Leichtathletik
: Gegen flinke Blanca kein Kraut gewachsen

Beim 78. Liepnitzseelauf setzten sich die üblichen Favoriten durch, darunter über 8 km bei den Frauen Blanca Dörfel.
Von
Dirk Schaal
Bernau
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Vom Start an Vollgas: Die Läufer über die 8-km-Distanz gehen bei frühlingshaftem Wetter auf die Strecke.

Andreas Gora

Die Befürchtungen des Veranstalters Bernauer Lauffreunde bewahrheiteten sich nicht, dass sich aufgrund des zeitgleich stattfindenden Berliner Halbmarathons wesentlich weniger Teilnehmer kommen würden. „Vielleicht fehlen uns etwa 50 Starter, aber insgesamt können wir mit der Teilnehmerzahl voll zufrieden sein“, resümierte der Bernauer Laufchef Frank Göritz.

Bestes Frühlingswetter empfing die Starter, die auch einige Neuerungen erwarten. Über ungewohntes Terrain führten diesmal die beiden Kinderstrecken. Die kleinen Teilnehmer der 2,5 km mussten gleich zweimal den Zielhang hinaufstiefeln, um das Ziel zu erreichen. "Da kamen einige schon völlig außer Puste an, aber insgesamt bekam die Änderung positives Feedback, schließlich ist es ein Crosslauf“, berichtete Frank Göritz. Als Erster konnte sich der Bernauer Ben Weimann in die Siegerliste eintragen, der den zweitplatzierten Berliner, Bela Brandl, im Schlussspurt noch acht Sekunden abnehmen konnte.

Schnellste war eine Frau

Über die 8 Kilometer war erneut kein Kraut gegen die Deutsche Hallenmeisterin der U 20 über die 3000 Meter, die Bernauerin Blanka Dörfel, gewachsen. In 28,49 Minuten kam die Sportschülerin ins Ziel. Eine richtig gute Zeit, wenn man das anspruchsvolle Terrain am Liepnitzsee berücksichtigt. Bester männlicher Teilnehmer wurde als Gesamtzweiter Marc Rathsmann (29,55) vom Eberswalder Schwimmverein, den dem Dritten, Steffen Nordwig, noch fast zwei Minuten abnahm.

„So ein wenig spüre ich die 50 km noch“, sagte die frisch gebackene Dritte der Deutschen Meisterschaft über diese Distanz, die Eberswalderin Nancy Sägebart. Im Schlussanstieg der 14,5 km musste sie noch zwei Mitstreiterinnen den Vortritt lassen, wurde jedoch in 1:14,29 Stunden Erste in der AK 30. „Da bin ich zum Schluss noch eingebrochen. Die Anstiege waren heftig. Ich bin mehr so der Straßenläufer, Cross liegt mir nicht wirklich“, erzählte die Eberswalderin, die mit nur einmal Training in der Woche auskommen muss. Ganz verausgaben wollte sie sich beim Liepnitzseelauf sowieso nicht, denn schon am kommenden Wochenende will sie bei der Berlin-Brandenburgischen Meisterschaft über die 10 km unter die ersten drei kommen.

Als Fußballer vorneweg

Als erster Barnimer kam über die 14,5 km Kristian Stelse nach 1:04,13 ins Ziel. Erst seit dem Winter läuft der Fußballer von Preussen Eberswalde regelmäßig. „Ich wollte mich wieder ein bisschen mehr bewegen und der Wettkampfgedanke, sich mit anderen im fairen Miteinander zu messen, der ist immer noch vorhanden“, sagte der Eberswalder lachend. So behielt er auch im Zweikampf gegen seinen Bruder Thomas Stelse die Oberhand und nahm ihm im Ziel 15 Sekunden ab. Am 5. Mai könnte es dann aber schon eine Revanche geben, bei den 12 km des Werbellinseelaufes.

Die ersten beiden Plätze beim Halbmarathon waren in Berliner Hand. Als Dritter folgte der Panketaler Denis Gehde in 1:21,39 mit fünf Minuten Abstand auf den Sieger. Schnellste Frau wurde über den halben Marathon Anne Stephan in 1:38,24.

Termine der Barnimer Sparkassen-Lauf-Cup-Serie

Die Ergebnisse des 78. Liepnitzseelaufes fließen in die Wertung des Barnimer Sparkassen-Cups ein. Die weiteren Termine sind: 4. Mai:  40. Werbellinseelauf  17. Mai:    31. Mönchsheidelauf  25. Mai:    12. Brodowiner Naturlauf2. Juni :   3. Schlüser Trödellauf 20. August:    21. Bernauer Stundenlauf30. August:    Bernauer Stadtmauerlauf 14. September:    22. Regionalparklauf Barnimer Feldmark 6. Oktober:    Zainhammerlauf  3. November:    34. SchwärzeseelaufFür viele Läufe ist eine Online-Anmeldung möglich. mehr dazu auf www.barnimer-sparkassen-lauf-cup.de⇥dl