Wohnen in Beeskow
: Dieser Balkon gewinnt im Wettbewerb - das macht ihn aus

Die 86-jährige Uta Mosch aus Beeskow hat den Balkon- und Vorgartenwettbewerb des b.w.v. gewonnen. Sie verrät, wie ihr das gelingt.
Von
Diana Maltseva
Beeskow
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Beeskow

Die Beeskowerin Uta Mosch (v. l.) und Viktoria Wiegand, die Geschäftsführerin von b.w.v., stehen auf dem offiziell schönsten Balkon der Kreisstadt. Die 86-Jährige verrät, wie sie den ersten Platz bei dem Wettbewerb erreicht hat.

Diana Maltseva
  • Uta Mosch aus Beeskow gewann den Balkon- und Vorgartenwettbewerb des b.w.v.
  • Ihr Balkon zeigt hängende Geranien, bienenfreundliche Blumen und selbst gezogene Tomaten.
  • Sie ist gelernte Gärtnerin und betont: Mit wenig Mühe verschönert ein Balkon die Fassade.
  • Auswahl lief über Fotos aus dem Sommer, Favoritenwahl bei der „Langen N8“ mit über 150 Stimmen.
  • b.w.v. erlaubt Bepflanzung, verbietet Eingriffe in die Fassade – Bohrlöcher sind unerwünscht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einer üppig hängenden Geranie und zahlreichen bienenfreundlichen Blumen hat Uta Mosch aus Beeskow den ersten Platz bei einem Balkon- und Vorgartenwettbewerb der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft b.w.v. gewonnen.

Auf ihrem Balkon im Kiefernweg wachsen unter anderem eine Dipladenia, Strauchbasilikum und australische Gänseblümchen. Auch rote und gelbe Tomaten hat sie selbst aus Samen gezogen. Wie ihr das gelingt, verrät sie mit einem Augenzwinkern.

„Das kann ich Ihnen verraten“, sagt sie, verschwindet kurz hinter einer Tür ihrer Wohnung und kehrt Sekunden später mit einem grünen Plastikdaumen zurück. „Ich schaffe das so – ich habe den grünen Daumen“, sagt sie lächelnd. Und tatsächlich: Das Ergebnis ist unübersehbar.

Garten auf dem Balkon ist keine große Arbeit für Frau aus Beeskow

Dabei sei die Pflege des Balkons für sie keine große Mühe. „Das ist ja nur eine kleine, lockere Übung. Ich habe ja einen großen Garten“, sagt die fast 86-Jährige. Die gelernte Gärtnerin schätzt besonders die Atmosphäre eines Balkons. „Der Balkon ist so eine Zone zwischendrin – zwischen drinnen und draußen. Und gerade das ist das Reizvolle.“

So könne man auch den Lauf der Jahreszeiten miterleben. Die Arbeit mache man nicht nur für sich. Gerade wegen der Hängepflanzen und dem Vorteil eines Balkons, der nach außen wirkt, werde die Fassade schöner. „Mit wenig Mühe kann man viel erreichen“, stellt Mosch fest.

Für sie kam es überraschend, dass ihr Balkon überhaupt am Wettbewerb teilnahm. „Der Balkon wurde ausgeguckt“, erzählt sie. Für den Wettbewerb hatten Mitarbeitende der b.w.v. im Sommer Balkone aus dem Unternehmensbestand fotografiert. Aus rund 35 Motiven wurden zehn Favoriten ausgewählt.

Während der „Langen N8“ im August konnten Besucher schließlich ihren Lieblingsbalkon wählen. Es wurden mehr als 150 Stimmen abgegeben. „Für die ersten drei Plätze war es sehr knapp“, sagt b.w.v.-Geschäftsführerin Viktoria Wiegand. Sie hat sich besonders darüber gefreut, wie ernsthaft die Gäste ihre Entscheidung trafen.

b.w.v. in Beeskow: Was ist auf einem Balkon nicht erlaubt?

„Die Besucher haben sich die Fotos genau angeschaut und miteinander diskutiert“, berichtet Wiegand. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr ein etwa achtjähriges Mädchen gewesen: „Sie hat sich die Fotos ganz philosophisch angesehen und gesagt: Ja, der Balkon hier – da passen die Farben so gut zusammen.“

Mosch selbst begrüßt die Idee des Wettbewerbs. Möglicherweise, so hofft sie, wirkt er auch als Anstoß für andere Bewohner. „Vielleicht motiviert das ja auch andere, ihren Balkon ein bisschen zu gestalten“, sagt sie.

„Ich schaffe das so – ich habe den grünen Daumen“
Uta Mosch
Sagt die Beeskowerin zu ihrem Balkon und hält einen grünen Deko-Daumen als Nachweis hoch

Nach Angaben der b.w.v. gibt es für die Bepflanzung von Balkonen grundsätzlich kaum Vorgaben. Erlaubt ist, was nicht stört und nicht in die Fassade eingreift. Nicht erwünscht sind deshalb Bohrlöcher, da jedes Loch als Eingriff in die Bausubstanz gilt.