Veranstaltungen in Friedland: Neues Konzept geplant – welche Events bleiben und welche nicht

Jana Nowka hat die Plakate zur Ankündigung der Burgweihnacht in Friedland ausgepackt. Diese werden jetzt in der Stadt angebracht. Die beliebte Veranstaltung bleibt weiterhin eine feste Größe im Kalender.
Monika RassekDie StreleBurg Friedland – zum Dreierverbund der Burgen in Storkow und Beeskow gehörend und damit auch ehemals im Besitz der Ritte von Strele – ist nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, sondern auch ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte auf dem Burghof, Frühlings- und Herbstmarkt, verschiedene Feste sowie auch das große Stadtfest und selbst für private Hochzeiten.
Doch nun wurde das bisherige Veranstaltungskonzept der Stadt grundlegend überdacht. Ein Grund dafür war das Brandschutzkonzept, ein anderer, dass die Nachfrage für verschiedene Formate nicht mehr gegeben ist sowie die einzuhaltende Sonntagsruhe. Eine konstante Größe im Veranstaltungskalender indes bleibt erhalten – die Burgweihnacht.
Märchenhafte Burgweihnacht am 3. Adventswochenende
Gerade sind die großen Plakate eingetroffen, die Jana Nowka von der Burgverwaltung neugierig aus dem Karton nimmt, kritisch betrachtet und für gut befindet. „Die werden überall in Friedland aufgehängt“, sagt sie. „Aber so, dass Verkehrsteilnehmer nicht in ihrer Sicht beeinträchtigt werden.“
Am 3. Adventswochenende wird die Burg Friedland in ein Wintermärchen-Weihnachtsland verwandelt. Veranstaltungstag ist Sonnabend, der 16. Dezember, in der Zeit von 14 bis 20 Uhr. „Alle Akteure werden im Kostüm erscheinen“, verrät Jana Nowka. Es werde viele Bastelangebote geben, wenn Maxis Sternenwerkstatt im Kaminzimmer der Burg die Tür öffnet. „Zuvor wird unser Bürgermeister, Maik Koschack, alle Gäste begrüßen und eine kurze kirchliche Andacht auf Weihnachten einstimmen.“
Kostenfreie Fahrt mit der Cinderella-Kutsche
Um 15 Uhr werde das Programm der Grundschule Friedland beginnen und um 15.45 Uhr komme der Weihnachtsmann in seiner Märchenkutsche. „Die Inhaber vom Ponyhof in Briescht haben eine richtige Cinderella-Kutsche dekoriert“, betont sie begeistert. In der Zeit zwischen 14.30 und 18 Uhr würden kleine Prinzessinnen und Prinzen kostenlos in der Kutsche fahren können. „Bei kleinen Kindern dürfen die Eltern natürlich dabei sein.“ Und auch das Pony-Reiten werde kostenfrei angeboten.
Musikalisch wird ein DJ den Nachmittag mit traditionellen Klängen untermalen – wie überall, wegen der hohen Gema-Gebühren. „Um 16 Uhr ist ein Bläserkonzert geplant.“ Für Kurzweil sorgen ein kleiner Handwerkermarkt, süße und herzhafte Leckereien sowie selbst gemachter Kuchen und Kaffee, den die Frauen vom Ortsverein Friedland und der Volkssolidarität im Rittersaal kredenzen.
Brandschutz schränkt Flächennutzung ein
Während es die Burgweihnacht auch im neuen Jahr geben wird, verschwinden hingegen der Frühlings- und auch der Herbstmarkt aus dem Kalender. „Nach dem Brandschutzkonzept haben wir nur noch eine deutlich verringerte Fläche zur Verfügung, fast der halbe Hof ist weg“, erklärt Jana Nowka. Denn es müssen die Ausstiege frei bleiben sowie eine Feuerwehrbewegungsfläche von 12 mal 7 Metern.
Und die Leute würden fragen, warum es so leer und nur wenige Anbieter vor Ort seien. Dazu komme, dass die Sonntagsruhe einzuhalten sei und die Märkte am Sonnabend stattfinden würden. „Weil der Abverkauf in der kleinen Stadt Friedland jedoch geringer sei, als in großen Städten, fahren die Händler lieber woanders hin“, schildert Jana Nowka die Probleme. Im Resultat seien die Bürger unzufrieden, weil nur wenige Anbieter kommen.
Auch auf das Stadtfest in seiner bisherigen Form werde künftig verzichtet. „Dafür wird es andere Veranstaltungen mit ähnlichem Charakter geben“, verspricht sie. Es habe eine Sitzung mit den Ortsvorstehern gegeben, weil das Fest nur wenig besucht gewesen sei. „Es stellte sich heraus, dass das Stadtfest nicht mehr gewünscht ist und die Ortsteile eigene Feste machen möchten.“ Wie das Konzept für adäquate Veranstaltungen aussehen könne, sei jedoch noch offen.



