Tierheim Märkisch Buchholz
: Katze Pumina – zwei Glückskatzen in einem Wurf

Im Tierheim Märkisch Buchholz sorgen Puminas muntere Katzenwelpen für ordentlich Wirbel. Hinter den süßen Kitten verbirgt sich eine bewegende Geschichte.
Von
Jens Olbrich
Märkisch Buchholz
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Ein Glückskätzchen aus Puminas Wurf mag es anscheinend doch zuweilen etwas ruhiger. Ein Platz findet sich dafür immer im Tierheim Märkisch Buchholz.

Eines der „Glückskätzchen“ aus Puminas Wurf mag es anscheinend doch etwas ruhiger. Einen Platz dafür finden die Tiere immer im Tierheim Märkisch Buchholz.

Jens Olbrich
  • Im Tierheim Märkisch Buchholz sorgten vier Katzenwelpen von Pumina für Aufregung.
  • Kitten: Sina, Vaiana, Maui, Chief. Zwei sind tot geboren worden.
  • Farben: Schwarz-grau getigert, schwarz-weiß, zwei Tricolor.
  • Pumina kam aus einer Überpopulation und wird noch kastriert.
  • Kitten ab Mitte Juni vermittelt, Kastrationspfand: 100 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Katzenzimmer von Pumina geht es drunter und drüber. Puminas Kitten halten Mama-Katze und jeden Besucher in Bewegung, sind neugierig und für jede Spielidee zu begeistern. Am 7. März geboren, sind die Katzenwelpen gerade mal zwölf Wochen alt. „Zwei Mädchen, zwei Jungs“, erklärt Luzie Glasneck, die im Tierheim Märkisch Buchholz ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert und sich zusammen mit den erfahrenen Tierpflegerinnen und -pflegern hauptsächlich um „gestrandete“ Katzen kümmert.

Insgesamt seien es sechs Kitten gewesen, die Pumina zur Welt gebracht hatte. Davon seien leider zwei tot geboren worden. Die restlichen vier seien jedoch gesund und munter. Im Gegensatz zu Pumina, die von der Fellfarbe glatt als märchenhaft „schwarze Hexenkatze“ durchgehen würde, geht es farblich bei den Katzenwelpen überaus bunt durcheinander. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn neben einem schwarz-grau getigerten Kitten mit weißen Pfoten tobt eine schwarz-weißes und zwei Tricolor, auch als Schildpatt- oder Glückskatzen bekannt.

Sina, Vaiana, Maui und Chief – eine bunte Rassel-Katzenbande

„Eine schöne, bunte Mischung“, freut sich Luzie Glasneck. „Und gleich zwei Glückskätzchen in einem Wurf.“ Auf die Namen Sina, Vaiana, Maui und Chief hatten sich die Tierpflegerinnen und -pfleger in Märkisch Buchholz für Puminas Wurf geeinigt. Und Mama Pumina? „Der spontane Einfall einer Auszubildenden“, erklärt Luzie Glasneck. Und nein, Pumina käme etwa nicht daher, weil sie stinken würde, wie ein Puma. Sie sehe ja auch eher aus wie ein schwarzer Panther. Der Name Baghira sei jedoch schon besetzt gewesen und auch eher männlich belegt.

Pumina und ihre Kitten Sina, Vaiana, Maui und Chief bewohnen ein Katzenzimmer im Tierheim Märkisch Buchholz. Über Besuch, wie den von Luzie Glasneck, freuen sie sich.

Pumina und ihre Kitten Sina, Vaiana, Maui und Chief bewohnen ein Katzenzimmer im Tierheim Märkisch Buchholz. Über Besuch, wie den von Luzie Glasneck, freuen sie sich.

Jens Olbrich

Ein neuer Name für Pumina musste jedoch gefunden werden. Das Tier stammt aus einer „Sammelkatzenaktion“. Das Tierheim Märkisch Buchholz half einer Frau, die „in ihrer schnell zu eng werdenden Zweiraumwohnung“ der unkontrollierten Vermehrung keine Grenzen setzen konnte. Über 30 Tieren gab sie Obdach, hervorgegangen aus drei Katzen, die sie ursprünglich bei sich aufnahm. Bei der üblichen Vermehrungsrate von zwei Würfen je vier bis sechs Katzenwelpen gehe das bei nicht kastrierten Tieren sehr schnell.

Die werdende Katzenmutter Pumina hat die Zähne gezeigt

Als die bereits hochträchtige Pumina Ende Februar ins Tierheim Märkisch Buchholz kam, sei sie noch recht nett gewesen, erinnert sich Luzie Glasneck. „Je weiter ihre Trächtigkeit jedoch voranschritt, umso unleidlicher wurde sie“, erzählt sie. Dann hätte sie schon zuweilen die Zähne gezeigt, auch schon mal gefaucht und zugehauen. „Da fand sie alles ganz schön doof.“

Immer zum Spielen aufgelegt - die muntere Rasselbande nebst Mama Pumina verfolgen jede Bewegung von Luzie Glasnecks Finger.

Immer zum Spielen aufgelegt – die muntere Rasselbande nebst Mama Pumina verfolgen jede Bewegung von Luzie Glasnecks Finger.

Jens Olbrich

Nachdem sie die Kleinen zur Welt gebracht hätte, sei sie auch wieder netter geworden. Erst recht, seit „die Kleinen dann munterer wurden und Pumina bemerkte, dass es eigentlich doch mal ganz schön ist, wenn wir uns drum kümmern“, erzählt Luzie Glasneck weiter. Dennoch sei sie „eine nette Mama“, kümmere sich gut um ihren Nachwuchs.

Katzenwelpen werden mit Kastrationspfand vermittelt

Bis Mitte Juni noch, dann würden die Kitten in die Vermittlung gehen. Natürlich nur, wenn nichts dazwischenkäme. Kastriert würden die Katzenkinder nicht vermittelt. „Weil sie dann ja erst drei Monate alt sind“, erklärt Luzie Glasneck. Ab einem halben Jahr könne man sie kastrieren. Zusätzlich zur Abgabegebühr berechne das Tier daher ein sogenanntes Kastrationspfand in Höhe von 100 Euro. Das Geld gebe es zurück, wenn „die zukünftigen Besitzer den Nachweis erbringen, dass das Tier kastriert worden ist“.

Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz

IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09

Berliner Volksbank

Interessenten an Pumina und ihren Kitten oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de

Pumina selbst werde noch im Tierheim kastriert und erst dann vermittelt, sagt Luzie Glasneck. Wohin, da hat das Tierheim bereits klare Vorstellungen. Mama Pumina kenne ja nur die Wohnungshaltung, müsse daher nicht mit Freigang vermittelt werden. „Für die Welpen wünschen wir uns im Idealfall, dass schon eine sozialverträgliche Katze im Haus ist“, fährt die Tierpflegerin fort. Wenn jemand zu Hause sei, der sich mit dem Tier beschäftigt, „würden wir es auch einzeln abgeben“.

„Als reine Bauernhof-Katzen würden wir sie nicht unbedingt vermitteln, sie müssten schon ihren Menschenanschluss haben“, erklärt Luzie Glasneck. Der Jagdtrieb sei bei Katzen angeboren, Freigang daher für die Welpen später schön. „Wenn sie tagsüber oder nachts hinauskönnen, aber auch wieder rein zu ihrem Menschen, kuscheln, schmusen und ihre Streicheleinheiten abholen.“