B158 Ahrensfelde – Berlin
: Sperrung der Straße zur Autobahn A10 aufgehoben

Nach sechsjähriger Sperrung und vier Jahren Bauzeit ist die neue Brücke an der Märkischen Allee (B158) in Berlin-Marzahn jetzt fertiggestellt worden.
Von
Kai-Uwe Krakau
Ahrensfelde
Jetzt in der App anhören
Wuhletalbrücke

Die B158 in Berlin-Marzahn ist nach Jahren der Sperrung wieder frei befahrbar: Die ersten Autos überqueren nach der offiziellen Freigabe die neue Wuhletalbrücke in Richtung Ahrensfelde. Auf der rechten Seite gibt es auch einen Rad- und Gehweg.

Kai-Uwe Krakau
  • Freigabe der neuen Wuhletalbrücke (B158) in Berlin-Marzahn nach vier Jahren Bauzeit.
  • B158 verbindet Berlin mit Ahrensfelde und der Autobahn A10 – wichtige Pendlerstrecke.
  • Kosten: 13,2 Mio. Euro, darunter der ursprünglich geplanten 15 Mio. Euro.
  • Verbesserungen: Rad- und Gehweg sowie Zukunftsplanung für Straßenbahntrasse.
  • Alte Eisenbahnüberführung (Baujahr 1982) bleibt unverändert – zuständig ist die Deutsche Bahn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Wuhletalbrücke in Berlin-Marzahn, kurz hinter der Gemeindegrenze von Ahrensfelde, wurde 1984 im Verlauf der Märkischen Allee gebaut. Sie ist Teil der von Pendlern viel genutzten Bundesstraße B158, die sich von der Kreuzung B1/B5 in Biesdorf in Richtung Norden über die Landesgrenze bis ins uckermärkische Angermünde erstreckt. Doch das Bauwerk war in einem schlechten baulichen Zustand, ein Neubau unbedingt erforderlich. 2019 musste die Brücke bereits gesperrt werden, drei Jahre später begann der Abbruch. Nun ist der Ersatzbau fertiggestellt.

Berlins Verkehrsstaatssekretär Arne Herz (CDU) betonte bei der Freigabe am Donnerstag, dass „Berlin beim Thema Brücken vor großen Herausforderungen steht“ und das auch angesichts der Tatsache, dass die finanziellen Mittel knapp sind. „Der Bau der Wuhletalbrücke hat vier Jahre gedauert und das ist wahnsinnig schnell“, so Herz. Besonders für die umliegenden Gewerbegebiete, aber auch für die Anbindung an die Autobahn A10 bei Blumberg sei sie von herausragender Bedeutung.

B158 war für Jahre gesperrt: Das große Verkehrschaos blieb aus

Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU) sprach von einem „tollen Tag für Marzahn“. Als die Brücke gesperrt werden musste, sei man noch von einem „blühenden Chaos“ ausgegangen. Soweit sei es aber glücklicherweise nicht gekommen. Die Umleitung sei gut eingerichtet gewesen und der Verkehr gerollt. „Es ist aber gut, dass die Ein- und Ausfallstraße wieder funktioniert“, so Zivkovic. Mit dem Ersatzneubau der Wuhletalbrücke stehe Marzahn-Hellersdorf somit wieder eine leistungsfähige und wichtige Verbindung im Zuge der Märkischen Allee zur Verfügung.

Freigabe Wuhletalbrücke

Verkehrsstaatssekretär Arne Herz (l.) und die Bezirksbürgermeisterin von Marzhan-Hellersdorf, Nadja Zivkovic, duchschnitten das rot-weiße Band. Die B158 in Berlin-Marzahn ist nach Jahren der Sperrung wieder frei befahrbar.

Kai-Uwe Krakau

Während der Sperrung waren die Fahrzeuge von der Märkischen Allee kommend über die vorhandenen Ab- und Auffahrtsrampen wieder auf die Märkische Allee geleitet worden. Der Verkehr wurde per Lichtsignalanlage gesteuert und querte dabei die Wuhletalstraße. In Spitzenzeiten kam es dabei durchaus zu Staus.

Eisenbahnüberführung wurde nicht erneuert

Eine gleichzeitige Erneuerung der parallel zur Wuhletalbrücke verlaufenden Eisenbahnüberfühung – sie wurde bereits 1982 gebaut – war nicht geplant. Dieses Projekt läge im Verantwortungsbereich der Deutschen Bahn AG, hieß es. Auf der Strecke sind die S-Bahnen der Linie S7 in Richtung Ahrensfelde unterwegs. Darüber hinaus verläuft dort die Regionalbahnlinie RB25 von Berlin-Ostkreuz nach Werneuchen.

Die neue Wuhletalbrücke wurde am selben Ort wie das Vorgängerbauwerk mit getrennten Überbauten geplant. Darüber hinaus sollten, so eine Prämisse, die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehrs deutlich verbessert werden. Beim Ersatzneubau der Brücke ist nach Angaben der Senatsverkehrsverwaltung ferner die perspektivische Planung einer Straßenbahntrasse entlang der Wuhletalstraße berücksichtigt worden.

Neue Brücke kostete weniger Geld als erwartet

Auf den zwei getrennten Überbauten gibt es jeweils zwei Richtungsfahrbahnen. Der Querschnitt – und damit die Gesamtbreite des Bauwerks – wurde gegenüber dem ursprünglichen Bauwerk aufgrund der neuen Querungsmöglichkeit für den Rad- und Fußgängerverkehr angepasst.
Der westliche Überbau ist dabei schmaler als der Überbau Ost. Seitlich der Fahrbahn wurde ein Rad- sowie ein Gehweg in Richtung Ahrensfelde gebaut. In Richtung Innenstadt gibt es einen Notgehweg, der allerdings abrupt endet. Die Brücke ist fast 40 Meter lang und 22 Meter breit.

Die Kosten des Projektes wurden zunächst mit 15 Millionen Euro angegeben. Bei der Übergabe der Brücke für den Verkehr hieß es, man sei mit rund 13,2 Millionen Euro leicht darunter geblieben. Finanziert wurde das Bauwerk mit Landes- sowie Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur.

Pendeln

Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Und wie sieht die perfekte Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger aus? Wir berichten über Mobilität in unserer Region - und darüber hinaus.