Helios Klinikum Berlin-Buch
: Musiker (26) stirbt an Thrombose – so erkennt man Warnzeichen

Anfang Februar ist der Berliner Sänger und Schauspieler Pablo Grant im Alter von 26 Jahren an den Folgen einer Thrombose verstorben. Das Helios Klinikum Berlin-Buch gibt Tipps, wie solche Fälle verhindert werden können.
Von
Conradin Walenciak
Berlin-Buch
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Dr. Peter Klein-Weigel, Chefarzt der Klinik für Angiologie und Diabetologie im Helios Klinikum Berlin-Buch, untersucht einen Patienten mit Verdacht auf Thrombose.

Thomas Oberländer / Helios Kliniken

Es ist erst wenige Tage her, dass der 26-jährige Pablo Grant gestorben ist. Der junge Mann war als Schauspieler aktiv und in der Musik-Szene sowie bei seinen Fans als „Dead Dawg“ und Mitglied des Berliner Rap-Kollektivs BHZ bekannt. Ursächlich für seinen Tod waren die Folgen einer Thrombose. Das Helios Klinikum Berlin-Buch gibt Tipps, wie solch tragische Fälle verhindert werden können.

Eine Thrombose ist ein vollständiger oder teilweiser Verschluss eines Blutgefäßes durch einen Blutpfropf (Thrombus). Ein Experte auf dem Gebiet der Erkennung und Behandlung von solchen ist Dr. Peter Klein-Weigel. Er ist Chefarzt der Klinik für Angiologie und Diabetologie im Helios Klinikum Berlin-Buch. „Für Thrombosen gibt es verschiedene Risikofaktoren, Anzeichen sowie Diagnose- und Therapieoptionen“, informiert er.

Große Dunkelziffer bei Thrombose-Fällen

Seiner Aussage nach seien Thrombosen ein häufiges, medizinisches Problem: „Aktuelle Zahlen gehen von jährlich zirka 1,5 Millionen tödlicher und nichttödlicher tiefer Beinvenenthrombosen und Lungenembolien in Europa aus.“ Die Zahl der Todesfälle, die man direkt auf eine Thrombose zurückführen könne, sei mit sechs Prozent schon relativ hoch. „Daneben kann man aber noch von einer hohen Dunkelziffer ausgehen“, so Dr. Klein-Weigel.

In der Regel seien Frauen häufiger von einer Thrombose betroffen als Männer, berichtet der Mediziner. „Dies liegt vorrangig an Schwangerschaften, dem Wochenbett sowie der Einnahme von Hormonpräparaten und empfängnisverhütenden Mitteln“, erklärt der Chefarzt. Insbesondere die Kombination von diesen mit Nikotinkonsum sei ein Risikofaktor.

Ältere Menschen deutlich häufiger betroffen als jüngere

Grundsätzlich können auch junge Menschen eine Thrombose bekommen. „Ein Großteil aller Fälle werden allerdings hauptsächlich in höherem Lebensalter diagnostiziert“, berichtet Dr. Klein-Weigel. „Sind Kinder oder Jugendliche betroffen, liegt häufig eine angeborene oder erworbene Gerinnungsstörung vor.“ Weitere Risikofaktoren seien unter anderem Immobilität, Lähmungen, Ruhigstellung von Armen und Beinen, operative Eingriffe, schwere Folgeerkrankungen wie Infektionen oder Entzündungen sowie Langstreckenreisen.

Was passiert, wenn der Verdacht auf eine Thrombose besteht, kann der Mediziner natürlich auch erläutern. „Dann werden Ultraschalluntersuchungen oder eine Computertomografie durchgeführt. Sollte sich der Verdacht erhärten, werden die Betroffenen medikamentös eingestellt oder es werden Maßnahmen zur Entfernung des Blutgerinnsels angeordnet.“

Helios Klinikum Berlin-Buch verfügt über Expertise

Laut Helios Klinikum Berlin-Buch verfüge man im eigenen Haus über einen großen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Behandlungen von Thrombosen – sowohl der medikamentösen als auch der operativen. „Doch bis zu diesem Punkt muss es nicht zwangsläufig kommen“, heißt es aus dem Krankenhaus. „Mit regelmäßigen Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen oder frühzeitigem Handeln im Falle von akuten Beschwerden lassen sich Thrombosen gut behandeln.“

Das sieht auch Dr. Peter Klein-Weigel so. Er hat zudem noch einige Tipps auf Lager, die man in Bezug auf Thrombosen beachten sollte: „Wer ungewohnte Schmerzen im Bereich der Wadenmuskulatur verspürt, sollte diese umgehend abklären lassen“, rät er. Da jeder nachgewiesene Venenverschluss mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werde, sollte man zudem den Arzt oder die Ärztin informieren, falls man an einer Gerinnungsstörung leide.

Langstreckenreisen oder Schwangerschaften bergen Risiko

Hochrisikopatienten empfiehlt er außerdem, in risikoerhöhten Situationen (zum Beispiel Langstreckenreisen, Schwangerschaft oder Operation) auf entsprechende, verschreibungspflichtige Medikamente zurückgreifen. „Sollte tatsächlich operative Maßnahmen zur Entfernung eines Thrombus notwendig sein, sollte man diese unbedingt in einem spezialisierten Zentrum wie dem Helios Klinikum Berlin-Buch durchführen lassen“, so der Mediziner. Falls Spätfolgen auftreten, müssten diese ebenfalls umgehend behandelt und medizinisch engmaschig betreut werden.