Bahn in Brandenburg: NEB verabschiedet sich vom Diesel – was die neuen Züge antreibt

Landrat Daniel Kurth, Brandenburgs Verkehrsstaatssekretär Uwe Schüler, VBB-Geschäftsführer Martin Fuchs , Siemens-Manager Albrecht Neumann, NEB-Chef Detlef Bröcker und Sebastian Achtermann von der NEB Betriebsgesellschaft mbH mit einem Bild der neuen Fahrzeuge, die auf der Heidekrautbahn und im Netz Ostbrandenburg eingesetzt werden.
C. Bedeschinskui/NEB- NEB und Siemens starten emissionsfreien Zugbetrieb in Berlin und Brandenburg.
- Wasserstoff- und Batteriezüge ersetzen Dieselzüge ab Dezember 2024.
- 4,4 Millionen Liter Diesel jährlich durch Batteriezüge eingespart.
- Ziel: Bis 2037 alle Strecken emissionsfrei.
- Anteil Dieselzüge sinkt bis 2025 auf 15%.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einer Sonderfahrt des Wasserstoffzuges Mireo Plus H von Basdorf bei Wandlitz über die Berliner Stadtbahn nach Charlottenburg haben die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und Bahnhersteller Siemens Mobility am Mittwoch das Zeitalter des emissionsfreien Bahnverkehrs auf nicht elektrifizierten Strecken in Berlin und Brandenburg eingeläutet.
Auf dem Bahnhof von Basdorf drückten sie gemeinsam mit Vertretern der Länder und des VBB den Startknopf für die Einführung der klimafreundlichen Antriebe und stellten die neuen Züge, den Wasserstoffzug Mireo Plus H für die Heidekrautbahn und den Batteriezug Mireo Plus B für das Netz Ostbrandenburg, vor.
Erste NEB-Züge mit Wasserstoff und Batterie verkehren ab Dezember
Die neuen Züge sollen ab Dezember 2024 zunächst auf der Strecke Heidekrautbahn im Landkreis Barnim sowie im Netz Ostbrandenburg die bisherigen Diesel-Triebwagen ersetzen.
„Aktuell fahren rund 73 Prozent der Regionalverkehre in Berlin und Brandenburg klimafreundlich mit Strom per Fahrleitung. Die Länder Berlin und Brandenburg und der VBB haben sich als Ziel gesetzt, bis 2037 alle verbliebenden nicht elektrifizierten Strecken von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen“, sagte Brandenburgs Verkehrsstaatssekretär Uwe Schüler am Mittwoch in Basdorf.
4,4 Millionen Liter Diesel werden pro Jahr eingespart
„Der Eisenbahnverkehr soll dieselfrei werden“, betonte der Staatssekretär. Dafür müsse nicht jede Strecke durchgehend mit einer Oberleitung ausgebaut werden. „Für Batterie-Triebzüge genügt eine abschnittsweise Elektrifizierung der Strecke, für Wasserstoff-Triebzüge eine Tankstelle, die regelmäßig mit Wasserstoff versorgt wird.“
Allein durch den Einsatz der batterieelektrisch fahrenden Züge sollen in Zukunft pro Jahr rund 4,4 Millionen Liter Diesel weniger im Netz Ostbrandenburg verbraucht werden.
Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Martin Fuchs, erklärte in Basdorf, dass mit der Inbetriebnahme der neuen Züge ab dem Jahr 2024 nur noch 26 Prozent der Triebwagen in Berlin und Brandenburg mit Diesel betrieben werden. Im Jahr 2025 reduziere sich der Anteil auf 15 Prozent. Damit komme der VBB seinem Ziel, bis 2027 emissionsfrei zu fahren, um einiges näher.


