Taktik testet sie nun, seine Neugierde mit einem weitaus zahmeren Artgenossen zu wecken, dem sie auf dem Gang vor dem Zwinger Leckerlis anbietet und streichelt.
Katzenjunges lernt von Artgenossen mit großer Neugierde
„Andere Katzen kennt er, ist mit ihnen groß geworden“, erklärt sie immer wieder einen versteckten Seitenblick zu Sascha werfend. Flüsternd beinahe schon fügt sie hinzu: „Eigentlich ist er ein ganz lieber.“ Ihre Taktik scheint aufzugehen. Sascha verlässt seine Zufluchtsstätte und sitzt indessen auf dem Boden in seinem Zwinger. Immer noch auf dem Sprung zwar, aber immerhin mit bereits aufgerichteten Ohren beobachtet er mit verhaltener Neugierde Celina Kirchners Spiel mit dem Kater auf dem Gang vor dem Zwinger.
Der Versuch, den kleinen Kater vor die Kamera zu locken, wird nicht wiederholt. Wie bei anderen Tieren bereits beobachtet, wirkt die Linse der großen Kamera bedrohlich. Sobald die Kamera in sein Blickfeld gerät, zieht sich Sascha zurück und versteckt sich hinter den seilumwickelten Füßen der Kratzbaum-Landschaft. In seinem Refugium verschwindet er zum Glück nicht gleich wieder. Ein Trick muss her. Die Linse des Mobiltelefons ist erheblich kleiner, wirkt weniger bedrohlich, hat schon öfter die Situation gerettet.
Sascha reicht es – er verschwindet in seinem Versteck
Es gelingt. Die ersten Fotos von Sascha, auf denen der Kater-Welpe ohne Versteck und einigermaßen entspannt zu sehen ist. Tierpflegerin Celina Kirchner freut sich ebenso. Ihre Beschreibung Saschas stimmt auch, er ist komplett schwarz. Der kleine, weiße Schmuckfleck, den sie beschrieben hat, ist auf den Fotos nicht zu sehen. Wiederholen lässt sich das Shooting allerdings auch nicht, denn Sascha hat von der Aufregung erst einmal seine kleine Katzennase voll und zieht sich zurück in seine Weidenkorb-Festung.

Rückzug in die sichere Festung des Katzenkorbs. Kater Sascha hat genug. Zu viele Menschen, zu viel Aufregung, die Audienz bei ihm ist damit beendet.
Jens Olbrich„Er hat vor kurzem erst noch eine Impfung gekriegt“, erklärt die Tierpflegerin Rückzug nach dem Motto, Flucht ist keine Schande. „Er wird jetzt gerade erst wieder.“ Sascha könne auch zu einer Zweitkatze, schaltet sich Tierheimleiterin Maria Schwarz ein. Er sei noch sehr jung, hätte mit seinen 16 Wochen noch nicht einmal das Teenageralter erreicht. Da wäre es günstig, ihn mit einer netten, aufgeschlossenen und den Menschen sehr zugetanen Katze zusammenzubringen, weil Sascha sich da einiges abgucken könne.
Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz
IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
Berliner Volksbank
Interessenten an Sascha oder einem anderen Tier finden ihn im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de
Da es doch etwas Zeit in Anspruch nehmen würde, bis Sascha feststellt, dass der Mensch doch nicht so schlimm ist, wie er aussieht, hat die erfahrene Tierheimleiterin auch noch einen Rat für die Eingewöhnung scheuer Katzen. Es sei gut, den Aktionsradius erst einmal auf ein Zimmer zu beschränken. Dort rät sie auch, das Katzenklo aufzustellen.
Wenn die ganze Wohnung oder das Haus sofort als Spielwiese freigegeben werden würde, verstecken sich scheue Katzen und Katerchen wie Sascha gerne und finden den Weg nicht zurück. Oder sie trauen sich einfach nicht aus dem Versteck – und dann passiert das Malheur.



