Die gute Nachricht vorweg: Nach dem erfolgreichen Probelauf am Montag ist das Impfzentrum im Stahlpalast am Dienstag auch offiziell eröffnet worden. Theoretisch könnten hier nun täglich 600 Impfungen gegen das Sars-CoV-2-Virus mit dem hier verwendeten Impfstoff Moderna vorgenommen werden. In der Realität waren bis zum Ende der Woche nur insgesamt rund 280 Termine vergeben worden, nur rund 500 Impfdosen standen zur Verfügung.

Keine neue Terminvergabe vor dem 12. Februar

Doch damit nicht genug: „Aufgrund der Lieferengpässe konnten wir derzeit leider für jeden Tag nur etwa 70 Termine vergeben. Und vor dem 12. Februar werden wir keine weiteren Termine vergeben. Erst muss sicher sein, dass genügend Nachschub kommt“, so Andreas Schwark, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg KVBB.

Impfstoffnachschub hängt von den Herstellern ab

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher zeigte sich dennoch erleichtert ob des guten Starts des Impfzentrums: „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir trotz Impfstoffknappheit die Impfzentren wie geplant in allen Landesteilen eröffnen. Wir haben alle Regionen im Blick, niemand wird vergessen. Mit jedem weiteren Impfzentrum werden die Wege hin zur ersehnten Impfung für die Menschen kürzer. Das Tempo hängt aber von den Herstellern und der Impfstoffproduktion ab. Wir können nur den Impfstoff verimpfen, der uns tatsächlich angeliefert wurde. Deshalb können wir im Augenblick in den Impfzentren leider nicht so viel impfen wie organisatorisch eigentlich möglich wäre.“

Versorgung der Menschen sicherstellen

Auch Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller und die Landräte aus Potsdam-Mittelmark und dem Havelland, Wolfgang Blasig und Roger Lewandowski, versuchten trotz des Starts mit angezogener Handbremse das Positive ins Blickfeld zu rücken, nämlich die Versorgung der Menschen in der gesamten Region Westbrandenburg wie Steffen Scheller betonte. Wolfgang Blasig zeigte sich beeindruckt von der Schnelligkeit, mit der der Stahlpalast in ein modernes Impfzentrum umgebaut wurde und für den Landkreis nun neben Potsdam ein zweites Impfzentrum zur Verfügung steht.

Möglichst kurze Wege zu den Impfzentren

Sein Amtskollege Roger Lewandowski ergänzte: „Das Impfzentrum ist ein Ausdruck unserer guten Zusammenarbeit und es ist gut, dass die Menschen eine Alternative zu den weiter entfernten Impfstandorten in Potsdam oder Oranienburg haben, das wäre ziemlich beschwerlich.“
Der Anfang ist gemacht, nun hoffen alle auf baldigen Nachschub an Impfstoffen damit die Impfzentren besser ausgelastet werden können.
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Impftermine


Termine für die COVID-19-Impfung im Impfzentrum können im gesamten Land Brandenburg nach wie vor ausschließlich telefonisch über die 116117 vereinbart werden. Am Telefon wird die Impfberechtigung abgefragt und neben einem Termin auch das Impfzentrum, in dem die Impfung stattfinden soll, vereinbart. Weder bei der Stadt Brandenburg noch vor Ort im Impfzentrum ist eine Terminvereinbarung möglich.