Baugenehmigung liegt vor
: Baukosten für Falkenseer Hallenbad rund 23 Millionen Euro

Am Montag beschäftigte sich der Bauausschuss mit dem Bauprojekt Hallenbad in Falkensee. Die Baugenehmigung liegt vor, die Baukosten bei geschätzten rund 23 Millionen Euro.
Von
Silvia Passow
Falkensee
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Die Baugenehmigung für das Falkenseer Hallenbad liegt vor. Ob das Bad auch gebaut wird, entscheiden die Stadtverordneten voraussichtlich am 4. Dezember.

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Baukosten liegen jetzt bei rund 23 Millionen Euro

Die Vorbereitungen auf dem Grundstück an der Seegefelder Straße laufen bereits. Unterkellert werde das Gebäude nur teilweise und nur dort, wo es notwendig sei, erklärte Antje Naumann. Das große Becken in der Schwimmhalle soll sechs Bahnen haben, ein Drei–Meter–Sprungturm und ein Ein–Meter–Sprungbrett sind geplant. Eine innenliegende Wasserrutsche soll für Begeisterung bei Groß und Klein sorgen. Das zehn mal zwölf Meter große Lehrschwimmbecken wird über fünf Bahnen verfügen, dazu soll es ein Planschbecken für die kleinsten Wasserbegeisterten geben.

Der Saunabereich wird für rund sechzig Nutzer gleichzeitig ausreichend sein, verschiedene Saunen sind vorgesehen, dazu Erlebnisduschen und zwei Ruheräume. Die Kegelbahn ist dabei und ein Restaurantbetrieb. Der Bereich der Kegelbahn, so Naumann, könnte auch anderweitig genutzt werden. Dazu die Wirtschaftsräume für Personal, Sanitäranlagen, Duschen, Umkleiden, als Sammel– wie auch als Einzelumkleiden geplant. 22,864 Millionen Euro Baukosten sind laut Naumann gegenwärtig veranschlagt.

Photovoltaikanlage und Regenwassernutzung möglich

Die Bodenisolierung sei gegenwärtig bereits eingepreist, sagte Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Die Gebäudehülle und die Wärmedämmung übertreffen die Anforderungen, so das Planungsbüro. Man arbeite mit Wärmerückgewinnung und Energiesparpumpen, setze eine Wärmeschutz–Verglasung ein. Eine Dachbegrünung sei ebenfalls geplant. Bei einer Wassertemperatur von 28 bis 32 Grad und einer Raumtemperatur von 34 Grad würden die aktuell angesetzten jährlichen Betriebskosten für die Energie bei 420.000 Euro netto liegen. Eine Absenkung der Wasser–, und/oder Raumtemperatur empfehlen die Planer nicht. Dies könne zu Einbußen bei den Besucherzahlen und damit bei den Einnahmen führen, so die Begründung.

Vorgestellt wurden Möglichkeiten, mit denen das Bad noch mehr Energie einsparen könnte. Da wäre zunächst die Idee, eine Photovoltaikanlage auf die Dächer zu setzten. Das Gebäude wird im flacheren Abschnitt fünf Meter, im höheren neun Meter hoch. Die Empfehlung des Planungsbüros lautet, eine kleinere Photovoltaikanlage zu installieren. Begründet wird die Empfehlung mit dem Verkauf einer Überproduktion an Strom, für den, so der Planer, derzeit nur Billigpreise erzielt werden könnten. Ebenfalls empfohlen wird eine Regenwasserzisterne zur Gartenbewässerung. Hier müssten rund 9.000 Euro zusätzlich investiert werden.

Die Informationen zur Energie–Effizienz wären beinahe gar nicht mehr dargelegt worden. 28 Minuten informierte Antje Naumann. Für die Weitergabe des Sachstandes zu den Energiefragen möchte sie an einen ihrer Mitarbeiter weiterreichen, wird aber vom Ausschussvorsitzenden Rainer van Raemdonck (AfD) unterbrochen mit dem Hinweis, er habe für das Planungsbüro dreißig Minuten eingeplant und diese seien nun fast rum. Naumann war sichtlich konsterniert, fast alle Ausschussmitglieder legten Widerspruch ein. Für die Bündnisgrünen war die Frage der Energieeffizienz entscheidend für eine Beschlussfindung und auch Peter Kissing (SPD) machte seinem Unmut über diese Entscheidung Luft.

Das Thema wurde als wichtig erachtet und schließlich auch erörtert. Antje Naumann sagte, von einer zeitlichen Begrenzung habe sie nicht gewusst und eine Information im Vorfeld dazu hätte sie als hilfreich verstanden. Nachdem die vier Gäste den Saal verlassen hatten und die rund 300 Kilometer lange Heimreise antraten, fand Ausschussmitglied Eric Heidrich (Die Linke) deutliche Worte. „Ist das die Art, wie wir in Falkensee jetzt mit Gästen umgehen, die für ihren Besuch einige hundert Kilometer Weg auf sich nehmen?“ Eine Antwort auf diese Frage fand sich an diesem Abend nicht.

Baugenehmigung liegt vor

Die Baugenehmigung für das Hallenbad lege sozusagen druckfrisch vor, konnte Bürgermeister Müller im Ausschuss verkünden. Die zusätzlichen Projekte, wie eine Photovoltaikanlage oder die Zisterne, wären hiervon unabhängig machbar, erklärte er, sie seien nicht Teil der Baugenehmigung.

Am morgigen Mittwoch steht das Hallenbad auf der Agenda im Hauptausschuss. Am 4. Dezember könnten die Stadtverordneten in der SVV schon das Finale Ja oder Nein zum Hallenbad–Bauprojekt geben.