Krankenhaus Bernau: Jetzt äußert sich der Bürgermeister zur Schließung des Kreißsaals

„Für viele Menschen ist die Schließung der Gebrtshilfe im Krankenhaus Bernau ein emotionales Thema", sagt Bernaus Bürgermeister André Stahl.
Stadt Bernau/Nancy Kersten-Köhn- Bernau schließt Geburtshilfe und Pädiatrie zum 1. Oktober – Bürgermeister äußert Bedauern.
- André Stahl nennt die Entscheidung schmerzhaft, aber strukturell bedingt und identitätsrelevant.
- Er dankt Hebammen, Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften für langjährige engagierte Arbeit.
- Gründe laut Stahl: Fachkräftemangel, gesetzliche Kürzungen und weniger Geburten.
- Allgemeine Versorgung bleibt gesichert, Herzzentrum sowie Chirurgie, Innere und Pädiatrie arbeiten weiter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Er selbst ist im Krankenhaus Bernau zur Welt gekommen. Die für den 1. Oktober angekündigte Schließung der Geburtshilfe und Pädiatrie sei äußerst bedauerlich, sagt Bernaus Bürgermeister André Stahl, der nun ein offizielles Statement zur aktuellen Entwicklung am Bernauer Krankenhaus abgibt.
„Für viele ist das ein sehr emotionales Thema“, weiß André Stahl. Eine Geburtsstation sei für viele Menschen identitätsstiftend. „Dass nach mehr als 116 Jahren in Bernau künftig keine Kinder mehr im Krankenhaus geboren werden können, ist ein schmerzhafter Gedanke.“
Sein Dank gelte den Hebammen, Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegekräften, die über viele Jahre eine engagierte und kompetente Betreuung geleistet hätten.
Bürgermeister zeigt Verständnis für die Entscheidung
Der Verwaltungschef zeigte aber auch Verständnis für die Entscheidung der Klinikleitung. „Ich weiß, dass die Klinikleitung in den vergangenen Monaten und Jahren alles getan hat, um die Schließung der Station abzuwenden. Von intensiven Bemühungen bei der Personalgewinnung bis hin zu organisatorischen Anpassungen.“ Am Ende hätten jedoch die bundespolitischen Regelungen, wie die anstehende Krankenhausreform, mit ihren strukturellen Vorgaben und finanziellen Rahmenbedingungen entscheidend dazu beigetragen, dass dieser Schritt offensichtlich unausweichlich geworden sei, schätzt er die Lage ein.
„Die Kombination aus Fachkräftemangel, gesetzlichen Kürzungen und einer sinkenden Zahl an Geburten hat eine erhebliche Komplexität erzeugt, die das Klinikum nicht allein lösen konnte.“ Die Schließung in Bernau sei leider kein Einzelfall, sondern reihe sich in eine bundesweite Entwicklung ein, bei der in den letzten Jahren bereits zahlreiche Geburtsstationen aus denselben strukturellen Gründen aufgeben mussten.
„Allgemeine medizinische Versorgung bleibt gesichert.“
Stahl betont jedoch: „Wichtig ist aber an dieser Stelle zu erwähnen, dass die allgemeine medizinische Versorgung in Bernau sicher und verlässlich bleibt.“ Die geplante Schließung der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe sei beklagenswert. Ungeachtet dessen biete das Bernauer Krankenhaus jedoch nach wie vor seinen gewohnt guten und verlässlichen Service für die Menschen. Das gelte sowohl für die Spezialisierung als Herzzentrum als auch für die Abteilungen für Chirurgie und Innere Medizin sowie für die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin. Diese arbeite weiterhin und gemeinsam mit der Kinderrettungsstelle und der Hochschulambulanz, die die jüngsten Bernauerinnen und Bernauer verantwortungsvoll umsorge.
„Ich kann versichern, dass sich die Stadt dafür engagieren wird, das Immanuel Klinikum Bernau als Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg mit seinem Versorgungsauftrag und der zugleich erforderlichen Profilierung zu stärken“, so Bürgermeister André Stahl. „Wir sind froh und stolz, dass am Klinikum Spitzenmedizin betrieben wird, und werden uns gleichzeitig weiterhin dafür einsetzen, dass alle Menschen in Bernau auch künftig gut versorgt sind.“


